Darryl Geurts und Arlind Shoshi von Union Fürstenwalde im Duell mit dem Wolfsburger Wout Weghorst. / imago images/Hübner
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Video: Sportschau | 12.09.2020 | Stephanie Baczyk | Bild: imago images/Hübner

Erste Runde im DFB-Pokal - Fürstenwalde scheidet nach 1:4 in Wolfsburg aus

Union Fürstenwalde ist bei seiner DFB-Pokal-Premiere in der ersten Runde ausgeschieden. Zwar ging der große Außenseiter beim VfL Wolfsburg früh in Führung, musste sich am Ende aber mit 1:4 (1:2) geschlagen geben.

Der Spielverlauf

Früh geführt - die Sensation aber doch klar verpasst: Für den FSV Union Fürstenwalde ist das erste DFB-Pokal-Abenteuer der Vereinsgeschichte beendet. Der Regionalligist unterlag am Samstagnachmittag in der ersten Runde beim VfL Wolfsburg mit 1:4 (1:2).

Fünf Minuten waren gespielt, da hatte der Bundesligist die große Chance zur Führung: Der brasilianische Stürmer Joao Victor schaffte es jedoch nicht, den Ball aus wenigen Metern über die Linie ins leere Tor zu schieben. Fürstenwalde trat - unbeeindruckt von dieser Möglichkeit - in den ersten Minuten der Partie mutig auf und konnte die Wolfsburger Nachlässigkeit kurz darauf nutzen. Erst köpfte Lukas Stagge noch knapp über das Tor des VfL (7.), doch dann verwandelte Darryl Geurts einen Foulelfmeter zum 1:0 für den FSV (9.).

Der Außenseiter führte - und Wolfsburg lief an. Die Niedersachsen erarbeiteten sich schnell eine Vielzahl an Chancen, scheiterten aber zunächst weiterhin an eigenen Unzulänglichkeiten oder FSV-Keeper David Richter. Schließlich war es Victor, der zunächst zum Ausgleich traf (23.) und sechs Minuten später die 2:1-Führung für das Team von Oliver Glasner erzielte. Nach der Pause erhöhte Yannik Gerhardt auf 3:1 (60.). Hätte kurz darauf nicht die Latte das zweite Tor von Geurts verhindert, wäre es womöglich noch einmal spannend geworden (70.). Doch so sorgte Joshua Guilavogui mit dem 4:1 für die Entscheidung (77.).

Die Kurz-Analyse

Fürstenwalde hatte sich etwas vorgenommen. Underdog hin oder her: Sie wollten den VfL Wolfsburg bei ihrer ersten Teilnahme am DFB-Pokal richtig ärgern. Und tatsächlich gelang es dem Team von Matthias Maucksch in den ersten Minuten, den Bundesligisten kurzzeitig unter Druck zu setzen. Ein Vorteil für den FSV: Während die Niedersachsen erst noch im Pflichtspiel-Modus ankommen mussten, läuft in der Regionalliga Nordost schon seit mehreren Wochen die Saison.

Das 1:0 per Elfmeter war dann ein echtes Ausrufezeichen - und der Lohn für den mutigen Auftakt. Das erste DFB-Pokal-Tor des Vereinsgeschichte für die Brandenburger nährte die Träume vom ganz großen Coup. Doch die Rückkehr auf den wenig romantischen Boden der Fußball-Tatsachen folgte prompt. Wolfsburgs Überlegenheit wurde schnell drückend. David Richter im Tor von Fürstenwalde und die offensive Schludrigkeit der Gastgeber sorgten zwar dafür, dass der FSV lange eine theoretische Chance behielt. Wirklich nah dran war der FSV nach dem 2:1 für die Wolfsburger aber nicht mehr. Der Klassenunterschied war nun unübersehbar.

Der Liveticker zum Nachlesen

Sendung: inforadio, 12.09.2020

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