Maxi Mittelstädt (l.) im Duell mit Bielefelds Cordova (r.). Quelle: dpa/Friso Gentsch
Audio: Inforadio | 11.01.2021 | Dennis Wiese | Bild: dpa/Friso Gentsch

0:1 nach schwacher Leistung - Hertha verliert in Bielefeld

Es sollte der zweite Sieg in Folge und der Beginn einer Serie werden - es wurde eine Niederlage. Bei Arminia Bielefeld gelang Hertha BSC dabei offensiv kaum etwas. Das Team aus Berlin wurde dann fast folgerichtig bestraft.

Hertha BSC hat das Auswärtsspiel bei Aufsteiger Arminia Bielefeld mit 0:1 (0:0) verloren. Das Tor des Tages erzielte Reinhold Yabo in der 64. Minute. Nach einer insgesamt enttäuschenden Leistung bleibt Hertha dadurch in der Tabelle bei 16 Punkten und auf Rang zwölf.

Der Spielverlauf

Gut möglich, so Herthas Trainer Bruno Labbadia vor Spielbeginn am Mikrofon von TV-Sender Sky, dass seine Mannschaft "60, 70 Minuten Geduld" aufbringen müsse beim Gastspiel in Bielefeld. Eine Geduld, die dann vor allem von den neutralen Zuschauern gefordert war. Nach durchaus vielversprechenden ersten zehn Minuten der Berliner, in denen Jhon Cordoba einmal mit rechts (7. Minute) und einmal mit links (10.) in guter Position den Ball nicht richtig traf, konnte von einem Fußball-"Spiel" kaum mehr die Rede sein.

Einziger Aufreger: Ein Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Guido Winkmann in der 35. Minute. Herthas Niklas Stark hatte Bielefelds Fabian Klos im Strafraum und unter Armeinsatz zu Fall gebracht. Der Videoschiedsrichter jedoch bewertete die Szene durchaus überraschend anders und kassierte die Entscheidung ein. So ging es auch in der Höhe verdient mit 0:0 in die Halbzeit.

Unhaltbar in den linken Winkel

In der zweiten Hälfte zeigte sich dann zunächst vor allem Bielefeld verbessert. So gelang Stürmer Sergio Cordova nach einem Luftloch von Hertha-Verteidiger Omar Alderete ein Pfostentreffer (48.) und Reinhold Yabo in der 64. Minute gar das 1:0. Nach einem langen Einwurf von der rechten Seite setzte sich der Mittelfeldspieler körperlich robust gegen Peter Pekarik durch, um den Ball anschließend mit viel Wucht und unhaltbar aus etwa zehn Metern in den linken Winkel zu schießen. Bei Hertha blieben Chancen auch in der Folge Mangelware. Stattdessen traf Bielefelds Ritsu Doan in der 70. Minute ebenfalls den Pfosten.

Hertha gelang zwar durch Joker Krzysztof Piątek in der 84. noch der vermeintliche Anschlusstreffer, der jedoch wegen Handspiels des Polen zurecht aberkannt wurde.

Die Kurz-Analyse

Defensiv zeigte sich Hertha als Mannschaft durchaus stabil, viele Chancen hatten die Arminen nicht. Wenn es gefährlich wurde, dann aufgrund individueller Fehler (Alderete, Pekarik). Gravierender jedoch wog die Harmlosigkeit in der Offensive. Einzelaktionen waren wohl auch angesichts des verletzungsbedingten Fehlens von Javairo Dilrosun und vor allem Matheus Cunha kaum zu sehen. Einzig Dodi Lukebakio versuchte sich hin und wieder und ausnahmslos ohne Erfolg an einem Dribbling.

Da zudem dem Passspiel sowohl Tempo als auch Genauigkeit fehlte, war auch Herthas Sturmspitze Jhon Cordoba nahezu vollständig vom Spiel abgeschnitten. In der Schlussphase versuchten es die Berliner nach den Einwechslungen nahezu sämtlicher Offensivoptionen nochmals mit der Brechstange, blieben aber trotz hohem Einsatz zu unklar in ihren Aktionen.

Das sagt das Netz

Vor dem Spiel verwunderte noch die Namensähnlichkeit zweier Spieler.

Dann verwunderte jedoch ziemlich schnell die Spielqualität.

Für diesen Twitter-User war es schließlich eine Frage der Perspektive.

Und auch hier gilt: Alles eine Frage der Sichtweise.

Der Liveticker

Die Tabelle

Fußball Bundesliga

  • Freitag, 26.Februar, 20.30 Uhr
    Werder Bremen - Eintracht Frankfurt2:1(0:1)
    Samstag, 27.Februar, 15.30 Uhr
    Bayern München - 1.FC Köln5:1(2:0)
    Borussia Dortmund - Arminia Bielefeld3:0(0:0)
    VfL Wolfsburg - Hertha BSC2:0(1:0)
    VfB Stuttgart - FC Schalke 045:1(3:1)
    Samstag, 27.Februar, 18.30 Uhr
    RB Leipzig - Borussia Mönchengladbach3:2(0:2)
    Sonntag, 28.Februar, 13.30 Uhr
    Union Berlin - 1899 Hoffenheim1:1(1:1)
    Sonntag, 28.Februar, 15.30 Uhr
    FSV Mainz 05 - FC Augsburg0:1(0:1)
    Sonntag, 28.Februar, 18.00 Uhr
    Bayer Leverkusen - SC Freiburg1:2(0:0)
    PlVereinSpguvToreDiffPkt
    1.Bayern München23164367:32+3552
    2.RB Leipzig23155343:20+2350
    3.VfL Wolfsburg23129237:19+1845
    4.Eintracht Frankfurt23119346:32+1442
    5.Borussia Dortmund23123848:31+1739
    6.Bayer Leverkusen23107641:26+1537
    7.Union Berlin23810536:26+1034
    8.SC Freiburg2397737:35+234
    9.Borussia Mönchengladbach2389640:36+433
    10.VfB Stuttgart2388744:36+832
    11.1899 Hoffenheim23761037:40-327
    12.Werder Bremen2268826:32-626
    13.FC Augsburg23751123:35-1226
    14.1.FC Köln23561221:41-2021
    15.Hertha BSC23461326:42-1618
    16.Arminia Bielefeld22531418:41-2318
    17.FSV Mainz 0523451423:44-2117
    18.FC Schalke 0423161616:61-459
    PL
    Platz
    SP
    Spiele
    G
    gewonnen
    U
    unentschieden
    V
    verloren
    DIFF
    Tordifferenz
    PKT
    Punkte

    (ARD Text)

    • Champions League
    • Qualifikation CL
    • Europa League
    • Relegation
    • Absteiger

Sendung: rbb24, 10.01.2020, 21:45 Uhr

40 Kommentare

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  1. 40.

    Uwe, ich gebe Ihnen völlig recht. Ich habe diese
    Fertigkeiten auch in der Jugend verinnerlicht.
    Aber mit Anfaengern kann man nur mit dem
    kleinen "ABC" beginnen.

  2. 39.

    Natürlich ist es ein 'Einstellungsproblem' der Mannschaft, da hat Stark absolut recht. Er sagte z. B. auch "Wir hatten heute von Bielefeld körperliche Gegenwehr, da müssen wir besser dagegenhalten. Daraus müssen wir unsere Lehre ziehen." Das heißt ja nicht viel anderes, als dass ein Teil der Mannschaft offenbar nicht bereit ist Zweikämpfe anzunehmen. Und das ist nun eineindeutiges Indiz dafür, dass es innerhalb der Mannschaft nicht stimmt - es fehlt der sog. Mannschaftsgeist.

    Erstaunlich fand ich Labbadias (recht hilflose) Aussage, er hätte nach der Trainingswoche eine derartige Leistung nicht erwartet. Also scheint ein Teil der Mannschaft nicht bereit zu sein, die guten Trainingsleistungen auch in Punktspielen abzurufen - und das nach seiner doch recht ungewöhnlichen, scharfen öffentlichen Kritik an Cunha von vor ein paar Wochen.

  3. 38.

    Tugenden wie Kampf/Mannschaftsgeist lernt man schon in der Jugend. Bei meinen Blau-Weißen hat allerdings nach dem gestrigen Auftritt anscheinend aber niemand davon gehört. Mir als alter "Herthaner" ist dieser vollkommen blutleere Auftritt vom gestrigen Abend gewaltig gegen den Strich gegangen. Wenn jetzt nicht schnellstens speziell innerhalb der Mannschaft nicht etwas passiert, dann ist das Ziel "Abstiegsk(r)ampf vorprogrammiert. Also "Quo vadis Hertha"

  4. 37.

    Wenn der Kapitän Stark sagt, das es ein Einstellungsproblem war(stand auf Sport 1), dann sollte bei Hertha alle Alarmglocken läuten! Sowas geht gar nicht!
    Namen nannte der Kapitän nicht! Da kann man doch mit allen 5 Fingern abzählen, daß im Team untereinander was nicht stimmt! Kein gutes Zeichen für die kommenden Spiele!

  5. 36.

    Arminia Bielefeld hat doch gut gespielt und vor allem gekämpft, Glückwunsch zum verdienten Sieg. Bei Hertha ist doch alles wie gewohnt, der momentane Tabellenplatz entspricht genau dem was die Mannschaft kann. Auf bescheidenem Niveau im unteren Tabellenbereich mithalten, mehr darf man nicht erwarten.

  6. 35.

    Hallo Rainer, ich vermute bis sie in der 3. Liga angekommen sind oder Windhorst sein Geld zurückzieht.

  7. 33.

    O-Ton Trainer:“ Nach dieser Trainingswoche war eine Niederlage nicht zu erwarten“....Zitat Ende ! Ach so einfach ist das , wir fahren ja nur in die Stadt die es eigentlich nicht gibt! War der Matchplan eigentlich ab der 86ten Minute schlägt das „Big-City“Imperium zurück ? In Hamburg hieß B.L. übrigens nur noch „Laberdiva“ ist nicht mehr weit dahin!

  8. 32.

    Haben die bei Hertha BSC immer noch nicht
    begriffen, dass man nur mit Geld keine Spiele
    gewinnen kann? Man braucht auch Siegeswillen
    Einstellung, Mannschaft S heißt,gesunde Härte,
    Konzentration von Spielanfang bis Spielende.
    Vielleicht ist es auch hilfreich, allen Beteiligten
    die Gehälter zu kürzen.

  9. 31.

    Es ist nur noch peinlich, was Hertha abliefert.
    Die sollten mal in Köpenick vorbei schauen.
    Dort können sie sehen, wie man erfolgreich
    Fußball spielt. Ich bin seit Urzeiten Hertha-
    Fan. Aber das traut man sich ja inzwischen
    nicht mehr zu sagen. Arme alte Dame!!

  10. 30.

    Schon genial von der Sportlichen Führung bei Hertha. Mehr als 70 Mio. investieren um dann gegen den Abstieg zu spielen. Da fehlen mir, als Jahrzehnte langer Hertha Fan, fast die Worte nur noch Fassungslosigkeit.

  11. 29.

    Nicht nur ich,sondern sehr viele hier im Forum fordern seit langer Zeit, Herrn Preetz ENDLICH zu entlassen. Haben wir alle keine Ahnung oder haben die Bosse keine Ahnung?????
    Preetz hat es nicht geschafft, trotz vieler Millionen, eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammen zu stellen. Wie lange will man noch warten ?

  12. 28.

    Eine Art Serie ist es schon. Nach einem Sieg kommt garaniert kein zweiter hinterher. Das hat eine gewisse Konstanz. ;-)

  13. 27.

    Lieber Herr Preetz, packen Sie doch selber Ihre Koffer und verlassen den Verein, bevor Sie gefeuert werden. Sie haben doch in ihrer ganzen Amtszeit als Manager bei Hertha nichts zustande gebracht. Es wird Zeit zu gehen.

  14. 26.

    Willste guten Fußball sehn musste scheinbar demnächst doch nach Köpenick mal ziehen. Das Auf-und ab bei der Hertha nervt nur noch.

  15. 25.

    der Beginn einer Serie ..........., oder so .......................

  16. 24.

    Alle die jetzt nach Rangnick rufen haben ja recht. Aber glaubt jemand, dass Rangnick sich diesen Luschenklub antun und schon gar nicht zusammen mit der Oberlusche Preetz.

  17. 23.

    Der Abstiegskampf kommt oder will Hertha wieder in Aue und Sandhausen spielen. Ein auswechseln von Herrn Preetz ist dringend geboten.

  18. 22.

    Zum Glück gibt es für den Profisport im Gegensatz zur Bildung entsprechende (Hygiene-) Konzepte, damit man so ein Schrottgekicke genießen kann.

  19. 21.

    @Norbert: Also ich glaube ja schon seit Wochen, dass dieser häßliche hellbraune Mantel von Bruno so etwas wie das Gegenstück zu Udo Latteks damaligem blauen Glückspulli ist und in Wahrheit dieses Ungetüm Schuld hat an Herthas derzeitiger Misere.
    Mantel raus! ;-)

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