Nullnummer im Olympiastadion - Hertha holt nur einen Punkt gegen den Vorletzten Mainz

Di 15.12.20 | 22:26 Uhr
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Matheus Cunha im Spiel gegen Mainz 05. Quelle: imago images/Eibner
Audio: Inforadio | 22:45 Uhr | 15.12.20 | Lars Becker | Bild: imago images/Eibner

Hertha BSC bleibt auch im vierten Spiel in Folge ungeschlagen, hat einen Sieg gegen Mainz 05 aber verpasst. Die Mannschaft von Bruno Labbadia spielte gegen die Rheinhessen über weite Strecken nicht zielstrebig genug und war vor dem Tor zu ungefährlich.

Hertha BSC hat einen Sieg gegen Mainz 05 verpasst. Die Blau-Weißen kamen am Dienstagabend im Olympiastadion nicht über ein 0:0 hinaus. Zwar hatte das Team von Bruno Labbadia über weite Strecken mehr Ballbesitz als die Gäste, kam aber kaum zu Torchancen. Die Rheinhessen entführten daher verdient einen Punkt aus der Hauptstadt.

Der Spielverlauf

Hertha übernahm gleich zu Beginn die Kontrolle über das Spiel. Mit viel Ballbesitz drückten die Blau-Weißen die Gäste aus Mainz in die eigene Hälfte - allerdings ohne Ertrag. Lange Zeit kam die Labbadia-Elf nicht in die Nähe des Tors von Robin Zentner, geschweige denn zu Chancen. Mainz stand kompakt und verteidigte sicher. Fast schon sinnbildlich dafür, entstand die erste bessere Gelegenheit für Hertha nach einer Standardsituation. Einen Plattenhardt-Freistoß (32. Minute) von der linken Seite verpasste Stürmer Krzysztof Piatek in der Mitte aber knapp.

Die weitaus beste Möglichkeit der ersten Halbzeit gehörte den Rheinhessen. Nach einer Flanke von der rechten Seite kam Angreifer Karim Onisiwo in der Mitte zum Abschluss (40.), doch der Ball klatschte an die Latte - Glück für Hertha.

Auch nach dem Seitenwechsel taten sich die Charlottenburger schwer. Die nächste Chance gehörte erneut den Gästen. Kevin Stöger verpasste die Mainzer Führung acht Minuten nach Wiederanpfiff knapp. Hertha spielte weiter nicht zielstrebig genug, verzweifelte immer mehr an der Verteidigung der 05er. Labbadia reagierte, brachte mit Dodi Lukebakio für Javairo Dilrosun einen neuen Spieler für die Offensive und mit Maxi Mittelstädt für Marvin Plattenhardt eine neue Kraft für die linke Außenbahn (61.). Wesentlich druckvoller wurde Hertha aber auch durch diese Wechsel nicht. Das Spiel der Blau-Weißen blieb insbesondere rund um den Mainzer Strafraum zu ungenau. Die Partie endete mit einem gerechten 0:0-Unentschieden.

Die Kurz-Analyse

In der Anfangsphase sah es so aus, als würde es ein typisches Geduldsspiel für Hertha BSC. Die Labbadia-Elf agierte sicher, hatte die Kontrolle über die Partie und viel mehr Ballbesitz als Mainz - in der ersten Viertelstunde 86 Prozent (!). Doch den Blau-Weißen gelang es nicht, die zahlenmäßige Überlegenheit auch in Torchancen umzuwandeln. Die Charlottenburger agierten in der Offensive über die kompletten 90 Minuten zu ungenau und unstrukturiert, gerade im letzten Spielfelddrittel erreichten die Pässe zu selten den Mitspieler.

Zwar kam die Labbadia-Elf gerade in der zweiten Hälfte einige Male durch Konter schnell in die Mainzer Hälfte, vertändelte den Ball aber spätestens mit dem letzten Pass. Die besten Chancen gehörten den Gästen: Onisiwo (40.) und Stöger (58.) hatten die aussichtsreichten Möglichkeiten, verpassten aber knapp. Am Ende stand ein gerechtes 0:0-Remis auf der Anzeigetafel im Olympiastadion. Ein Ergebnis, mit dem Hertha gegen den Tabellenvorletzten kaum zufrieden sein kann.

Das sagt das Netz

Schon in der ersten Halbzeit reißt das Spiel wohl niemanden vom Hocker. Der Kommentator im rbb Inforadio zieht drastische Schritte in Erwägung:

Auch dieser Fan ist wenig begeistert. Gut, dass ein Stadion wohl eher keine Gefühle hat:

Ein zur Vorweihnachtszeit passendes Schlusswort für ein schwaches Fußballspiel findet dieser User:

Der Liveticker zum Nachlesen

Die Tabelle

Fußball Bundesliga

  • Freitag, 26.November, 20.30 Uhr
    VfB Stuttgart - FSV Mainz 052:1(1:1)
    Samstag, 27.November, 15.30 Uhr
    VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund1:3(1:3)
    Hertha BSC - FC Augsburg1:1(1:0)
    1.FC Köln - Borussia Mönchengladbach4:1(0:0)
    VfL Bochum - SC Freiburg2:1(0:0)
    Greuther Fürth - 1899 Hoffenheim3:6(1:2)
    Samstag, 27.November, 18.30 Uhr
    Bayern München - Arminia Bielefeld1:0(0:0)
    Sonntag, 28.November, 15.30 Uhr
    Eintracht Frankfurt - Union Berlin-:-(-:-)
    Sonntag, 28.November, 17.30 Uhr
    RB Leipzig - Bayer Leverkusen-:-(-:-)
    PlVereinSpguvToreDiffPkt
    1.Bayern München13101242:13+2931
    2.Borussia Dortmund13100333:19+1430
    3.SC Freiburg1364319:13+622
    4.Bayer Leverkusen1263325:17+821
    5.1899 Hoffenheim1362527:20+720
    6.Union Berlin1255219:17+220
    7.VfL Wolfsburg1362515:17-220
    8.RB Leipzig1253423:13+1018
    9.FSV Mainz 051353517:14+318
    10.1.FC Köln1346322:22018
    11.Borussia Mönchengladbach1353518:18018
    12.VfL Bochum1351712:20-816
    13.Eintracht Frankfurt1236314:16-215
    14.Hertha BSC1342713:27-1414
    15.VfB Stuttgart1334618:23-513
    16.FC Augsburg1334612:22-1013
    17.Arminia Bielefeld131669:19-109
    18.Greuther Fürth13011211:39-281
    PL
    Platz
    SP
    Spiele
    G
    gewonnen
    U
    unentschieden
    V
    verloren
    DIFF
    Tordifferenz
    PKT
    Punkte

    (ARD Text)

    • Champions League
    • Qualifikation CL
    • Europa League
    • Relegation
    • Absteiger

Sendung: rbb24, 15.12.2020, 21:45 Uhr

10 Kommentare

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  1. 10.

    Bevor man alles niederschmettert, darf man mal
    fragen, warum das so ist. Ich glaube nicht, dass
    die Spieler absichtlich so spielen, wie sie es tun.
    Stimmt die Zusammenstellung der Mannschaft?
    Hat das Management versagt? Am fehlenden
    Geld kann es ja nicht liegen. Hat Herr Windhorst
    Einfluss auf die Spielerkaeufe genommen?
    Fragen über Fragen. Hoffentlich habe ich nicht
    das Thema verfehlt. Ich wollte die Thematik
    mal von der anderen Seite beleuchten.

  2. 9.

    Michael Preetz war ein guter Spieler bei Hertha
    über den Rest schweigen wir. Seine Schonfrist
    müsste aufgebraucht sein. Vielleicht sollte der
    Vorstand endlich tätig werden. Hertha muss
    wieder in die Erfolgsspur kommen.Dazu gehört
    auch ein funktionierendes Management. Nur Mut, es kann nur besser werden. Ich verfolge
    seit 1964. Da gab es viele gute Zeiten. Ich
    erinnere an die Ära Wolfgang Holst. Loyalität ist
    eine gute Sache aber Stillstand ist Rückschritt.
    Schaut voraus, ihr Herthaner. Ha,Ho,He!!!

  3. 8.

    Eines voraus: Ich bin Hertha-Fan und als solcher
    Kummer gewöhnt. Man kann keine Mannschaft
    funktionierende Mannschaft zusammen kaufen.
    11 Individualisten sind kein Team. Nach 11 Spiel-
    tagen sollten sie aber besser harmonieren. Fuss-
    ball ist ihr Beruf.
    Zugegeben, gegen so eine passive Mannschaft
    Wie Mainz 05 ist schwer zu spielen. Man hat die
    Ansprüche von Hertha BSC am Saisonanfang
    auch zu hoch gehängt.
    Wenn es besser werden soll, bedarf es einer
    gewaltigen Steigerung. Also, haut rein Männer!!!

  4. 7.

    Das Spiel war genauso schlecht wie das Wetter. Van daher hat es ja zusammengepasst.

  5. 6.

    Ich stimme Ihnen zu. Hab immer zwischen Hertha und Union hin- und hergeschaltet und bin letztlich eingeschlafen :((

  6. 5.

    Das war leider genau so ein Spiel, das man gewinnen muss, wenn man über den Nichtabstieg hinaus Ansprüche hat. Mir als Herthafan ist es schon etwas peinlich, wenn diese Multimillionenmannschaft solche Leistungen zeigt. Und so jung ist die Saison nun auch nicht mehr. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zum Schluss.

  7. 4.

    Also, wenn ich einen Zeefuik in der Startelf sehe, verstehe ich den hochgelobten Trainer nicht. Einen Pekarik auf die Bank zu setzen grenzt an Realitätsverlust. Den jungen Holländer habe ich jetzt in zwei Spielen gesehen. Das reicht nicht für die Liga, der hat so gar nichts. Nicht mal schnell ist er.

  8. 3.

    Ein Heimsieg für Hertha wäre auch ganz schön.
    Aber wir wollen nicht undankbar sei . Ein Aufwärtstrend ist ja sichtbar.

  9. 2.

    Enttäuschend! Feuert endlich den Unfähigen Preetz und verpflichtet Rangnik. Damit sich Hertha sportlich weiterentwickelt. Herr Preetz ist seit Jahren das größte Problem bei Hertha. Das muss doch mal ein Verantwortlicher bei Hertha erkennen!!!

  10. 1.

    Das Spiel anzusehen war wirklich Körperverletzung. Ich kann es auch nicht nachvollziehen, wie man Hertha einen Fortschritt assistieren kann ? Gegen Union war man schon in Überzahl 60 Minuten hilflos . Auch wenn mich n Derby Sieg freut aber ehrlich ... das war kein Schritt nach vorne und gegen Mainz erst recht nicht . 2 orientierungslose Holländer auf rechts , ein Toussart , der nie ins Spiel kommt . Ein Selbstdarsteller , der sich nach 5 gelben Karten gleich die nächste abholt und allen Mainzern lächelnd aufhilft und permanent versucht in unmöglichsten Zonen durch 3 Spieler zu dribbeln. Ich weiß gar nicht , wo ich zuerst anfangen soll . Wenn Niklas Stark in der ersten Halbzeit schon zu den Leistungsträgern gehört, dann sagt das viel über den Rest aus . Zum Glück hat er sein schlechtes Niveau später wieder gezeigt , bis Leckie reinkam. Da dachte ich, ich gucke Kreisklasse C. Es erwartet keiner ein Feuerwerk gegen Defensive Mainzer aber das war wirklich schlecht .

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