Nach Beurlaubung von Labbadia - Pal Dardai wird erneut Cheftrainer von Hertha BSC

Pal Dardai nach einem Spiel als Hertha-Trainer (Archiv). Quelle: imago images/Sven Simon
Audio: Inforadio | 25.01.2020 | Jakob Rüger | Bild: imago images/Sven Simon

Einen Tag nach der Beurlaubung von Bruno Labbadia hat Hertha BSC einen neuen, alten Cheftrainer präsentiert: Pal Dardai erhält einen Vertrag bis Sommer 2022. Der Ungar kehrt nach anderthalb Jahren zurück und verantwortet nun wieder das Bundesliga-Team.

Pal Dardai wird erneut Cheftrainer von Hertha BSC. Das gab der Berliner Fußball-Bundesligist am Montag bekannt. Der Ungar erhält einen Vertrag bis Sommer 2022. Zuvor war spekuliert worden, dass Dardai nur ein Arbeitspapier bis zum Ende der laufenen Saison erhalten würde. Damit folgt Dardai auf den am Sonntag beurlaubten Bruno Labbadia, der den Trainerposten bei Hertha erst vor knapp neun Monaten übernommen hatte.

Herthas Bundesliga-Rekordspieler Pal Dardai (286 Einsätze) war bereits von 2015 bis 2019 Chefcoach der Berliner und kehrt nun nach gerade einmal eineinhalb Jahren zurück auf den Posten. Zuletzt hatte Dardai nach einem zwischenzeitlichen Sabbatjahr als Trainer der U16 bei Hertha gearbeitet.

Sein Co-Trainer wird der ehemalige Hertha-Mittelfeldspieler Andreas "Zecke" Neuendorf, der bislang die U23 des Vereins trainierte. Auch Admir Hamzagić wird Dardai als Co-Trainer zur Seite stehen. Hamzagić assistierte dem 44-Jährigen bereits in der Vergangenheit.

"Eingefleischter Herthaner" will helfen

"Das war sicher nicht mein Plan, dass ich nun wieder von der U16 auf die Trainerposition bei den Profis wechseln werde", sagte Dardai. "Ich brauche aber auch niemandem zu erklären, was Hertha BSC für mich bedeutet. Daher war es gar keine Frage für mich, dass ich in dieser Situation aushelfe. Ich freue mich auf diese Aufgabe und die Zusammenarbeit mit der Mannschaft", erklärte der Ungar weiter.

"Ich freue mich sehr, dass wir mit Pál Dárdai den Trainer für uns gewinnen konnten, der bereits nachgewiesen hat, dass er eine Mannschaft in einer für Hertha BSC herausfordernden Situation führen und stabilisieren kann", wird Carsten Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Hertha BSC, in einer Mitteilung des Klubs zitiert.

"Als eingefleischter Herthaner kennt er hier jeden und benötigt keine Eingewöhnungszeit. Pál lebt Hertha BSC und wir sind absolut überzeugt davon, dass er mit seiner klaren Art der Mannschaft den nötigen neuen Impuls geben wird", sagte Schmidt weiter.

Erstes Training am Dienstag

Das erste Training soll das Trio Dardai/Neuendorf/Hamzagic am Dienstag leiten. Die erste schwere Aufgabe wartet am Samstag mit dem Spiel beim Tabellensechsten Eintracht Frankfurt. "Wir wollen am Dienstag jemanden auf dem Platz haben, der uns zusammenschweißt und in die Lage versetzt, am Wochenende bei Eintracht Frankfurt was zu holen", hatte Carsten Schmidt bereits am Sonntag nach der Entlassung von Bruno Labbadia betont.

Hertha BSC hatte einen Tag nach der deutlichen 1:4-Heimniederlage gegen Werder Bremen am Samstag auf die sportliche Talfahrt der letzten Wochen und Monate reagiert und sich mit sofortiger Wirkung von Bruno Labbadia und dem langjährigen Manager Michael Preetz getrennt. Die sportliche Verantwortung und die bisherigen Aufgaben von Preetz soll Sportdirektor Arne Friedrich bis zum Sommer übernehmen.

Sendung: Inforadio, 25.01.21, 15:15 Uhr

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61 Kommentare

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  1. 60.

    Haben Sie etwas gegen „Ausländer“? Mehr ist von Ihrem Geschwafel leider nicht hängengeblieben....

  2. 59.

    Herr Thiel, vielleicht sollten Sie auf die Komma-, bzw. Punktsetzung achten?
    Egal, ist doch lustig: Tuchel in Berlin und nach dem Wiederaufstieg Deutscher Meister 2028.
    Nun geht Tuchel nach Chelsea - war wohl etwas besser, dass Angebot. Und, wer kommt schon gerne nach Berlin, zu einem Verein, der sich "Big-City-Club" nennt, während ein anderer Verein aus Berlin wenigstens an der Eupopa-Liga schnüffelt.

  3. 57.

    Naja, ich denke sie sollten sich doch besser auf ihren Verein konzentrieren.
    Das Ziel Europa wurde lediglich von Jens Lehmann ins Gespräch gebracht und nicht von der sportlichen Führung.

    Zitat Bruno
    " „Wir haben nicht die großen Namen oder die fertigen Spieler geholt, wir haben die drittjüngste Mannschaft.“ Man wolle aber besser sein als in der Vorsaison."

    Wenn man sich weiter entwickeln will sollte das wohl immer das Ziel sein und das nicht nur im Sport.



  4. 56.

    Naja, Pal und Zecke sind mal wieder typisch Hertha. 2 alte Haudegen, die wohl auch keinen Big-City-Club auf die Reihe kriegen werden.
    Völlig umgehauen hat mich aber die Ansprache von Carsten Schmidt, dem neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung. WOW, was für eine Dynamik. Er sprüht ja nur so über mit neuen Ideen und Innovationen;) Mit dem kann ja nix mehr schiefgehen!
    Leider hängen seine Mundwinkel schon jetzt noch tiefer, als die von Preetz nach 14 Jahren Unglück.
    Die Hertha in ihrem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf!
    Die laufen auch lieber bergab!

  5. 54.

    Axel braucht nun mal Aufmerksamkeit die er anscheinend sonst nicht bekommen hat.
    Sein letzter Satz ist doch sinnbildlich für ihn selbst.

  6. 53.

    Zitat: "Tuchel wäre frei."

    Mmh - Hertha oder FC Chelsea . . . fällt schwer. ;-)

    https://www.transfermarkt.de/tuchel-vor-unterschrift-beim-fc-chelsea-ndash-bdquo-sky-ldquo-rangnick-lehnte-interimsrolle-ab/view/news/378669

  7. 52.

    Präsident?, Friedrich Direktor, Geschäftsführer Schmidt 2 Monate da!, Preetz Manager, was ist Windhorst und was Lehmann? Was machen die da? Magath hat mal gesagt, beim HSV laufen mehr Direktoren rum als Spieler, er hat Wolfsburg allein zum Meister gemacht. Hertha braucht 20 Dolmetscher, wie soll die Hertha ohne Verständigung Fußball spielen? Rummenigge hat gesagt, wenn Sane nicht schnell ein FCBayer wird, muß er sich warm anziehen. Nicht nur bei Hertha vegetieren Spieler, die nicht zusammenpassen, das schafft kein Trainer. Wie kann ein Direktor Spieler "kaufen" (Sklavenhandel) ohne Trainer? Woher hat ein Direktor die Fähigkeit, einen Trainer zu "kaufen"? Es läuft im Fußball alles aus dem Ruder, wie es beim FCB weiter geht, werden wir sehen, die sind auch auf dem Weg vom mia san mia zum mia san all Ausländer. Die Eisernen können es, mit wenig Zaster, da haben die Fans das Stadion gebaut. Kruse war ein "Führungsspieler", aber auch ohne ihn sind sie erfolgreich, was macht Hertha falsch?

  8. 51.

    Das Geheimnis ist,das M.Preetz nicht mehr dabei ist. Warten wird mal ab. Nicht gleich
    wieder schwarz sehen. Ein Platz im oberen
    Drittel wäre doch gut. Nicht gleich wieder
    durchdrehen.

  9. 50.

    Dardai wurde m. W. auch aufgrund dessen von der A-Mannschaft abgezogen, weil er zwar in den Hinrunden meist gute Ergebnisse lieferte, diese aber in den zweiten Hälften der Saisons nicht wiederholen konnte. Und nun zieht man ihn aus dem Nachwuchsbereich ab, um die Million-Dollar-Truppe auf den rechten Pfad zu führen. Als nahezu Unkündbarer ist er offensichtlich bereit, der Hertha alles zu geben. Das ist sehr sympathisch, aber ob er sich damit einen Gefallen tut . . .

    Die Entscheidung für Dardai/Neuendorf zeigt doch, dass Hertha keinen "Plan-B" dafür hatte, dass, wenn das Konzept "Europa" - mittels teurer Spieler plus namhafter Trainer- so nicht aufgehen sollte, alternativ gehandelt werden kann. Daran hat der geschasste Preetz einen sicher nicht geringen Anteil - aber nicht nur er.

  10. 49.

    Höre auf zu haten achte lieber auf deine Rechtsschreibung

  11. 48.

    Tuchel wäre frei.
    Der hat auch aus einem dahin dümpelnden Hauptstadtverein eine internationale Spitzenmannschaft geformt.
    War ein Scherz, Jungs.
    Für westberliner Verhältnisse reicht das, wo die Hertha steht.
    Passt aber auch zu Berlin: große Schnauze und nichts dahinter.

  12. 47.

    Liebe rbb,

    bekanntlich ist es schwer mit ausländischen Namen. Der gute Mann heißt Pál Dárdai. Verständlicherweise werden die Striche im Alltag weggelassen. Als geborene Ungarin mache selbst so.
    In einem Artikel erwarte aber, dass der Name bei aller Erwähnung gleich geschrieben wird und nicht mal Pal Dardai und andersmal Pál Dárdai. So viel Achtsamkeit und Respekt sollte es schon sein.

    Ich freue mich, dass er wieder bei Hertha ist und wünsche ihm viel Erfolg!
    Grüße,
    Éva

  13. 46.

    Welche Alternativen gab es denn kurzfristig, um zumindest nicht weiter abzustürzen ? Keine. Ob daraus eine Erfolgsgeschichte wird, wird sich zeigen. Nun müssen alle Verantwortlichen an einem Strang ziehen, Manager, Trainer und vor allem die "Ballzauderer". Aus vielen Einzelkämpfern muss endlich ein Team werden. Union macht es vor.

  14. 45.

    Ich kann nur hoffen, das der Par D. sich das auch gut entlohnen läst. Haben ihn ja nicht so gut abgefrühstückt im letzten Jahr. Auch wenn er im ausgleich die 16 J. Trenieren durfte. Da war ja der Klinsi wichtiger den je ....... und andere. Es sollte dem Hertha Team jetzt richtig weh tun!

  15. 44.

    Favre hat Hertha die Meisterschaft geklaut indem er in den entscheidenden Spielen die besten Spieler auf die Bank gesetzt hat! Das nehme ich ihm immer noch übel! Nie mehr Favre, bitte!

  16. 43.

    Hertha vertraut nun einem Trainer im Abstiegs-Vermeidungskampf, den man den Abstiegs-Vermeidungskampf nicht zugetraut hat.
    Mein Kopf hat gerade eine Endlosschleife.

  17. 42.

    PAL Darday ist bestandener Herthaner mit praktischen Fähigkeiten. Er fordert die Spieler und lässt sich nicht auf der Nase herumtanzen.
    Das Preetz nicht mehr dabei ist, wirkt sich auch
    positiv aus. A.Friedrich hat auch schon erfolgreich im Management gearbeitet. Zecke
    Neuendorf ist ein kompromisloser Typ, der zeigt,
    wo es lang geht. Mal sehen,wer wessen Sprache
    zuerst beherrscht. Ich wünsche dem Trainertaem und der Mannschaft den nötigen
    Biss und Ausdauer. Und denkt daran: Ihr seid
    Hertha BSC Berlin und sonst nichts.
    Grossmannssucht will man euch von aussen
    einreden. HaHoHe Hertha BSC!!!

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