Christian Beeck und Axel Kruse
rbb/Walsdorff
Audio: "Hauptstadtderby" | Episode 2.1 | Bild: rbb/Walsdorff Download (mp3, 50 MB)

rbb-Podcast - "Hauptstadtderby" geht in die zweite Staffel: Unter Kruses

Schon bevor Hertha BSC und Union Berlin am Wochenende in die neue Saison starten, gab der rbb-Podcast "Hauptstadtderby" den Startschuss zu seiner zweiten Staffel. Ein Spieler bringt ungewohnte Einigkeit - kurzfristig. Von Johannes Mohren

Seit Wochen befinden sich Hertha und Union in der Vorbereitung für die neue Saison. Nun hat auch das verbale Warmlaufen der "Hauptstadtderby"-Protagonisten Axel Kruse und Christian Beeck begonnen. Der Podcast der rbb-Sportredaktion - moderiert von deren Leiter Dirk H. Walsdorff - geht in die zweite Staffel. Ab jetzt wird wieder jede Woche eine neue Folge aufgezeichnet. Abrufbar sind sie beim Inforadio sowie in der ARD-Audiothek - und auch sonst überall, wo es Podcasts gibt.

Die einen zweifeln hinten, die anderen verzweifeln vorne

Union sehen sie die beiden gut gerüstet, loben die Transfer-Politik - jedoch mit einem Wackel-Kandidaten. "Ob das auf der Torhüter-Position mit Luthe (Anm. d. Red.: Andreas Luthe, Neuzugang aus Augsburg) so die richtige Wahl war, wird man sehen. Risikofrei ist das nicht. Ich habe nicht so ein richtig gutes Gefühl", sagt Beeck - und auch Kruse kritisiert: "Ich habe bisher keine Erklärung dafür, dass man sich so einen alten Spieler holt. Das ist ein Ersatz-Torwart. Den jetzt als Nummer eins zu holen, könnte schon ein Eigentor werden."

Bei Hertha - insgesamt noch auf der Suche nach neuen Führungsspielern - ist die Problemzone derweil am anderen Ende des Spielfelds ausgemacht. Stichwort: Tor-Flaute. In vier Vorbereitungsspielen blieb das Team drei Mal ohne Treffer. Einzig gegen Drittligist Viktoria Köln gelangen zwei Treffer. "Das Ding ist ja: Du kannst noch so eine gute Einstellung haben und noch so gut rammeln, aber du solltest vorne auch mal ein Tor schießen, um das Ganze ein bisschen zu beruhigen und ein Mannschaftsgefühl hinzukriegen", sagt Kruse.

Im DFB-Pokal wird es haarig

Klappen sollte das möglichst schnell. Denn schon am Freitag (20:45 Uhr) tritt Hertha in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Eintracht Braunschweig an. Einen Tag später (18:30 Uhr) startet Union in die Pflichtspiel-Saison. "Ich würde sagen: Zwei Mal ekelhaft. Braunschweig ekelhaft. Karlsruhe ekelhaft", analysiert Kruse. Beeck pflichtet bei: "Karlsruhe ist kein Traumlos. Wirklich ein schwieriges Los bei einem Drittligisten, der letzte Saison wirklich eine gute Rolle gespielt hat. Ich habe da ein bisschen Sorge."

Einen Moderatoren-Hinweis später muss der 48-Jährige lachen. "Ach, die spielen ja zweite Liga. Wir müssen die Folge wiederholen. Ich dachte, die wären wieder abgestiegen." Eins scheint (fast) sicher: Diesen Fauxpas wird sich Beeck im "Hauptstadtderby" bestimmt noch mal aufs Brot schmieren lassen müssen. Wenn das verbale Warmlaufen abgeschlossen ist und wieder so richtig gestichelt wird.

Kruse und das Außergewöhnliche

Kurz vor dem Schlussjingle will Kruse noch weise Worte über Kruse loswerden. Die Hertha-Ikone Axel spricht also über den Neu-Unioner Max und - so beschleicht einen das Gefühl - gleichzeitig über sich selbst. "Lass den Kruse, wie er ist. Einen Kruse kann man nicht verändern. Dann hat man ein Problem", sagt er. Als Intim-Kenner der Spezies Kruse. "Wenn du den einigermaßen hinkriegst, ist das ein wunderbarer Fußballer. Ich finde den Typen geil. Der scheißt sich nichts." Beeck stimmt ihm zu: "Das ist eine coole Story. Wenn der topfit ist und alles abrufen kann, was der Körper noch so hergibt, wird es eine Verstärkung!"

Und so schafft Unions Toptransfer Max Kruse, was sonst selten gelingt - Einigkeit herzustellen zwischen den beiden "Hauptstadtderby"-Experten.

Sendung: rbb24, 09.09.2020, 21:45 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Collage: Andreas Luthe 1. FC Union Berlin / Rafal Gikiewicz Torwart FC Augsburg (Quelle: imago images/Robin Rudel/Klaus Rainer Krieger)
imago images/Robin Rudel/Klaus Rainer Krieger

Union Berlin startet gegen Augsburg - Auftakt mit Torwarttausch

Der 1. FC Union startet mit erlaubten 4.400 Fans im Stadion an der Alten Försterei in die neue Saison. Während Unions Ex-Keeper Rafal Gikiewicz mit dem FC Augsburg zurück nach Berlin kommt, trifft sein Nachfolger ebenfalls auf seinen Ex-Verein. Von Stephanie Baczyk