Carsten Schmidt (Quelle: imago images/Matthias Koch)
Audio: Inforadio | 06.01.2020 | Dennis Wiese | Bild: imago images/Matthias Koch

Bundesligist benennt Ziele 2021 - Hertha-Geschäftsführer Schmidt will "attackieren"

Herthas neuer Geschäftsführer Carsten Schmidt will den Bundesligisten zu sportlichen Erfolgen führen. Ein guter Start könnte dank des Spielplans bereits im Januar gelingen. Ob der Kader erneut verstärkt wird, ist noch offen.

Das neue Jahr mit guten Vorsätzen beginnen: Das versuchen zum Start von 2021 wieder viele - und auch Hertha BSC hat sich etwas vorgenommen. "Unser gesamter Fokus liegt darauf, mehr Fußballspiele zu gewinnen. Darauf ist die Organisation heiß", erklärte Carsten Schmidt am Dienstag bei einer Online-Medienrunde des Bundesligisten. Seit dem 1. Dezember ist er Vorsitzender der Geschäftsführung der Berliner und leitet die Bereiche Marketing, Vertrieb, Strategie, Unternehmenskommunikation und Internationalisierung.

Schmidt: "Sehen uns als eine Gruppe, die attackieren will"

Der ehemalige Geschäftsführer des Pay-TV-Senders Sky soll dazu beitragen, dass Hertha seine hohen sportlichen und wirtschaftlichen Ziele erreicht. "Wir sehen uns schon als eine Gruppe, die attackieren will, die positiv und mit Energie, Optimismus und Spaß nach vorne arbeiten will", sagte Schmidt.

Erst vor rund einer Woche präsentierte der Verein einen neuen Trikotsponsor. Das Maklerunternehmen Homeday prangt bis zum Saisonende auf der Berliner Brust und wird anschließend für drei weitere Jahre Exklusivpartner.

Schmidt hat bereits mit Hertha-Investor gesprochen

Ein finanzstarker Nachfolger wird bereits gesucht. "Es ist unsere Aufgabe, das richtige Angebot, das richtige Konzept, zu entwickeln und dann den passenden Partner zu finden", sagte Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller.

Den größten finanziellen Schub gibt weiterhin Investor Lars Windhorst mit seiner Beteiligungsgesellschaft Tennor, mit der sich Geschäftsführer Schmidt bereits getroffen hat. "Wir haben ein sehr, sehr langes Gespräch geführt, auch zum Thema Kommunikation. Seitdem ist es deutlich ruhiger und besser geworden, so haben wir das auch für das neue Jahr vereinbart", sagte Schmidt. In der Vergangenheit hatte Windhorst seine Zielvorstellungen für Hertha oft deutlich ambitionierter formuliert als der Klub selbst.

Entscheidung über Transfers in dieser Woche

Ob für die Umsetzung der sportlichen Ziele in der laufenden Transferphase noch Verstärkung für das Fußball-Team von Trainer Bruno Labbadia kommt, ist noch nicht klar. In dieser Woche soll darüber beraten werden. Eines steht aber bereits fest: "Ein Transfer-Winter wie letztes Jahr wird sich nicht so schnell wiederholen", versicherte Schiller.

Im vergangenen Winter hatte Hertha mit knapp 80 Millionen Euro so viel Geld ausgegeben wie kein anderer Klub in Europa. Sportlich blieben die Berliner aber dennoch hinter den Erwartungen zurück.

"Der Jahresausklang war anders als der Jahreseinstieg", merkte Schmidt optimistisch an und nannte den 3:0-Sieg gegen Schalke 04 "wichtig für alles, was wir uns für den Januar vorgenommen haben". Dort stehen für die Berliner noch fünf Ligaspiele an. Mit Bielefeld, Köln, Hoffenheim und Bremen sind gleich vier Gegner in der Tabelle unter Hertha BSC platziert. Diese Spiele sollten die Charlottenburger also gewinnen, wenn sie ihre guten Vorsätze erfüllen wollen.

Sendung: rbb UM6, 05.01.2020, 18 Uhr

7 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 7.

    Natürlich macht eine Schwalbe noch keinen
    Sommer aber was soll dieser ständige
    Pessimismus. Lasst doch die Leute erst einmal
    miteinander arbeiten. Und zwar auf dem Platz
    Und neben dem Platz.

  2. 6.

    Na ja, Big City Club würde ich ja mit Großstadtverein übersetzen. Also wären auch Union, BFC Dynamo, Altglienicke u.s.w. Big City Clubs.

  3. 5.

    Macht wohl einer groß auf "Big City Club?"

  4. 4.

    Ich mache mir Sorgen um die alte Dame, die Hertha wirkt derzeit krank auf mich.
    140 Millionen Euro Verbindlichkeiten und noch immer wird - dazu noch erfolglos - versucht, auf der Überholspur zu fahren.
    Sportlich ist das alles halb so wild, selbst falls man mal vorübergehend in der 2. Liga landen sollte.
    Die wirtschaftliche Seite ist diejenige, welche mir sehr viel mehr Sorgen bereitet. Das Schlimmste wäre, wenn am Ende nach den derzeitigen Va-banque-Spielchen der Verein kaputt geht. Alles andere lässt sich über kurz oder (wohl eher) lang wieder einrenken.

  5. 3.

    "Der ehemalige Geschäftsführer des Pay-TV-Senders Sky soll dazu beitragen, dass Hertha seine hohen sportlichen und wirtschaftlichen Ziele erreicht."


    Was hat da wohl Priorität?
    die hohen sportlichen oder die höchsten wirtschaftlichen Ziele.
    Kommerzfußball zum anfassen.

    auweia, alte Dame. du tust mir echt gerade nur noch leid.

  6. 2.

    Na Carsten, dann gib mal Zunder XD

  7. 1.

    Der Club steht kurz vor den Abstiegsplätzen, hat einen aufgeblähten, teuren Kader mit egoistischen Talenten aus aller Herren Länder. Das einzige, was sich bisher geändert hat, ist das Konto der Berliner dank der vielen Millionen Euro eines Mannes, der jetzt schon weiß, dass der Einstieg als Investor in einem Fußballclub mit Visionen nur gelingen kann, wenn man erstens Ahnung von diesem Wirtschaftszweig hat und zweitens bereit ist, alte Strukturen aufzubrechen und einen Verein umzukrempeln. Die Chance hat Lars Windhorst schon längst vertan. Und das weiß er vermutlich auch.
    Vielleicht sollte man dem attackierenden Herr Schmidt auch mal sagen, dass eine Schwalbe (3:0 gegen Schalke) keinen Sommer macht und man sich mehr oder weniger in der Abstiegszone befindet. Ich sehe ja den "Big City Club" Hertha BSC in der nächsten Saison gegen den HSV in der 2.Liga spielen.

Das könnte Sie auch interessieren

Berlins Union-Spieler Christopher Trimmel (l) kämpft gegen Yussuf Poulsen von RB Leipzig um den Ball beim Hinspiel 2019(Bild: dpa)
dpa

Union Berlin zu Gast bei RB Leipzig - Unruhiger Hinrunden-Abschluss

Der 1. FC Union hat intensive Stunden hinter und vor sich: Nach dem Sieg gegen Leverkusen ermittelt der DFB-Kontrollausschuss - wegen des Verdachts einer rassistischen Äußerung eines Union-Profis. Und der nächste Gegner ist Titelkandidat RB Leipzig. Von Stephanie Baczyk

leere Ränge im Hinspiel Hoffenheim gegen Hertha BSC (Quelle: Wagner/Witters/Pool/Witters)
Witters GmbH

Hertha BSC gegen Hoffenheim - Krisenduell der Enttäuschenden

Hertha BSC schließt eine wieder einmal enttäuschende Hinrunde ab. Gegen Hoffenheim (Dienstag, 20:30 Uhr) plagen die Berliner Verletzungssorgen - und sie treffen auf einen alten Bekannten, der um seinen Job kämpft. Von Jakob Rüger