Heinz Warnecke (Quelle: imago images/Olaf Wagner)
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Im Alter von 89 Jahren - Früherer Hertha-Präsident Heinz Warneke gestorben

Fußball-Bundesligist Hertha BSC trauert um den früheren Vereinspräsidenten und langjährigen Aufsichtsrat Heinz Warneke. Wie die Berliner mitteilten, starb der ehemalige Funktionär
am Sonntag im Alter von 89 Jahren in seinem Heimatort Bad Honnef.

Amtsübernahme nach Bundesliga-Skandal

Der gebürtige Bremer Warneke - damals gerade seit zwei Jahren Chef der Deutschlandhalle - übernahm das Präsidentenamt 1972 nach den Verwicklungen des Vereins in den Bundesliga-Skandal. Der Klub steckte in einer Image- und Finanzkrise. Warneke sorgte für eine Entschuldung - und musste dafür eine schwere Entscheidung treffen: Er leitete den Verkauf der Plumpe ein, des Stadions am Gesundbrunnen.

Eine emotional harter Schritt, der sich jedoch auszahlte: Nach seiner zweijährigen Amtszeit war der Hauptstadt-Klub seine Schulden los. Warneke blieb dem Verein verbunden - und wurde mehr als 20 Jahre später ab 1996 Mitglied des ersten gewählten Aufsichtsrats, dem er bis 2010 angehörte.

Gegenbauer: "Großen Respekt vor seiner Lebensleistung"

Herthas aktueller Präsident Werner Gegenbauer nannte Warneke einen außergewöhnlichen Menschen, "der viel für Hertha BSC getan hat. Er hat in einer schwierigen Phase des Vereins Anfang der Siebziger Jahre Verantwortung übernommen und den Verein als Präsident geführt. Ich habe ihn persönlich über die Jahrzehnte sehr geschätzt und großen Respekt vor seiner Lebensleistung." Der Klub werde ihn "in eingehender Erinnerung behalten".

Sendung: rbb UM6, 22.11.2020, 18:15 Uhr

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  1. 1.

    Der Mann der Hertha‘s Seele verkauft hat

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