Saisonstart mit 5.000 Zuschauern geplant - Union verkauft Dauerkarten - und setzt auf Gutschein-Lösung

Das Stadion an der Alten Försterei am 15.05.2020 vom rbb-Antenne-Verkehrsflieger aus fotografiert. (Quelle: rbb/Tino Schöning)
Bild: rbb/Tino Schöning

Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin will zum Start der Saison die behördlich erlaubte Obergrenze von 5.000 Zuschauern ausschöpfen - und startet am Freitag den Dauerkarten-Verkauf. Bis zum 10. September können sich Mitglieder, die in der abgelaufenen Saison bereits Dauerkarteninhaber waren, auch für die neue Spielzeit ihre Karte sichern. Das teilte der Klub am Mittwoch mit [fc-union-berlin.de]. Wer eine Dauerkarte erwirbt, kann am Losverfahren für die Ticket-Vergabe für die einzelnen Heimspiele teilnehmen.

Dabei verbindet der Verein krisenbedingt den Kauf der Karten mit einer Guthaben-Aktion. "Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ist die Dauerkarte in diesem Jahr auch eine Gutscheinkarte für das Union-Zeughaus", heißt es in dem Schreiben. Konkret bedeutet das: Sollte Dauerkartenbesitzern "aufgrund von Corona-Verordnungen der Zutritt zu Heimspielen verwehrt werden" oder sie kein Losglück haben, können sie Beträge, die nicht für Eintrittskarten verwendet wurden, nach dem Ende der Spielzeit für Einkäufe im Fanshop einlösen.

Zingler: "Auf jeden Fall ein fairer Gegenwert"

Seit dem 1. September gestattet eine neue Infektionsschutzverordnung Freiluftevents mit bis zu 5.000 Besuchern in Berlin. Die Zuschauerzahl könnte der Bundesligist also - Stand jetzt - zum Auftakt gegen Augsburg am 19. September zulassen. Insgesamt fasst das Stadion An der Alten Försterei 22.012 Fans. Union arbeite weiter "an Maßnahmen, die eine schrittweise Ergänzung der zugelassenen Kapazitäten durch die Politik ermöglichen können", heißt es.

Solange das aber nicht der Fall ist, gelinge es durch das Angebot sicherzustellen, "dass die Dauerkartenkäufer in jedem Fall einen fairen Gegenwert für ihr Geld bekommen, auch wenn jetzt schon absehbar ist, dass nicht alle Spiele besucht werden können." Der Wunsch, dass überhaupt Dauerkarten verkauft werden, kam demnach auch aus den Reihen der Fans. Er erreiche den Klub seit Wochen "und damit verbunden meist auch der Wunsch, den Verein zu unterstützen, unabhängig davon, wie viele Spiele man tatsächlich sehen wird. Dafür sind wir sehr dankbar."

Wer seine Dauerkarte unter diesen Umständen nicht verlängern möchte, behält dennoch sein Vorverkaufsrecht für die Saison 2021/22.

Sendung: Inforadio, 02.09.2020, 13:15 Uhr

3 Kommentare

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  1. 3.

    sehr schöne Entscheidung.

  2. 2.

    Als Dauerkartenbesitzer hat man das Vorverkaufsrecht für eine ebensolche für die folgende Saison. Wenn das Kontingent nicht ausgeschöpft wird, was nur in wenigen Fällen vorkommt, gehen diese Karten in den freien Handel. Bei 11000 DKs werden viele Corona-bedingt die Heimspiele in dieser Saison nicht besuchen können. Wer deshalb seine Karte für 20/21 nicht verlängern möchte, behält trotzdem das Anrecht darauf für die übernächste Saison, das er/sie unter normalen Umständen durch die Nichtverlängerung verloren hätte.

  3. 1.

    "Wer seine Dauerkarte unter diesen Umständen nicht verlängern möchte, behält dennoch sein Vorverkaufsrecht für die Saison 2021/22"

    Wieso für die Saison 2021/22? Wir haben jetzt erst einmal die Saison 2020/21. Was in einem Jahr der Fall sein wird, kann doch jetzt noch keiner voraussehen.

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