Oft nur zweiter Sieger: Alba Berlin (hier Luke Sikma) gegen Anadolu Efes Istanbul. / imago images/Bernd König
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Audio: Inforadio | 13.10.2020 | Christian Riedel | Bild: imago images/Bernd König

72:93-Pleite in der Euroleague - Fehlerhafte Albatrosse ohne Chance gegen Istanbul

Drittes Spiel, dritte Niederlage: Alba Berlin tut sich in der Basketball-Euroleague weiter schwer. Gegen Anadolu Efes Istanbul verlor der deutsche Meister mit 72:93 (35:53). Das türkische Top-Team nutzte die Abstimmungsprobleme der Albatrosse früh aus.

Alba Berlin wartet auch nach drei Spielen in der Königsklasse weiter auf den ersten Sieg. Die Hauptstadt-Basketballer unterlagen am Dienstagabend Anadolu Efes Istanbul um den früheren deutschen Nationalspieler Tibor Pleiß mit 72:93 (35:53). Zuvor hatte Alba bereits bei Maccabi Tel Aviv und gegen Bayern München verloren.

Zäher Start

Die Berliner kamen nur äußerst schwer in die Partie. Während Anadolu Efes aus allen Lagen traf und traf und traf, landete bei Alba in den ersten fünf Minuten der Partie gerade einmal ein Dreier von Marcus Eriksson im Korb. Eine mickrige Ausbeute, die einen frühen zweistelligen Rückstand bedeutete (3:16). Auch gegen Istanbul zeigte sich von Beginn an: Es hakt noch gewaltig bei den Albatrossen.

Die Suche nach der basketballerischen Selbstverständlichkeit der Vorsaison dauert an. Verwunderlich ist das nicht, schließlich muss Alba zahlreiche neue Spieler integrieren. Doch das türkische Top-Team ließ den Hauptstadt-Klub erneut bitter spüren: Unter den Besten Europas gibt es kaum Zeit für die Mannschaft, nach dem Umbruch sich selbst zu finden. Ganz im Gegenteil: Anadolu Efes nutzte die vielen Abstimmungsprobleme und Ballverluste regelmäßig eiskalt aus.

Dreier halten Alba zumindest ein wenig im Spiel

Und so liefen die Berliner mal mehr, mal weniger deutlich hinterher. Der einzige Trumpf des Teams von Aito Garcia Reneses waren die Würfe aus der Distanz, die gerade zu Beginn mit hoher Wahrscheinlichkeit durchs Netz segelten. Sie sorgten dafür, dass die Gäste nicht vollends enteilten. Dass Alba - auch aus schwierigsten Positionen - immer wieder zu diesem Mittel griff, offenbarte aber gleichzeitig auch die spielerischen Nöte. Je näher sie dem Korb kamen, desto weniger klappte. Zur Pause lagen die Berliner mit 35:53 hinten.

Entsprechend klar fiel die Analyse des Sportdirektors Himar Ojeda beim Streaming-Dienst Magenta-Sport aus: "Sie machen alles besser als wir", sagte er. Es war eine schonungslos ehrliche Einschätzung. Die abgezockten Istanbuler zeigten - ohne selbst glänzen zu müssen - deutlich, was Alba momentan zu einem europäischen Spitzenteam fehlt. Zwar hatte der Klub aus der türkischen Hauptstadt seine ersten beiden Spiel der Saison auch verloren, thronte in der vergangenen jedoch vor dem Abbruch auf dem ersten Platz der Tabelle.

Offensive kommt etwas besser in Schwung

Kurz nach dem Seitenwechsel lag Alba dann schon über zwanzig Punkten zurück (39:60). Danach kam die Offensive der Gastgeber aber etwas besser in Schwung und zu Beginn des letzten Viertels verkürzte der deutsche Meister wieder auf zwölf Punkte (61:73). Doch die Hypothek der ersten Halbzeit - insbesondere des ersten Viertels - war zu hoch. Auch weil Alba sich weiterhin zu viele Schwächephasen leistete. So wurde es am Ende dann doch eine deutliche Pleite.

Sendung: rbb24, 13.10.2020, 21:45 Uhr

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