Union-Manager Oliver Ruhnert (Quelle: imago images/Jan Huebner)
Audio: Inforadio | 08.10.2020 | Stephanie Baczyk | Bild: imago images/Jan Huebner

Interview | Union-Manager Oliver Ruhnert nach Transferphase - "Diese Jungs hier zu haben, macht uns auch ein bisschen glücklich"

Im Kader von Union Berlin hat sich in den vergangenen Wochen einiges getan. Leistungsträger gingen, große Namen kamen: Manager Oliver Ruhnert ist mit seiner Arbeit zufrieden - und sieht in den Transferaktivitäten auch eine Auszeichnung für die Köpenicker.

Oliver Ruhnert ist froh, wenn er während der Saison nur wenig mit den Journalisten in Kontakt kommt. "Das ist meistens ein gutes Zeichen, denn dann kann der Trainer über Fußball sprechen", sagt der Manager des 1. FC Union Berlin. In den vergangenen Wochen machten die Köpenicker aber nicht nur sportlich auf sich aufmerksam. Mit namhaften Verpflichtungen wie der von Stürmer Max Kruse oder Torhüter Loris Karius waren die Berliner Gesprächsthema. Nach dem Ende der Transferphase blickt der Manager zurück und spricht über...

...seine Bilanz zur Transferphase:

Man hat immer noch Wünsche, die man möglicherweise irgendwo im Hinterkopf hat und die man nicht realisieren kann. Aber ich glaube, dass wir - Stand jetzt - einen Großteil unserer Ideen und Planungen umsetzen konnten. Deswegen bin ich wirklich ganz zufrieden mit dem, was uns gelungen ist.

...die Leistungen, die er seiner Mannschaft zutraut:

Das große Ziel ist, zum zweiten Mal in der Klasse zu bleiben, das nochmal zu erreichen. Wir sind im letzten Jahr angetreten und vor der Saison hieß es: Der SC Paderborn und Union werden abgeschlagen die letzten Beiden. Vor dieser Saison waren es Arminia Bielefeld und Union. Es wäre natürlich klasse, wenn es uns nochmal gelingt. Ich glaube, die Rahmenbedingungen sind so, dass uns das gelingen kann. Das war das Entscheidende: Zu sagen, wir haben eine Mannschaft, die tatsächlich in der Lage ist, das zu schaffen. Die Jungs, die da jetzt zusammenarbeiten, wollen das auch.

...mehr prominente Neuzugänge im Vergleich zur vergangenen Saison:

Es ist auf jeden Fall eine schöne Sache, dass sich Spieler, die diese Sachen erreicht haben, auch für uns interessieren. Wir haben in dieser Saison mit Max Kruse das erste Mal einen ehemaligen A-Nationalspieler dabei. Das zeigt, dass der 1. FC Union eben auch an Wertigkeit bei den Spielern gewonnen hat. Dass es uns gelungen ist, die Jungs hier zu haben, macht uns alle sicherlich auch ein bisschen glücklich.

...den Umgang mit großen Namen:

Mir ist es völlig gleich, ob jemand mehr oder weniger im Mittelpunkt steht. Der soll vernünftig Fußball spielen und uns vernünftig helfen. Ich glaube, der Trainer tickt da sehr ähnlich. Ob der Spieler jetzt Max Mustermann oder Max Kruse heißt, hat dahingehend, ob man ihn verpflichtet, im Grunde genommen weniger eine Bedeutung. Wir haben keine Angst vor Namen und auch kein Problem mit Namen. Der Punkt ist, dass du in den Gesprächen merken musst, dass sie zu Union wollen. Und du musst das Gefühl haben, dass sie wissen, worauf sie sich einlassen. Das ist das Entscheidende.

...die Torhüterposition:

Wir wollten von Anfang an noch einen Torhüter verpflichten. Wir haben auch Andreas Luthe klar gesagt, dass wir einen Torhüter holen, von dem wir glauben, dass er in der Bundesliga spielen kann. Wir haben immer gesagt, dass wir mit drei Torhütern in die Saison gehen wollen. Davon war bei zwei Torhütern aber zu Beginn noch gar nicht klar, dass sie am Ende der Transferperiode noch da sind. Wir haben immer gesagt, wir versuchen, das Bestmögliche für Union zu arrangieren. Daher ist die Konstellation jetzt die, dass wir unseren Job dahingehend auch getan haben.

Sendung: rbb UM6, 07.10.2020, 18 Uhr

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