Stürmer Jhon Cordoba kommt vom 1. FC Köln (Quelle: imago images/Laci Perenyi)
Audio: Inforadio | 15.09.2020 | Jakob Rüger | Bild: imago images/Laci Perenyi

Von Ligakonkurrent 1. FC Köln - Hertha verpflichtet Stürmer Cordoba

Die Spatzen pfiffen es lautstark von den Dächern, jetzt ist es offiziell: Jhon Cordoba wechselt vom Rhein an die Spree. Und auch wenn seine Karriere wechselhaft verlief, zeigt sich zumindest Manager Michael Preetz überzeugt, einen guten Fang gemacht zu haben.

Wenige Tage vor dem Bundesliga-Start hat Hertha BSC noch einmal auf dem Tranfermarkt zugeschlagen. Die Berliner verpflichten Stürmer Jhon Cordoba von Ligakonkurrent 1. FC Köln. Laut "kicker" haben die Herthaner 15 Millionen Euro für den 27-jährigen Kolumbianer bezahlt und ihn bis 2024 an sich gebunden. Im Gegenzug soll laut Medienberichten Herthas Mittelfeldspieler Ondrej Duda für 8,5 Millionen Euro an den Rhein wechseln.

"Jhon hat seine Qualitäten in der Bundesliga bereits unter Beweis gestellt und bringt neben seiner Torgefahr genau die Attribute mit, die wir für unseren Sturm gesucht haben: Wucht, Dynamik und Durchsetzungsvermögen", sagte Michael Preetz in einer Pressemitteilung des Vereins.

Cordoba verzichtete auf Spiel gegen Altglienicke

Schon beim 6:0-DFB-Pokal-Erfolg der Kölner gegen die VSG Altglienicke am vergangenen Samstag saß Cordoba nur auf der Bank, um kein Verletzungsrisiko einzugehen. Nach dem vollzogenen Wechsel zu Hertha BSC, ist klar, warum er das tat. Angeblich sei man sich nach dem Pokalspiel schon einig gewesen.

Der selbsternannte "Big City Club" benötigte nach dem Weggang von Vedad Ibisevic einen torgefährlichen Mittelstürmer und scheint mit dem Kolumbianer nun seine Suche abgeschlossen zu haben. 13 Bundesliga-Tore in der letzten Saison und 20 Zweitligatreffer in der Spielzeit zuvor sprechen da eine eindeutige Sprache. Mit seiner Körpergröße von 1,88 Metern, seiner Schnelligkeit und Durchsetzungskraft im Duell Mann-gegen-Mann erfüllt Cordoba durchaus das von Hertha gesuchte Spielerprofil. Herthas Sportdirektor Arne Friedrich bestätigte das bereits im rbb-Podcast "Hauptstadtderby": "Natürlich würde er zu Hertha passen, denn so einen Spielertypen hat Hertha nicht."

Jhon Cordoba startete als 15-Jähriger in Kolumbien beim Envigado FC seine Fußballer-Karriere. Über eine Station in Mexiko landete er 2013 in Spanien, wo er zunächst an Espanyol Barcelona ausgeliehen wurde und anschließend beim FC Granada unterkam. Zwei Jahre später lief Cordoba zum ersten Mal in der Bundesliga im Trikot von Mainz 05 auf. Dort spielte er eine Saison und wechselte 2017 zum Ligakonkurrenten 1. FC Köln.

In seiner ersten Saison für die Kölner erzielte der kolumbianische Stürmer allerdings nicht ein Tor und ging mit runter in die Zweite Liga. Mit seinen 20 Treffern trug Cordoba dort dann entscheidend zum Wiederaufstieg bei und konnte in der anschließenden Saison weiter überzeugen, sodass er das Interesse finanzstärkerer Klubs wie Hertha BSC weckte.

Als Ersatz verpflichteten die Rheinländer Sebastian Andersson von Union Berlin.

Sendung: rbb UM6, 15.09.2020, 18:15 Uhr

9 Kommentare

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  1. 9.

    Genau das war auch mein erster Gedanke. In Braunschweig haben sie 4 Tore geschossen. Bei einer guten Abwehr reicht das locker für2 gewonnene Spiele.

  2. 8.

    Schon mal gut soweit, aber nun brauchen wir mindestens noch einen super Verteidiger und einen super BallVerteiler.
    Also Micha bitte noch mal in die vollen gehen!

  3. 7.

    Herr Preetz ist sich sicher .....,
    diese Aussage kann man nur mit einem Blick in die Vergangenheit kommentieren

  4. 6.

    Abwarten. Geben Sie dem Spieler doch erst einmal eine Chance, bevor Sie ihn als Fehleinkauf bezeichnen.

  5. 5.

    Genau der nächste Transfer Flop und die verbrannten Millionen wachsen weiter an. Nach dem Braunschweig Spiel geht der sportliche Sinkflug weiter. Solange Herr Preetz fährt den Verein sportlich und vom Image her komplett an die Wand. Aber er passt mit seiner sehr negativen Ausstrahlung sehr zu dem übellaunigen Präsidenten. Wenn der Verein diese Strukturen auflöst kann es nur aufwärts gehen!

  6. 4.

    Sicherlich hat Preetz bei der Spielerauswahl manchmal daneben gelegen, aber überwiegend ist seine Transferbilanz sehr passabel. Da braucht er sich nicht vor anderen Bundesligamanagern zu verstecken. Es ist ein
    bisschen vorschnell zu urteilen, dass es sich um einen Fehleinkauf handelt, auch nur weil in der sensationsgierigen Kölner Journaille irgendwelche Stories in die Welt posaunt werden. Es sein denn, Sie haben seriöses Hintergrundwissen!? Übrigens, einen seit längerer Zeit formschwachen Duda im Gegenzug für gut 8 Millionen an Köln anzudrehen, ist auch nicht so verkehrt...

  7. 3.

    Cordoba, Piontek, Dilrosun, Lukebakio, Cunha. Das riecht nach Ärger. Hinten gewinnt man übrigens Spiele und da mangelt es ja wohl eher. Stark und Rekik waren und sind Totalsusfälle

  8. 2.

    Willkommen in Berlin!

  9. 1.

    Der nächste Fehleinkauf von M.Preetz! Er lernt es nicht. Einen Fußball Egoisten zu kaufen ist vielleicht noch okay aber keinen der nur Probleme bereitet wie man aus Köln hört.

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