Matheus Cunha im zweikampf mit Bailey und Baumgartlinger. (Quelle: imago images/Mika Volkmann)
Bild: imago images/Mika Volkmann

Starke Defensivleistung beim Tabellendritten - Hertha erkämpft Unentschieden in Leverkusen

Für neutrale Zuschauer war das 0:0 zwischen Bayer Leverkusen und Hertha BSC alles andere als ein Leckerbissen. Die Anhänger der Alten Dame dürften allerdings durchaus Grund zur Freude gehabt haben.

Hertha BSC hat die 2:5-Heimniederlage gegen Borussia Dortmund gut verwunden und beim Tabellendritten Bayer Leverkusen ein leistungsgerechtes 0:0 erreicht. Damit steht die Mannschaft von Bruno Labbadia mit acht Punkten nach neun Spielen weiterhin auf Rang 13.

Der Spielverlauf

Hertha zeigte von Beginn an eine geschlossenen Mannschaftsleistung und arbeitete aufmerksam und mit viel Laufbereitschaft gegen den Ball und die Leverkusener Offensiv-Bemühungen. Im Umschaltspiel gelang allerdings wenig. Die wenigen Möglichkeiten, die sich boten, spielte die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia zu unpräzise aus. Etwa in der achten Minute, als Dedryck Boyata mit einem weiten Pass Dodi Lukebakio suchte, dieser den Ball jedoch nicht unter Kontrolle bringen konnte.

So bewegte sich die Partie zwar auf Augenhöhe, insgesamt aber auf überschaubarem Niveau. Chancen blieben Mangelware, einzig ein Distanzschuss von Leverkusens Kerim Demirbay hatte noch das Potential für einen Aufreger. Doch Herthas Schlussmann Alexander Schwolow parierte souverän. Demnach blieb der Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Daniel Schlager das wahre Highlight der ersten 45 Minuten.

Zum Leidwesen der Zuschauer bot der zweite Spielabschnitt nahezu das gleiche Bild. Viele Zweikämpfe und aufmerksame Defensivreihen bestimmten das Bild. Offensiv gelang weiter wenig. Lediglich durch Freistöße kam so etwas wie Gefahr auf. Doch erneut Lukebakio für Hertha und Demirbay für Leverkusen zielten zu ungenau. Auch ein Kopfball von Leverkusens Lars Bender verfehlte in der Nachspielzeit das Tor, wenn auch nur knapp. Damit endete die Partie schließlich 0:0. Und auch in dieser Höhe verdient.

Die Kurzanalyse

Die gute Nachricht für alle Hertha-Fans: Im Gegensatz zum Spiel gegen den BVB zeigte die Mannschaft von Bruno Labbadia in Leverkusen keine zwei Gesichter. Die schlechte Nachricht: Die guten, offensiven Ansätze aus Halbzeit eins gegen Dortmund haben es nicht mit in die BayArena geschafft.

Die Herthaner, die mit derselben Startelf in die Partie gingen wie in der Vorwoche, kamen dem Wunsch ihres Trainers nach und arbeiteten ohne Ausnahme und also mannschaftlich geschlossen gegen den Ball. Kein Weg schien gegen gewohnt ballsichere Leverkusener zu weit. Und da diese weder mit ihren starken Außenbahnspielern in aussichtsreiche Eins-gegen-Eins-Duelle kamen noch das Spieltempo so erhöhen konnten, dass Hertha nicht mehr hinterher kam, verlebte Berlins Keeper Alexander Schwolow einen überraschend ereignisarmen Abend.

Allerdings galt das ebenso für sein Gegenüber Lukas Hradecky. Auch Bayers Torhüter bekam praktisch nichts zu tun an diesem fußballerisch überschaubarem Sonntagnachmittag. Fünf Torschüsse hatte Hertha nach 90 Minuten zu verzeichnen, wirklich gefährlich wurde keiner davon. Die geringe Chancenanzahl Herthas lag vor allem darin begründet, dass die Mannschaft ihre wenigen Konterchancen zu unsauber ausspielte, so dass Leverkusens ebenfalls aufmerksame Abwehr noch stets entscheidend eingreifen konnte.

Nach einer 2:5-Niederlage in der Vorwoche und beim Tabellendritten darf ein Punktgewinn in Leverkusen allerdings durchaus positiv bewertet werden.

Das sagt das Netz

Da sage noch einer, Zeitreisen seien nur in der Theorie möglich.

Man kann das Ganze aber auch positiv sehen.

Und hat da jemand nach Führungsspielern gefragt?

Zu guter Letzt noch ein Trost für alle, die das Spiel verpasst haben.

Der Liveticker

Fußball Bundesliga

  • Freitag, 22.Januar, 20.30 Uhr
    Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund4:2(2:2)
    Samstag, 23.Januar, 15.30 Uhr
    Bayer Leverkusen - VfL Wolfsburg0:1(0:1)
    SC Freiburg - VfB Stuttgart2:1(2:1)
    FSV Mainz 05 - RB Leipzig3:2(2:2)
    FC Augsburg - Union Berlin2:1(1:1)
    Arminia Bielefeld - Eintracht Frankfurt1:5(1:3)
    Samstag, 23.Januar, 18.30 Uhr
    Hertha BSC - Werder Bremen1:4(1:2)
    Sonntag, 24.Januar, 15.30 Uhr
    FC Schalke 04 - Bayern München-:-(-:-)
    Sonntag, 24.Januar, 18.00 Uhr
    1899 Hoffenheim - 1.FC Köln-:-(-:-)
    PlVereinSpguvToreDiffPkt
    1.Bayern München17123249:25+2439
    2.RB Leipzig18105331:17+1435
    3.Bayer Leverkusen1895432:18+1432
    4.VfL Wolfsburg1888227:19+832
    5.Borussia Mönchengladbach1887335:28+731
    6.Eintracht Frankfurt1879235:27+830
    7.Borussia Dortmund1892735:26+929
    8.Union Berlin1877433:23+1028
    9.SC Freiburg1876533:29+427
    10.VfB Stuttgart1857633:29+422
    11.FC Augsburg1864819:27-822
    12.Werder Bremen1856723:26-321
    13.1899 Hoffenheim1754825:30-519
    14.Hertha BSC1845924:32-817
    15.Arminia Bielefeld18521114:29-1517
    16.1.FC Köln1736815:28-1315
    17.FSV Mainz 0518241218:38-2010
    18.FC Schalke 0417141214:44-307
    PL
    Platz
    SP
    Spiele
    G
    gewonnen
    U
    unentschieden
    V
    verloren
    DIFF
    Tordifferenz
    PKT
    Punkte

    (ARD Text)

    • Champions League
    • Qualifikation CL
    • Europa League
    • Relegation
    • Absteiger

Sendung: Inforadio, 29.11.2020, 15 Uhr

11 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 11.

    Na, geht der Blutdruck wieder durch die Decke weil jemand nicht auf der Windhorstwelle surfen will?
    Peinlich, peinlich...

  2. 10.

    Ich gebe Ihnen Recht.
    Bisher hat Union gegen die "untere Hälfte" gespielt und am Freitag kommt etwas ganz, ganz Großes.
    Ja, der Hochmut kommt vor dem Fall.
    Nur, bisher habe ich selbigen nicht bei den Köpenicker erlebt, bei dem "Corona ist uns egal"-Club incl Stasi-Präsident und Söldner-Max . . ." - Verein.
    Ich wundere mich aber dann doch, dass Sie nicht dem allgemeinen Tenor verfallen und sich in Äußerungen wie "Coronaleugner = Nazi" versteifen, dass ist doch in Ihren Kreisen opportun. Und natürlich waren Alle aus dem Osten bei der Stasi.

  3. 8.

    Zitat: "Mal sehen, wie sich der "Corona ist uns egal"-Club incl Stasi-Präsident und Söldner-Max . . ."

    Bei allem Verständnis für Ihr Echauffement bzgl. "Alerta A."s Beitrag, aber das ist nun wirklich Polemik unterster Kanone, Frolli. Rivalität gut und schön - nur ein gewisses Maß an Netiquette, welches zumindest Falschbehauptungen auschließen sollte, möge doch bitte eingehalten werden.

  4. 7.

    Ich würde mit begriff söldner sehr vorsichtig umgehen, wenn ich mir die hertha so anschaue.

  5. 6.

    Kultig, wie die Anhänger des Bezirksclubs wieder stänkern müssen. Und dann kommen wieder die Sprüche, dass man sich für Hertha ja gar nicht interessiert. Herrlich

  6. 5.

    Hertha erkämpft sich ein Unentschieden - Schade, ich dachte immer, dass ein Sieg das Ziel ist.
    Gut, für die Hertha ist das erkämpfte Unentschieden schon ein Sieg, wenn man die letzten Spiele so sieht.
    Ich freue mich jetzt schon auf Freitag, da erkämpft sich die Niederlage, wird aber als Sieg gefeiert. Oder nicht Zweistellig.
    War ein Scherz, liebe Hertha-Fans.

  7. 4.

    Mal sehen, wie sich der "Corona ist uns egal"-Club incl Stasi-Präsident und Söldner-Max gegen Gegner wie Bayern, Leipzig. BVB, Bayer etc anstellt. Bisher hatten sie nur die untere Hälfte und ziemlich viel Slapstick. Hochmut und so...

  8. 3.

    Eines der schlechtesten Ligaspiele der bisherigen Saison von beiden Mannschaften! Pässe die ankommen, so gut wie keine. Torschüsse, auch so gut wie keine. Die einen konnten nicht, weil die erste Garnitur nicht anwesend war und die anderen wollten nicht, weil die spielerischen Mittel nicht abgerufen wurden. Millionen im Sturm und was passiert? Nichts!
    Ich freu mich aufs derby am Freitag.
    EISERN UNION

  9. 2.

    Mehr fällt ihnen nicht ein. Sie scheinen ja voll die Ahnung zu haben. Bevor Sie hier solche Sprüche machen, einfach mal schauen gegen wen Hertha und Union bereits gespielt haben.

  10. 1.

    Die abstiegsgefährdeten Windhorst-Jungs können einem ja inzwischen fast schon leid tun. Aber bestimmt hat Union Erbarmen und spielt nächste Woche nur mit halber Kraft gegen die Charlottenburger.

Das könnte Sie auch interessieren