Die Cottbuser Spieler Axel Borgmann (l.) und Max Kremer im Duell mit Leipzigs Gabriel Boakye (imago images)
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Video: rbb UM6 | 27.09.2020 | Simon Wenzel | Bild: imago images

Regionalliga Nordost | Cottbus 1:1 bei Lok Leipzig - Energie unter Lottner weiter ungeschlagen

Mit dem historischen Neun-Punkte-Start wurde es nichts für Energies neuen Trainer Dirk Lottner. Doch immerhin blieb die Mannschaft unter seiner Führung auch beim Vorjahresmeister aus Leipzig ungeschlagen.

Energie Cottbus hat am 8. Spieltag in der Regionalliga Nordost 1:1 beim 1. FC Lok Leipzig gespielt. Damit verpasste Energies neuer Trainer Dirk Lottner zwar den historischen Neun-Punkte-Traumstart, der bisher noch keinem Cottbuser Trainer gelungen ist, bleibt aber immerhin ungeschlagen.

Beim Vorjahresmeister aus Leipzig, der in der Relegation zur 3. Liga nur aufgrund der Auswärtstorregel am SC Verl gescheitert ist, erwischten die Gäste aus der Lausitz einen denkbar schlechten Start. Bereits in der 4. Minute ging die Heimmannschaft durch ihren Spielmacher Paul Schinke in Führung, nachdem Energies Verteidiger Matthias Rahn eine Flanke von links nur direkt vor dessen Füße klären konnte.

Max Kremer vom Punkt

Es war der erste Rückstand unter Dirk Lottner, der allerdings kaum für Verunsicherung sorgte. Cottbus übernahm das Spielgeschehen, versuchte in der Offensive wie schon in den Spielen zuvor viel über die Außen, insbesondere die linke Seite. Die Konter der schnellen Leipziger hatte Cottbus gut im Griff, dafür in der 16. Minute Glück nach einem Eckball, den Leipzigs Mike Eglseder an den Pfosten setzte.

In der Folge prägten dann vor allem Zweikämpfe das Bild. Dementsprechend fiel dann auch der Ausgleich für Energie. Nach einem Freistoß von der rechten Seite fielen im Leipziger Strafraum gleich zwei Cottbuser Spieler, Schiedsrichter Bartnitzki zögerte zum Entsetzen der Gastgeber keine Sekunde und Max Kremer verwandelte den Elfmeter souverän (31. Minute).

Toni Stahl souverän

Fußball gab es im Anschluss wieder wenig zu sehen, es reihte sich Zweikampf an Zweikampf. Bis zur 44. Minute, da Max Kremer allein auf das Leipziger Tor zulief, den Ball anschließend allerdings neben den Pfosten setzte. Und als müsste auch hier ein Ausgleich hergestellt werden, vergab nur eine Minute später Djamal Ziane auf der Gegenseite in ähnlich aussichtsreicher Position. Seine Direktabnahme aus zwölf Metern landete direkt in den Armen des erneut souveränen Energie-Keepers Toni Stahl.

Die Geschichte der zweiten Halbzeit dann ist schnell erzählt. Wenig Fußball, viele Fouls und jeweils zwei ansprechende Chancen auf beiden Seiten. Während Toni Stahl seine Mannschaft in der 79. Minute mit einer Glanzparade vor dem Rückstand bewahrte, vergab Energies Topstürmer Felix Brügmann in der 57. Minute zunächst per Fuß, in der 78. Minute schließlich per Kopf.

Die nächste Generation Piplica

So blieb es am Ende beim leistungsgerechten Unentschieden und einer besonderen Einwechslung. Denn in der 83. Minute kam Mittelfeldspieler Zak Paulo Piplica für Lok Leipzig ins Spiel, unter den Augen seines Vaters, Cottbus-Legende Tomislav Piplica.

In der Tabelle rutscht Cottbus nach diesem 8. Spieltag auf Rang 10 der Tabelle ab. Auch, weil Hertha II sein Heimspiel gegen Chemnitz mit 1:0 gewinnen (Torschütze: Jessic Ngankam/57. Minute) konnte und nun auf Rang 9 liegt. An der Tabellenspitze konnte die VSG Altglienicke (2. Platz) weiterhin Anschluss halten an Viktoria Berlin, da die Mannschaft von Karsten Heine mit 3:1 bei Union Fürstenwalde (7. Platz) gewann (Torschützen: Anton Kanther/80. Minute) für Fürstenwalde, Patrick Breitkreuz (6.) und Tolcay Cigerci (33. Und 79.) für Altglienicke).

Der BFC Dynamo (4.) kam gegen den Tabellen-19. Optik Rathenow hingegen nur zu einem 2:2 (Torschützen: Ronny Garbuschewski (35. Minute) und Chris Reher (78.) für Dynamo, Nicola Köhler (38.) und Gojko Karupovic (65.) für Rathenow). Auch, weil mit Jonas Zickert (67. Minute) und Ronny Garbuschewski (72.) gleich zwei BFC-Spieler Platzverweise kassierten.

Sendung: rbb UM6, 27.09.2020, 18:15 Uhr

Beitrag von Ilja Behnisch

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