Verkehrsgutachten weiterhin in Prüfung - Stadion-Ausbau bei Union Berlin verzögert sich

Do 26.11.20 | 11:59 Uhr
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Stadion an der Alten Försterei (imago images/Uwe Koch)
Audio: Inforadio | 26.11.2020 | Christian Arbeit | Bild: imago images/Uwe Koch

Der geplante Ausbau des Stadions An der Alten Försterei des Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin verzögert sich weiter. Wie die "Bild"-Zeitung [Bezahlinhalt] am Mittwoch berichtete, befindet sich derzeit ein Verkehrsgutachten noch in Prüfung. Wie die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen rbb|24 bestätigte, hängt es aktuell an einer Stelle: "Besondere Probleme bereitet die Übergangsphase bis zur Fertigstellung des S-Bahnhofs Köpenick als Regionalbahnhof."

Das Verkehrskonzept sei "ein wesentlicher Baustein für die Stadionerweiterung", hieß es von der Behörde. Der Fortgang des Verfahrens sei entscheidend davon abhängig. Ein neuer Regionalbahnhof soll von der Deutschen Bahn allerdings erst 2026/27 fertig gestellt sein, bis dahin müssten andere Lösungen gefunden werden.

Es folgen noch Umwelt- und Schallschutzgutachten

Union Berlin hatte sich nach ursprünglichen Plänen schon für den Sommer 2019 das Planungsrecht für den Ausbau seiner Stadion-Kapazität von 22.000 auf 37.000 Besucher für rund 39 Millionen Euro erhofft. Dieses Vorhaben war früh am nicht ausreichenden Verkehrskonzept gescheitert.

Wenn das neue Verkehrskonzept akzeptiert wird, folgen noch ein Umweltgutachten und ein Schallschutzgutachten. In einem nächsten Schritt würde erst das Baurecht für das Stadion der Eisernen erfolgen. Union hält weiter an den Ausbauplänen fest; die derzeitige Coronavirus-Pandemie und mögliche finanzielle Folgen sollten das Projekt nicht beeinflussen, heißt es.

7 Kommentare

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  1. 7.

    Ob Müggelturm oder Alte Försterei, immer spielen die lokalen Oligarchen mit der Presse über Bande und zitieren aus der internen Verwaltung, um die Politik unter Druck zu setzen. Dabei geht es natürlich darum, für sich eine Extrawurst herauszuhandeln und sich nicht an die allgemeinen Regeln halten zu müssen. Diejenigen, die hier Applaus klatschen, sind natürlich die Ersten, die sich - bei der Politik - beschweren, wenn bei Ausbau des Stadions ohne Verkehrskonzept rund um das Stadion nichts vor und nichts zurückgeht. Aber Hauptsache, man hat seine Vorurteile wieder bestätigt gefunden und der Präsident hat seine Schäfchen lieb ...

  2. 6.

    Sehr gut lol, aber auch leider wahrscheinlich sehr nah an der Wahrheit :(

  3. 5.

    Hahaha...der war gut. Hoffen wir, dass es nicht wirklich so kommt.

  4. 4.

    Die Senatsverwaltung wird auch in 10 Jahren noch prüfen, ein Verkehrskonzept wird es vermutlich nie geben. Union sollte keinen Gedanken mehr an eine Genehmigung verschwenden, alle Bemühungen des Vereins einschließlich der Vorschläge die im Rathaus Köpenick auslagen, werden durch die Arbeitsverweigerung bei den politisch Verantwortlichen sabotiert.
    Das Union an den Plänen festhält ist verständlich, aber die Unterstützung für den Sport in Berlin beschämend. Ich wünsche den "EISERNEN" trotzdem viel Erfolg! Auf die Anwesenheit der politischen Prominenz bei sportlichem Erfolg würde ich künftig sehr gerne verzichten.

  5. 3.

    Ein kleiner Nachrichtenausblick:
    Berlin 23.08.2049
    Unions Ehrenpräsident Zingler feiert heute seinen 85. Geburtstag und führt freudig den ersten Spatenstich für die Stadionerweiterung aus.
    Die Fertigstellung des Regional Bahnhofs Köpenick verzögert sich zwar noch um weitere zwei Jahre aber der Bezirk gab schon einmal grünes Licht für die Baugenehmigung. Zumal der Verein auch die geforderten Entschädigungen an die Hauseigentümer gezahlt hat, die 2028 ihre Häuser in unmittelbarer Stadionnähe gebaut hatten.
    Für die 2050 geplante Einweihung ist eine einmalige Genehmigung für die Austragung eines Fußballspiel durch den Senat in Aussicht gestellt.

  6. 2.

    Wenn man wollte, würde es auch schneller gehen. Man müsste nur nach Wegen suchen, Tesla macht es vor

  7. 1.

    Egal ob Union oder Hertha, die Unterstützung vom Senat ist immer sehr mäßig.
    Wenn Anschütz nicht die O2 World gebaut hätte, würden die Eisbären immer noch im Welli spielen.
    In anderen Städten läuft das deutlich besser.

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