Albaspieler Peyton Siva testet sein Trikot(Quelle: imago images/Camera 4)
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Nachholspiel in der EuroLeague - Deutliche Niederlage - Mailand lässt Alba keine Chance

Alba Berlin hat das Nachholspiel der EuroLeague am Dienstagabend gegen Armani Mailand mit 55:75(22:42) verloren. Damit haben die Berliner nach zehn Spielen erst drei Siege in der Tasche.

Das Team von Coach Aito Garcia Reneses belegt jetzt den vorletzten Platz in der EuroLeague und kann nach dem Erfolg gegen Moskau nicht nachlegen. Maodo Lo und Peyton Siva gehörten mit jeweils elf Treffern zu Albas besten Schützen.

Guter Start trotz Ausfällen

Eigentlich sollte die Partie gegen Mailand schon Ende Oktober in der italienischen Modemetropole stattfinden. Doch wegen mehrerer Corona-Fälle bei den Berlinern musste das Duell abgesagt und verschoben werden. Im Vorjahr gelang den Albatrossen dort ein überraschender 102:96-Sieg. Der Schwede Marcus Eriksson erzielte dabei 22 Punkte, doch der Shooting Guard steht wegen einer Sprunggelenksverletzung nicht zur Verfügung. Auch Albas italienischer Neuzugang Simone Fontecchio konnte nicht bei seinem ehemaligen Arbeitgeber auf dem Parkett stehen. Der 24-Jährige knickte beim Training um und verpasste die Rückkehr in seine Heimat.

Trotz der schlechten Umstände legte Alba einen guten Start im ersten Viertel hin. Der wieder genesene Peyton Siva versenkte gleich einen Dreier, Center Ben Lammers sorgte mit seinem zweiten Treffer für eine 9:6-Führung. Die glichen die Mailänder mit einem Distanzwurf aus, Niels Giffey erhöhte auf 11:9 und es entwickelte sich eine spannende Begegnung. Doch eine hohe Trefferquote der Gastgeber und zwei Fouls von Tim Schneider brachten die Italiener in Führung und die Gäste mussten den ersten Spielabschnitt mit 13:19 abgeben. Weder Schneider, noch Johannes Thiemann oder Jonas Mattiseck trafen kurz vor dem Ende des ersten Viertels.

Mailänder Dominanz, Berliner Ideenlosigkeit

Die schlechte Trefferquote konnte Alba auch im zweiten Viertel nicht ablegen, das Mailänder Starensemble zog weiter davon und baute den Vorsprung auf 14 Treffer zum zwischenzeitlichen 27:13 aus. Luke Sikma beendete dann mit den ersten Punkten für die Berliner im zweiten Spielabschnitt den Lauf der Gastgeber und sorgte mit gutem Pass- und Defensivspiel für weitere Punkte. Das zeigte zwar bei seinen Mitspielern kurz Wirkung, doch nicht bei den Mailändern. Bestes Beispiel dafür: Nationalspieler Luigi Datome, der mit einem geblockten Wurf den Ball eroberte, schnell nach vorne passte und dann wenig später freigespielt seinen Distanzwurf für drei Punkte versenkte.

Die Hausherren dominierten, die Gäste wirkten ideenlos. Gegen diese Spielklasse und Sicherheit fanden die Albatrosse weiterhin keine Lösungen und so lagen die Berliner zur Halbzeit chancenlos mit 42:22 hinten. Sikma gab sich im Pauseninterview bei Magenta Sport aber kämpferisch: "Wir hatten zu viele Ballverluste, aber es sind noch 20 Minuten Zeit, um das zu ändern."

Neue Halbzeit, altes Lied

Sikmas Ansage bewirkte in der zweiten Halbzeit, dass seine Mitspieler härter spielten und Alba mehr dagegen hielt, dadurch aber viele Fouls zog. Mailand verwandelte fast alle seine Freiwürfe und machte den Berlinern weiterhin das Leben schwer. Trotz der härteren Gangart der Gäste hielt der große Vorsprung. Das dritte Drittel entschieden die Italiener mit 64:41 für sich - hielten ihren 20-Punkte-Vorsprung also aufrecht.

Auch im vierten Viertel konnten die Albatrosse ihre Fehlwürfe nicht abstellen. Jonas Mattisseck zum Beispiel versenkte erst fünf Minuten vor Spielende zum ersten Mal einen Dreier. An die Wende glaubte bei den Gästen zu diesem Zeitpunkt keiner mehr. Auch den großen Vorsprung der Mailänder konnte Alba nicht mehr verhindern.

Sendung: rbb24, 01.12.2020, 22 Uhr

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