Herthas neuer CEO Carsten Schmidt. Bild: imago-images/pmk
Audio: Inforadio | 17.09.2020 | Jens-Christian Gußmann | Bild: imago-images/pmk

Ex-Sky-Chef Schmidt kommt - Neuer Vorgesetzter für Preetz: Hertha BSC stellt CEO vor

Hertha BSC hat überraschend einen neuen Geschäftsführer vorgestellt - und dabei einen neuen Posten geschaffen: Der ehemalige Sky-CEO Carsten Schmidt macht aus der bisherigen Doppelspitze ein Trio. Er wird dabei der Chef von Michael Preetz und Ingo Schiller.

Hertha BSC erweitert seine Geschäftsführung mit dem bisherigen Sky-Chef Carsten Schmidt. Das gab der Bundesligist überraschend am Donnerstagnachmittag bekannt. Der 56-Jährige soll ab Dezember die Bereiche Marketing, Vertrieb, Strategie, Unternehmenskommunikation und Internationalisierung verantworten und wird außerdem Vorsitzender der Geschäftsführung.

Mitglied in DFL-Taskforce

Damit ist Schmidt nun der neue Vorgesetzte von Ingo Schiller und Michael Preetz, die beide Geschäftsführer ihrer jeweiligen Bereiche Finanzen und Sport bleiben. Einen Vorsitzenden der Geschäftsführung gab es laut Organigramm bislang nicht, auf der Homepage des Vereins wurden Michael Preetz und Ingo Schiller bislang als gleichberechtigte Geschäftsführer ihrer Bereiche gelistet.

"Unser Ziel war es, den in den vergangenen Jahren stetig wachsenden Anforderungen in einem Bundesliga-Verein als Wirtschaftsunternehmen Rechnung zu tragen und die Geschäftsführung zu erweitern", wird Hertha-Präsident Werner Gegenbauer in der Vereinsmitteilung zitiert. Der Aufsichtsratsvorsitzende Torsten-Jörn Klein hob auch Schmidts Rolle in der Task Force der Deutschen Fußball Liga zum Thema "Zukunft Profifußball" hervor. Man habe mit Schmidt einen "erfahrenen, entscheidungsstarken und teamorientierten Manager" bekommen, der über ein "starkes Netzwerk" verfüge.

Schmidt 20 Jahre lang bei Sky

Bei seinem Aufgabenbereich sieht Schmidt viele Schnittstellen zu dem von Manager Preetz, die Aufgaben seien aber auch klar getrennt. "Er ist der Fachmann. Ich will verstehen, was wir tun. Ich werde Coach sein. Ich werde mir Kenntnisse aneignen. Wir werden in der Geschäftsführung die Möglichkeiten erörtern", sagte der 56-Jährige zur Aufgabenverteilung in der ab 1. Dezember dreiköpfigen Geschäftsführung des Berliner Fußball-Bundesligisten.

"Aber Michael Preetz hat die Richtlinien-Kompetenz in seinem Bereich. Ich komme nun mal definitiv nicht aus dem Sport. Aber ich bin auch nicht kenntnislos ob des Geschäfts", ergänzte er.

Carsten Schmidt hatte bereits im vergangenen Jahr seinen CEO-Posten bei Sky aufgegeben und war in diesem Jahr nur noch als Berater für das Medienunternehmen tätig. Zuvor hatte er 20 Jahre lang in leitender Rolle bei Sky gearbeitet. "Deswegen bin ich eine gute Ergänzung mit einer eigenen Sichtweise."

Sendung: Inforadio, 17.09.2020, 16.15 Uhr

13 Kommentare

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  1. 13.

    Super, das die Fans bedingungslos hinter dem Verein stehen, auch wenn man Arroundtown als TrikotSponsor und einen Zingler als Präsidenten hat ... Und was war bitte die Geschichte mit Polter?! Egal, im Köpenicker Wald ist ja immer alles rosarot, egal was passiert.

  2. 12.

    Ja, es ist mir wahrlich egal, was, wer, wann, warum etwas für die Hertha macht.
    Es gibt in Berlin einen Verein, der mit Herzblut Fußball spielt und der die Sele ins Spiel bringt. Dessen Fans hinter dem Verein stehen, unvoreingenommen, bedingungslos. Und, vor allen Dingen, steht das Management hinter der Mannschaft und die Mannschaft hinter dem Management - wie auch die Fans. Solchen peinlichen Personen, wie Preetz eine ist, wäre bei Union Berlin schon längst die Tür gewiesen.

  3. 11.

    Ich hoffe, dass er sich schnell von Herrn Preetz trennt. Herr Preetz macht den Job schon 12 Jahre hat eine extrem negative Ausstrahlung und sportlich befindet sich Hertha seit der Entlassung von Pal Dardei und trotz der ausgegebenen Millionen Im Sinkflug. Die verpflichteten Spieler passen nicht zusammen. Das ist doch offensichtlich. Mit Herrn Preetz wird es keinen positiven Aufbruch bei Hertha geben.

  4. 10.

    Carsten Schmidt war von 2015 bis 2019 Vorsitzender der Geschäftsführung der Sky Deutschland GmbH.
    Vor seiner Berufung in den Vorstand von Sky Deutschland war er seit 1999 als Sportchef für das Medienunternehmen tätig. Das sind genau die Personen, die den Profifußball genau da hingebracht haben, wo er jetzt ist.
    Eine völlig überkommerzialisierte Angelegenheit, in der es nur um eins geht: Immer mehr, immer mehr.
    Da ist ja der richtige bei der neuen Hertha an Board gebracht worden......

  5. 9.

    na da bin ich gespannt.Herr Preetz wird peinlichst darauf beharren dass er die Kompetenz in Person ist.Preetz ist sich nicht im Klaren dass das auch eine Massnahme ist, um im zu zeigen , dass sein Selbstbildnis nicht unbedingt das gleiche ist wie die Geldgeber das sehen.Und da meine ich nicht Herrn Gegenbauer.Wenn er jetzt nicht begreift muss er sich einen neue Spielwiese suchen um seinen Ego zu befriedigen..Ich denke immer noch an die völlig unnötige Trainerentlassung von Pal Dardai.Der hat sich immer an dem orientiert was zur Verfügung stand und hat mit seiner anständigen und kompetent menschlichen Art und 100 Prozent Hertha,das beste Rausgeholt.Wenn der die Spieler bekommen hätte ,die er für richtig hielt dann wäre Hertha weiter.Was dann kam war einfach Versagen, keine spieler geholt die Hertha wirklich weitergebracht haben.Trotz des Geldes .

  6. 8.

    Der BCC braucht nicht noch mehr Häuptlinge , sondern Indianer !
    Es hätte doch genügt , Preetz zu entfernen !
    Arme alte Dame HERTHA !

  7. 7.

    Ein cleverer Schachzug !

  8. 6.

    Ich hoffe er setzt sich durch und räumt auf.

  9. 4.

    Wozu braucht man 3 Geschäftsführer, oder ist das der schleichende und überfällige Abgang des Geschäftsführers PREETZ. Zeit wird es. In der Hoffnung das es so kommt sehen ich dieZeit ohne den Geschäftsführer PREETZ herbei.
    MfG
    Bernito

  10. 3.

    CEO von Sky?
    Da darf man sich jetzt bestimmt über neue Anstoßzeiten freuen.
    Wie wäre Montag, 21:45 Uhr?

  11. 2.

    Wenn die Hertha schon nichts zu Wege bringt, dann wenigstens mit einem Wasserkopf an Verwaltung.

  12. 1.

    Dieser Schritt war überfällig.Sehr gut.

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