Stadion an der Alten Försterei, Luftaufnahme (imago images/Matthias Koch)
Bild: imago images/Matthias Koch

Minus wegen Corona - Unions Stadionbetriebs AG verzeichnet Fehlbetrag

Wegen der Corona-Krise hat die "An der alten Försterei" Stadionbetriebs AG mit ihrem Hauptpartner 1. FC Union Berlin erstmal seit dem Bau der Haupttribüne 2012/2013 wieder einen Jahresfehlbetrag hinnehmen müssen. "Natürlich ist die Pandemie nicht spurlos an uns vorbeigegangen. Die Konsequenzen für die AG sind besonders", sagte Dirk Thieme, Vorstand der Stadionbetriebs AG bei der digital abgehaltenen Hauptversammlung am Dienstagabend.

Die AG musste demnach 2019/2020 ein Minus von 605.000 Euro verzeichnen. 542.000 Euro davon entfielen auf Mietminderungen für den Fußball-Bundesligisten. Der bisherige Bilanzverlust in Höhe von rund 911.000 Euro stieg durch den Fehlbetrag aus dem Geschäftsjahr 2019/20 auf insgesamt über 1,5 Millionen Euro an.

Kurzarbeit und Kredite

Um den finanziellen Einbruch abzumildern, haben diverse Zweige des Union-Konzerns Kurzarbeit angemeldet. Wie das Fachmagazin Kicker aus der Jahreshauptversammlung berichtet, habe die Stadionbetriebs-AG darüber hinaus bei der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen Kredit in Höhe von 2,5 Millionen Euro in Anspruch genommen.

Bis zur geplanten Erweiterung des Stadions An der Alten Försterei von einer Kapazität von 22.000 auf 37.000 Besucher wird es noch eine Weile dauern. Thieme rechnet mit dem Baurecht im Sommer 2022 und geht von einem Jahr Bauzeit aus. Im Jahr 2023 könnten die Modernisierungsmaßnahmen abgeschlossen sein.

Zwei Hürden müssen die AG und der Verein noch überspringen. Zum einen das Bebauungsplanverfahren, das Gutachten vor allem für den Verkehr, aber auch für Umwelt und Lärm beinhalt. Außerdem gibt es noch ein Planfestungsverfahren für eine Straßenbahnwendestelle in unmittelbarer Stadionnähe.

Sendung: rbb24, 26.01.2021, 21:45 Uhr

3 Kommentare

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  1. 3.

    Die Fans von Union haben schon mehrfach bewiesen, dass sie auch materiell zu dem Verein stehen. Hertha hingegen hat auf die Karte Investor gesetzt.

  2. 2.

    Bei Union sind die Fan´s die "Oberen". Die sprechen von unserer GL und unseren Profi´s. Als Miteigentümer wird man eine typische Union-Lösung finden: volles Haus, wenn es wieder möglich ist.

  3. 1.

    Na dann mal ran Unions Fans Geldbeutel aufmachen damit Eure Oberen und armen Profis dafür nicht zahlen müssen.

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