Union-Verteidiger Nico Schlotterbeck im Pokal-Duell in Karlsruhe. / imago images/Thomas Frey
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Video: rbb24 | 12.09.2020 | Sebastian Meyer | Bild: imago images/Thomas Frey

Erste Runde im DFB-Pokal - 1. FC Union bezwingt den Karlsruher SC in der Verlängerung

Der 1. FC Union Berlin steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Die Köpenicker taten sich beim Karlsruher SC lange schwer - gewannen aber schließlich nach Verlängerung mit 1:0. Für den Lucky Punch sorgten zwei Neuzugänge.

Der Spielverlauf

Später Jubel beim 1. FC Union: Durch ein Tor in der zweiten Hälfte der Verlängerung setzten sich die Köpenicker am Samstagabend in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 1:0 (0:0, 0:0) beim Zweitligisten Karlsruher SC durch.

Es dauerte nur wenige Minuten, da hatte Union die erste richtig gute Chance und das - wie so oft - nach einer Ecke von Christopher Trimmel: Die Hereingabe des Kapitäns landete bei Marvin Friedrich, dessen Abschluss an den Pfosten des Karlsruher Tores klatschte (4.). Die erste sollte jedoch gleichzeitig die letzte Top-Möglichkeit der ersten Halbzeit sein. Danach warteten die 450 Zuschauer im Wildpark-Stadion vergeblich auf Torgefahr.

Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht viel. Es war zunehmend der Zweitligist, der die Initiative übernahm. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr drängte der KSC - ohne dass die Offensive der Badener den neuen Union-Keeper Andreas Luthe jedoch vor allzu große Aufgaben stellte. Ein strammer Schuss von KSC-Stürmer Marco Djuricin aus rund zwanzig Metern gehörte noch zu den größeren Offensiv-Aufregern (75.).

Christian Gentner hatte - erneut nach Trimmel-Ecke - kurz vor Schluss noch die Chance, die Köpenicker doch noch vor einer Verlängerung zu bewahren. Doch sein Schuss ging über das Tor. So gab es 30 Minuten Zusatz-Zeit, in denen zunächst vor den Toren auch nicht viel passierte. Die Partie schien bereits auf ein Elfmeterschießen zuzusteuern. Doch dann erlöste Nico Schlotterbeck mit seinem 1:0 per Seitfallzieher nach Freistoß von Niko Gießelmann die Köpenicker (117.).

Die Kurz-Analyse

Am Ende zählt in der ersten Runde des DFB-Pokals nur das Weiterkommen. Das ist ebenso banal wie richtig - erst recht, wenn der Gegner ein solch unangenehmer Zweitligist wie der Karlsruher SC ist. Trotzdem sollte der Auftritt im Wildpark-Stadion eine Woche vor dem Start in die Bundesliga-Saison nachdenklich stimmen in Köpenick.

Denn gerade offensiv war das, was das Team von Urs Fischer über weite Strecken zeigte, erschreckend harmlos. Wenn es in 90 Minuten bei einem klassentieferen Gegner nur zu einer richtig guten Möglichkeit reicht - und die nicht einmal herausgespielt ist, sondern aus einem Standard entsteht - ist das kein besonders gutes Arbeitszeugnis.

Der Treffer von Nico Schlotterbeck war dann natürlich ein Genuss für alle Fußball-Ästheten. Wie der Neuzugang aus Freiburg schräg in der Luft lag und den Ball im Tor versenkte - formvollendet schön. Aber auch dieser Aktion ging ein Freistoß voraus. Spielerisch muss zum Liga-Auftakt gegen Augsburg (Samstag, 15:30 Uhr) mehr kommen. Viel mehr. Dann ja vielleicht auch mit der Hilfe von Königstransfer Max Kruse, der im Pokal noch mit lädiertem Knöchel fehlte. Wie dringend Union seine Kreativität gebrauchen kann, war jedenfalls überdeutlich.

Das sagt das Netz

Erste Runde DFB-Pokal. Zeit, es sich bei einer wohlverdienten Belohnung gemütlich zu machen.

Wenn das Spiel nur nicht so nervenaufreibend wäre.

Es ist schwere Kost. Viel Kampf - wenig Fußball.

Doch wer durchhält, wird belohnt.

Nach Keven glänzt also nun Nico Schlotterbeck beim 1. FC Union. Da stellen sich dem Köpenicker Fan wesentliche Fragen.

Der Liveticker zum Nachlesen

Sendung: inforadio, 12.09.2020

Kommentar

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12 Kommentare

  1. 12.

    .. Tach gesagt, also ich lese hier nicht so schlimme Sachen??? Jetzt rufen wa schon nach RBB-Reaktionen, ich glaube, dass Sie die meisten Kommentare nicht verstehen. Und richtig, bleiben Sie ihren Verein treu!!! Da wird bestimmt nie diskutiert. In Berlin wird eben alles kommentiert aber nicht einer weder Unioner noch Herthaner fragt nach "Mutti" oder RBB

  2. 11.

    Jetzt geht diese Berliner Art des Hetzens gegen den jeweiligen anderen Verein wieder los. Kein Wunder, dass man als Zugereister lieber seinem Heimatverein treu bleibt. Ihr hab keine sportliche Rivalität mehr, Ihr pflegt Euren Hass auf den jeweils anderen Verein. Ätzend. Kann der RBB nicht mal ausgleichend etwas sagen? Das hier ist Eure Seite und Ihr bietet Platz für Kommentare. Aber dann solltet Ihr auch mal moderieren, wie es jeder Gastgeber machen sollte. Ich empfinde die Kommentare hier mehr als feindlich ggü. dem eigentlich sportlichen Rivalen. Sport lebt von FairPlay, sollte für die Fans auch gelten. Bitte alle mal darüber nachdenken, was Ihr wollt. Ich lese das hier zwar mit Interesse, aber auch mit Entsetzen. Das war letzte Saison schon schlimm. Und daher die Bitte an den RBB, macht etwas.

  3. 10.

    Ist der Minderwertigkeitskomplex in Köpenick so groß, dass man sogar zu einem Artikel, der das Spiel der eigenen Mannschaft beschreibt, diffamierende Kommentare über Hertha absondern muss?
    Armselig!

  4. 9.

    Eisern ! Weiter ... !

  5. 8.

    Glückwunsch! Pflichtaufgabe erfüllt! Weitere Pokaleinnahmen eingenommen! In der heutigen Zeit ja mehr als wichtig! Wir müssen aber nicht drumherum reden, Leistung ist ausbaufähig!
    Ich wünsche den Eisernen viel Erfolg für die Saison 2020/2021 für das Erreichen Ihrer Ziele! Das heißt klipp und klar Klassenerhalt!
    Viele Grüße an alle Union-Fans aus der Lausitz!

  6. 7.

    Immer mit der Ruhe, das ist Pokal. Im Moment ist sowieso alles ein wenig anders. Für die Moral war das gut. Jetzt hoffentlich mit Zuschauern gegen Augsburg, das ist eine andere Nummer.

  7. 6.

    Ein wirklich überzeugender Sieg. Sie können stolz sein. Union ist jetzt absoluter Favorit auf den Pokalksieg.

  8. 5.


    Alles gut. Wir sind weiter. Am Ende fragt keiner danach wie es zustande kam. Das Ergebnis allein zählt, ob es einigen hier passt oder nicht. Wir sind weiter, andere halt nicht. Lasst sie einfach in ihrer schmollecke und trauern. Vielleicht hilft es ja...

  9. 4.

    Hertha macht eine auf chic, aber Union zeigt Zusammenhalt! Das ist der unterschied!
    Union ist und bleibt die bessere Mannschaft, sie bewahrt die Nähe zu ihren Fans. Schon deshalb alles Glück der Welt für UNION!!

  10. 3.

    Es war kein schönes Spiel, aber am Ende steht Union besser da als die Blau-Weiße Schande von Bruno. Lars, Pteetz und den Sklavenmeister Gegenbauer. Ich sage nur eins U. N. V. E. U.

  11. 2.

    Meine Güte, erst Hertha solch ein Mist und dann Union fast auch raus. Berliner haben es echt schwer ;-) Zwei Bundesligisten und beide echt noch nicht in Form.

  12. 1.

    Das war zwar schon etwas glücklich, aber Union hat gekämpft und Profil gezeigt. Glückwunsch, so bleibt der Stadt wenigstens das totale aus in der ersten Pokalrunde erspart.

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