Dominik Pelivan jubelt mit seinen Mitspielern (imago images)
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Video: rbb24 | 23.09.2020 | Uri Zahavi | Bild: imago images

7. Spieltag in der Regionalliga Nordost - Cottbus schlägt Fürstenwalde mit 3:1

Energie Cottbus hat den ersten Heimsieg der Saison eingefahren. Neben den drei Punkten darf sich die Mannschaft von Dirk Lottner vor allem darüber freuen, dass die Änderungen des neuen Trainers greifen.

Der FC Energie Cottbus hat den ersten Heimsieg der Saison eingefahren. Gegen Union Fürstenwalde gelang vor 2.000 Zuschauern ein 3:1-Erfolg. Die Tore für Cottbus erzielten Nils Stettin (4. Minute), Dominik Pelivan (18.) und Felix Brügmann (60.). Für Fürstenwalde traf Louis Böcker (67.). Nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel unter Neu-Trainer Dirk Lottner rückt Energie in der Tabelle damit auf Rang neun vor, Fürstenwalde fällt vom vierten auf den sechsten Rang.

Eisenhuth ragt heraus

Wie schon bei seinem Debüt in Babelsberg setzte Lottner auch an diesem siebten Spieltag der Regionalliga Nordost auf eine Dreierkette in der Abwehr und schickte seine Mannschaft in einem 3-5-2 auf das Feld. Und auch wenn bereits in der ersten Spielminute beide Mannschaften jeweils einmal im gegnerischen Strafraum aufgetaucht waren, dominierte fortan Cottbus das Geschehen.

Vor allem über die rechte Seite kam Energie immer wieder zu Chancen. Insbesondere Tobias Eisenhuth verließ immer wieder seine zentrale Mittelfeldposition, um über die Flanke Gefahr zu entwickeln. So wie in der vierten Spielminute, da Eisenhuth von rechts in den Strafraum flankte und über den Umweg Felix Brügmann Nils Stettin fand, der mit einer Art Karate-Kick zum 1:0 traf.

Cottbus hält dem Druck stand

In der Folgezeit zogen sich die Gastgeber etwas zurück und verlegten sich auf ein schnelles Umschaltspiel. Das 2:0 in der 18. Minute fiel dann allerdings im Anschluss an einen Freistoß. Nach einer Hereingabe von Axel Borgmann von der rechten Seite köpfte Dominik Pelivan unhaltbar ein.

Fürstenwaldes Versuche einer schnellen Antwort beschränkten sich auf Einzelaktionen. Spielerisch gelang der Mannschaft von Trainer Matthias Maucksch wenig, einzig ein Kopfball nach Ecke in der 23. Minute brachte Gefahr. Torchancen waren in der Folge auf beiden Seiten Mangelware, Zweikämpfe im Mittelfeld prägten das Bild.

Dementsprechend reagierte Fürstenwalde zur Halbzeit, stellte in der Abwehr von Vierer- auf Dreierkette um und versuchte Cottbus nun schon weit in deren Hälfte zu Fehlern zu zwingen. Doch Energie befreite sich immer wieder souverän, ohne jedoch selbst gefährlich werden zu können.

So spielten die anderen Teams

Stattdessen konnte Cottbus in der 60. Minute sogar auf 3:0 erhöhen. Nach einer Ecke sprang der Ball an die Hand von Fürstenwaldes Malik McLemore. Den fälligen Strafstoß verwandelte Felix Brügmann. Danach verfiel das Spiel in alte Muster, bot viel Kampf, viele intensive Zweikämpfe. Umso überraschender dann der 1:3-Anschlusstreffer Fürstenwaldes durch Louis Böcker, der eine Ecke von Joshua Putze ins Tor köpfen konnte. Der abermals von Energie-Coach Dirk Lottner berücksichtigte Toni Stahl im Tor der Gastgeber war machtlos, ansonsten souverän, aber auch wenig beschäftigt. Denn Fußball wurde bis zum Schlusspfiff wieder vorrangig mehr gekämpft als gespielt.

Ins Rennen um den Drittliga-Aufstieg wird Cottbus trotz der drei Punkte aber wohl so schnell nicht eingreifen können. Denn auch wenn die VSG Altglienicke als Tabellenzweiter gegen Babelsberg nur zu einem 1:1 kam (Torschützen: Tolcay Cigerci, 90. | Daniel Frahn, 46.), behielt zumindest Tabellenführer Viktoria Berlin seine blütenreine Weste und feierte beim 3:0 in Meuselwitz (Torschützen: Christopher Theisen (5. Minute), Kimmo Hovi (71.) und Enes Küc (74.)) den siebten Sieg im siebten Spiel und hat nunmehr fünf Punkte Vorsprung auf die zweitplatzierte VSG. Auf Platz drei folgt der BFC Dynamo, der sich beim Drittliga-Absteiger Chemnitzer FC mit 1:0 durchsetzen konnte (Torschütze: Ronny Garbuschewski/Foulelfmeter).

Im Tabellenkeller gewann der Tabellenvierzehnte Lichtenberg 47 mit 3:2 gegen den VfB Auerbach (Torschützen für Lichtenberg: Tarik Gözüsirin (26. Minute) und Christian Gawe (70. Und 85.)), Optik Rathenow (19. Platz) kam zu einem 2:2 gegen Lok Leipzig (Torschützen für Rathenow: Jonathan Muiomo (16. Minute) und Lucas Will (90.)).

Sendung: rbb24, 23.09.2020, 21:45 Uhr

8 Kommentare

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  1. 8.

    Aus der Karnevalshochburg Köln zur Faschingshochburg Cottbus hat Herr Lottner der Truppe Leben eingehaucht. Wenn ich mich an das Lichtenberg-Spiel erinnere, wo chaotisch und ziellos dem Ball hinterhergerannt wurde, war das Spiel gestern ein ganz anderes Auftreten... es wurde gefightet, gerannt und auch stellenweise gut kombiniert. Die Abwehr erschien mir stabil, ich hatte nie das Gefühl, dass sie noch schwammig werden und was anbrennen kann. So kann es weitergehen.

  2. 7.

    Falls jemand Interesse hat : Im MDR sind auch ausführliche Spielberichte . Auch von TeBe !!

  3. 5.

    Gratulation an die Mannschaft. Hätte nicht gedacht, dass ein Kölsche Jong die Mannschaft super einstellt mit mehr Elan und Selbstvertrauen in so kurzer Zeit. So kann es weitergehen. Konzentriert euch nun auf Lok Leipzig. Das ist wieder ein anderes Kaliber.

  4. 4.

    Warum wird nicht über den BFC Dynamo im RBB berichtet?? Sind ein 0:1 Sieg in Chemnitz und der Sprung auf Platz 3 es nicht wert, dass über den Verein mit den meisten Fans aus Berlin unterhalb der ersten Liga berichtet wird? Unverständlich. Persönliche Animositäten?

  5. 3.

    Super, einfach ein faires und gutes Spiel und dann hier nur mit fairen Kommentaren. Was Herr Mauksch mit Fürstenwalde erreicht hat ist absolut beeindruckend! Und mal schauen wie es mit Energie weiter geht. Es ist toll, wenn es spannend ist. Gruß an alle sachlichen Menschen vor den Bildschirmen!

  6. 2.

    Nichts ist größer als die BSG. Weiter und immer vorwärts.

  7. 1.

    Glückwunsch an Dirk Lottner und die Mannschaft. Vor allem die Art des Auftretens macht wieder Hoffnung.

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