Füchse-Spieler Lasse Andersson im Spiel gegen Magdeburg. Quelle: dpa/Andreas Gora
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Video: rbb24 | 06.10.2020 | Sebastian Meyer | Bild: dpa/Andreas Gora

Handball-Bundesliga - Füchse verlieren Prestige-Duell gegen Magdeburg deutlich

Krachende Niederlage für die Füchse Berlin: Gegen den SC Magdeburg unterlagen die Berliner klar, am Ende stand ein Zehn-Tore-Rückstand auf der Anzeigetafel. Auf den neuen Trainer Jaron Siewert wartet gerade in der Offensive noch viel Arbeit.

Handball-Bundesligist Füchse Berlin hat im ersten Heimspiel der Saison eine deutlich Niederlage hinnehmen müssen. Vor 750 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle verlor die Mannschaft von Jaron Siewert am Dienstag das Prestige-Duell gegen den SC Magdeburg klar mit 22:32 (12:14). Ähnlich wie im ersten Spiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen zeigten die Berliner gerade in der Offensive Schwächen.

Enges Spiel in Durchgang eins

Dabei kamen die Füchse, bei denen Jacob Holm und Fabian Wiede nach überstandener Verletzung zurück ins Team rückten, anders als im ersten Saisonspiel in Nordhorn zunächst besser in die Begegnung. Die Fans sahen zu Beginn ein gutes Handball-Spiel, wenn auch ohne die sonst zwischen den Füchsen und Magdeburg übliche hitzige Atmosphäre auf den Rängen. Gerade die beiden Defensivabteilungen zeigten sich in der Anfangsphase gut in Form, es entwickelte sich ein enges Spiel. Nach einer Viertelstunde stand ein 7:7 auf der Anzeigetafel.

Im Anschluss gelang es den Füchsen trotz doppelter Überzahl nicht, Magdeburg in Bedrängnis zu bringen und sich abzusetzen. Ähnlich wie in Nordhorn hatten die Füchse auch gegen Magdeburg immer wieder Abstimmungsprobleme in der Offensive, viele Zuspiele und Würfe kamen zu ungenau. Daher verdient gingen die Gäste dank einer guten Phase in der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs beim Stand von 12:9 erstmals mit drei Zählern in Führung. Vor der Halbzeit verkürzten die Berliner auf zwei Treffer, es ging mit einem 14:12 für Magdeburg in die Kabinen.

Magdeburg nach der Pause besser

Nach Wiederanpfiff zeigten sich die Gäste weitaus aktiver und effektiver als die Mannschaft von Jaron Siewert, der am Dienstag seine Heimpremiere als Füchse-Trainer feierte. Erstmals erspielte sich Magdeburg einen komfortablen Vier-Punkte-Vorsprung.

Die Berliner nutzten die eigenen Würfe weiter nicht gut genug, auf der Gegenseite bekam Füchse-Schlussmann Dejan Milosavljev nur selten eine Hand an den Ball. So gelang es dem Team von Bennet Wiegert, den Vorsprung mit nur relativ geringem Aufwand auszubauen. Die Berliner fanden kein Mittel, zurück ins Spiel zu kommen - 15 Minuten vor dem Schlusspfiff lag Magdeburg mit sieben Treffern in Front (22:15).

Bis zum Spielende wurde es sogar noch deutlicher: Am Ende verloren die Berliner mit einem Rückstand von zehn Toren (22:32). Ein ernüchternde Heimspiel-Premiere für den neuen Füchse-Coach Siewert.

Sendung: rbb24, 06.10.20, 21:45 Uhr

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