Albas Johannes Thiemann unter dem Korb (Quelle:imago images / Camera 4+)
Bild: imago images / Camera 4+

Alba im BBL-Pokal gegen Braunschweig - "Im Pokal ist es vergleichsweise leicht, einen Titel zu holen"

Alba Berlin hat im Spiele-Marathon ein konkretes Ziel vor Augen: Ein Sieg gegen Braunschweig und das Team steht im Top.Four-Turnier um den BBL-Pokal. Für Trainer Aito ist es das erste Spiel nach seiner Corona-Erkrankung. Von Dennis Wiese

Es war an Silvester. Braunschweigs Basketballer saßen im Mannschaftsbus, waren schon vor den Toren Berlins. Sie waren bereit für das BBL-Pokalspiel gegen Alba, das Stunden später stattfinden sollte. Da meldete sich das Braunschweiger Gesundheitsamt und beorderte die Löwen zurück nach Niedersachsen. Das ursprünglich unklare Corona-Testergebnis eines Spielers stellte sich als positiv heraus.

Das Ergebnis: Qurantäne für Braunschweigs Mannschaft und ein abgesagtes Pokalspiel. Schon wieder. Mitte Oktober war die Partie nach positiven Corona-Tests in Albas Mannschaft verlegt worden. Im dritten Anlauf (Mittwoch, 19 Uhr) soll es nun klappen.

Drei Tage nach dem Sieg in der Bundesliga: Alba wieder gegen Braunschweig

Für Alba ist das Spiel gegen Braunschweig schon der achte Einsatz im Januar. Partien im Zwei- oder Drei-Tagesrhythmus sind derzeit Normalzustand. Gelegenheit, sich auf den kommenden Gegner vorzubereiten, gibt es da eigentlich nicht. Der Spielplan will es so, dass Alba nach nur drei Tagen schon wieder auf Braunschweig trifft. Am Sonntag setzte sich der Double-Sieger im Ligaspiel in Braunschweig mit 82:76 durch.

Center Johannes Thiemann sagt, dass seine Mannschaft im zweiten Duell nun einiges besser machen könne: "In der Nachbereitung haben wir besprochen, dass wir in der Verteidigung viele Fehler gemacht haben, wir haben unsauber gespielt. Das müssen wir abstellen, dann haben wir eine gute Chance, weiterzukommen."

Ein Sieg und Alba spielt im Top Four-Turnier um den BBL-Pokal

Der Basketball-Pokal wurde in dieser Corona-Saison zunächst in einer Gruppenphase ausgetragen. Je vier Mannschaften waren in Bonn, Vechta, Ulm und Weißenfels auf der Suche nach dem Gruppensieger. Diese vier Gruppensieger stellen die Teilnehmer des Top Four-Turniers. Die meisten Gruppenspiele waren bis Mitte November bereits absolviert. Göttingen, Ulm und München warten seitdem auf den vierten Gegner.

Wegen der diversen Spielverlegungen sind die Albatrosse die Nachzügler, treffen nach Braunschweig noch auf Oldenburg. Weil Alba den bisherigen Gruppenersten Bonn besiegt hat, würde ein Erfolg gegen Braunschweig reichen. Dann wäre Alba sicher weiter. Ansporn genug für Center Thiemann: "Es ist ein halbes Do-or-die-Spiel. Selbst bei einer Niederlage könnten wir rechnerisch noch weiterkommen, aber trotzdem. So ein Spiel gibt eine Extra-Motivation. Gerade im Pokal ist es vergleichsweise leicht, einen Titel zu holen."

Siva, Sikma und Eriksson zurück: "Europäische Topspieler, die extrem helfen"

Berlins Basketballer müssen in dieser Saison nicht nur das Mammut-Programm aus Bundesliga, Euroleague und zusätzlich engem Corona-Terminkalender (die Saison begann deutlich später, zudem muss Alba die quarantänebedingt ausgefallenen Spiele nachholen) stemmen, Alba hatte auch mit vielen verletzten Spielern zu kämpfen.

Immerhin haben sich in der vergangenen Woche mit Peyton Siva, Luke Sikma und, am Sonntag in Braunschweig auch Marcus Eriksson, drei Stützen der Mannschaft zurückgemeldet. Den drei Spielern ist aber anzumerken, dass es sie noch nicht in Bestform sind. Eine Verstärkung seien sie dennoch, so Nationalspieler Thiemann. "Das sind drei europäische Topspieler. Sie können uns extrem weiterhelfen", sagt er. "Das erste Spiel gegen Braunschweig war sicher gut, um reinzukommen. Jetzt werden sie noch besser sein."

Und noch ein Rückkehrer wird Alba am Mittwoch gegen Braunschweig beonsderen Glanz verleihen. Trainer Aito Garcia Reneses wird nach überstandener Coronaerkrankung wieder auf der Trainerbank Platz nehmen - aber zunächst nur als Assistenzcoach. Vertreter Israel Gonzalez bleibt zumindest gegen Braunschweig noch der Chef. Johannes Thiemann freut sich trotzdem über die Rückkehr des 74-jährigen: "Er ist ein unglaublicher Coach. Das tut uns gut, dass er wieder da ist."

Sendung: rbbUM6, 20.01.2021, 18 Uhr

Beitrag von Dennis Wiese

Nächster Artikel

Das könnte Sie auch interessieren

Max Kruse mit Smartphone auf dem Fußballfeld (Quelle: Imago Images / Matthias Koch)
Imago Images / Matthias Koch

Fußballmanager-App Kickbase - Spieler, die sich selbst aufstellen

Deutschland hat Millionen Fußballtrainer - und jetzt auch noch Manager. Via "Kickbase" stellen Fans ihre Teams in einer virtuellen Bundesliga auf. Was passiert, wenn sich Max Kruse plötzlich selbst aufstellt - und wo sind die Gefahren? Von Lynn Kraemer