Energie-Kapitän Jan Koch (Quelle: imago images/Steffen Beyer)
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Regionalliga | Cottbus empfängt Luckenwalde - Lieber Training statt Netflix

Die Fußball-Regionalliga geht in die Corona-Zwangspause. Das Heimspiel gegen Luckenwalde am Sonntag wird damit das vorerst letzte für Energie Cottbus sein. Doch was kommt danach? Von Andreas Friebel

 

rbb|24 zeigt das Spiel am Sonntag ab 13:25 Uhr im Livestream.

Eigentlich hätten sie in Cottbus Grund zur Freude: Nach dem unerwarteten und vor allen Dingen glücklichen Auswärtssieg in Jena (2:1) ist die drohende sportliche Krise abgewendet. Doch nachdem die Regionalliga ab Montag ihren Spielbetrieb einstellt, machen sich Spieler und Trainer Dirk Lottner Gedanken, über das was da kommt.

Dabei steht ja am Sonntag noch das Heimspiel gegen Luckenwalde an. "Die Umstände beschäftigen uns. Trotzdem ist es unsere Aufgabe, uns mit dem Gegner auseinanderzusetzen und uns nicht ablenken zu lassen. Auch wenn es schwer ist", so Lottner. Er sieht in Luckenwalde eine Mannschaft, die "voll im Plan liegt, aber sich schwer tut, Tore zu erzielen". 13 Treffer hat der FSV in dieser Saison bislang erzielt. Cottbus ist mit 17 nicht viel besser. "Wir werden Luckenwalde erst bearbeiten und dann bespielen. Hoffentlich in der Art und Weise, wie wir es am Mittwoch die erste Halbzeit in Jena gemacht haben."

Ab Montag Zwangspause auch für Cottbus

Und dann geht es in die Zwangspause. Wobei noch unklar ist, ob die Vereine trotzdem noch trainieren dürfen oder nicht. Streng genommen dürfte auch nicht mehr trainiert werden. Der Nordostdeutsche Fußballverband sprach am Freitag aber in einer Mitteilung lediglich davon, dass der Spielbetrieb ruht. Hier hofft Dirk Lottner darauf, dass Mannschaftstraining weiter möglich ist. "Damit die Jungs gar nicht in diesen Alltagstrott reinkommen. Sondern, dass man sich sieht und dieses Gruppengefühl hat, statt nur zu Hause zu sitzen und sich eine Netflixshow nach der anderen rein zieht."

Kommende Woche wollen sich die Regionalligaklubs darüber verständigen, wie es im Detail weitergeht. Sollte weiter trainiert werden können, wäre zumindest ein schneller Start nach der Novemberpause möglich. Ohne Training ist es unrealistisch, dass in diesem Jahr noch mal ein Regionalligaspiel stattfindet. "Wir müssen eine Lösung finden, die allen Klubs gerecht wird und die fair ist. Es müssen für alle Vereine die gleichen Bedingungen herrschen."

Lottner hofft auf Training trotz Corona-Pause

Sollte auch noch der Trainingsbetrieb eingestellt werden, will Lottner seinen Spielern individuelle Trainingspläne mitgeben. "Der Verein hat ja im Frühjahr bereits Erfahrungen gemacht, wie man damit umgehen kann. Die Jungs bekommen in jedem Fall ihre Pulsuhren mit, so dass wir auch kontrollieren können, ob die Spieler ihre Läufe machen."

Bevor es soweit ist, gibt es am Sonntag also das vorerst letzte Spiel. Und das findet sogar vor Zuschauern statt. Das zuständige Gesundheitsamt hat 100 Fans zugelassen. Die Tickets wurden unter allen Dauerkartenbesitzern und Sponsoren verlost. "100 sind besser als keiner. Aber 200 wären uns lieber gewesen als 100."

Die Handvoll Fans, die rein dürfen, werden den zuletzt verletzten Max Kremer wiedersehen. Dafür fehlt Dominik Pelivan, der wegen der fünften gelben Karte pausiert. Weitere Veränderungen sind im Kader nicht zu erwarten.

UPDATE: Inzwischen hat Ministerpräsident Dietmar Woidke bekanntgegeben, dass der Trainingsbetrieb für die Regionalligisten ermöglicht werden soll.

Beitrag von Andreas Friebel

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