"Unsportliches Verhalten" - Union-Spieler Florian Hübner wird für zwei Spiele gesperrt

Union-Profi Florian Hübner (imago images/Matthias Koch)
Bild: imago images/Matthias Koch

Der Kontrollausschuss des DFB hat sein Ermittlungsverfahren gegen die Union-Profis Florian Hübner und Cedric Teuchert abgeschlossen. In der Folge wurde Hübner aufgrund "unsportlichen Verhaltens" zu einer Sperre von zwei Spielen und zusätzlich mit einer Geldstrafe belegt. Die Ermittlungen gegen Teuchert wurden eingestellt.

Hübner wurde im Rahmen der Bundesliga-Partie gegen Bayer Leverkusen vorgeworfen, Gegenspieler Nadiem Amiri rassistisch beleidigt zu haben. Dieser Verdacht habe sich nicht bestätigt, wie Hübners Verein, der 1. FC Union Berlin, in einer Pressemitteilung schreibt.

Verein und Spieler akzeptieren das Urteil

Für die tatsächlich gefallene Wortwahl hatte sich Hübner unmittelbar nach Spielschluss bei Amiri entschuldigt. Zum Urteil des DFB wird er von seinem Verein wie folgt zitiert: "Ich bin froh, dass die Angelegenheit erledigt ist und schnell einen Abschluss gefunden hat. Ich habe einen Fehler gemacht, indem ich mich überhaupt in die Auseinandersetzung der Leverkusener Mannschaft mit dem Schiedsrichter eingelassen habe. (...) Für mein Verhalten in der verbalen Auseinandersetzung mit dem Leverkusener Spieler Nadiem Amiri bin ich zu Recht bestraft worden. Von grundlegender Bedeutung ist für mich, dass das Sportgericht und der DFB davon ausgehen, dass ich selbst zuvor verbal attackiert worden bin und dass meine Äußerungen nicht diskriminierend oder in irgendeiner Weise rassistisch waren."

Unions Präsident Dirk Zingler ergänzte an gleicher Stelle: "Dass es auf dem Platz von beiden Seiten Beleidigungen gab, ist äußerst bedauerlich und absolut unnötig. Sich dafür öffentlich zu entschuldigen, zeugt von Größe und Verantwortungsbewusstsein." Der 1. FC Union Berlin und Florian Hübner haben das Urteil akzeptiert. Es ist damit rechtskräftig.

Sendung: rbb UM6, 21.01.2021, 18:15 Uhr

19 Kommentare

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  1. 19.

    Aber das gute ist doch, Union hat wenigstens auf dem Rasen gewonnen und die Pillendreher so nachhause geschickt.

  2. 18.

    Ich bin definitiv kein Union Fan, aber dieses Urteil ist lächerlich. Da soll zum einen Union abgeurteilt werden, weil der DFB scheinbar diesen Verein nicht mag. Zum anderen ist laut aussagen und berichten nicht kalt was genau gesagt wurde und wie. Ebenso ist es schon fast symbolisch für unser Land geworden, das es bei solchen Zusammensetzungen im Streitfall schon vorher jeder weiß wer der Schuldige ist.

  3. 17.

    sperre und Geldstrafe wegen unsportlichem Verhalten sagt der DFB. Okay, aber was ist unsportliches Verhalten und worin hat sie denn eigentlich bestanden. Das geht aus den Meldungen und Statements der Clubs und des DFB nicht hervor. Bleibt irgendwie ein schaler Nachgeschmack für mich.

  4. 16.

    Nicht jede kleine Beleidigung ist rassistisch. Jeder äußert schon mal eine Pauschalierung mit dem Beginn Sche.. Hier einige Beispiele Sche..radfahrer, Sche..autofahrer, Sche..berliner, Sche..ami in manchen Kreisen Sch..bullen usw. Legendär schon der "Saupreiß dammiger" in Bayern.
    In genau diese Kategorie gehört der Ausspruch Hübners wenn er so gefallen sein sollte und somit ist die Reaktion des DFB angemessen. Wer überall Rassismus wittert, für den reicht das natürlich nicht.

  5. 15.

    Einige haben offenbar Probleme, einen Text zu lesen. Ihr versteift Euch auf ein Zitat des Spielers nach dem Urteil. Aus dem Urteil selbst geht unsportliches Verhalten hervor. Daher die Strafe.

  6. 14.

    Daß sie der Vorwurf nicht bestätigt hat, ist eine Aussage von Union, kein Beweis, daß es tatsächlich nicht so war.

    Daß offenbar mehr dahinter steckt, als Union zugeben mag, zeigt das Urteil. Wofür hat sich Hr. Hübner denn in der Leverkusener Kabine entschuldigt (nachdem die Vorwürfe laut wurden), wenn das doch laut Union angeblich Alles nicht stimmen soll? Klingt ein wenig unlogisch.

    Abwiegeln ist allerdings gerade auch im Profifußball nicht so neu und hinterher hat man alles Gesagte immer nicht so gemeint. Auch im "Eifer des Gefechts" sollte man aber vor dem Gebrauch der Sprache das Gehirn aktivieren.

  7. 13.

    Gleichfalls müssten sich jetzt alle die Menschen entschuldigen, die in ihren Beiträgen nach dem Spiel eindeutig Rassismus festgestellt hatten und Herrn Huebner vorverurteilt hatten. Aber vielleicht schämen sie sich wenigstens

  8. 12.

    Gleichfalls müssten sich jetzt alle die Menschen entschuldigen, die in ihren Beiträgen nach dem Spiel eindeutig Rassismus festgestellt hatten und Herrn Huebner vorverurteilt hatten. Aber vielleicht schämen sie sich wenigstens

  9. 11.

    "Für die tatsächlich gefallene Wortwahl..."

    Muss schon eine üble Beleidigung gewesen sein, wenn man dafür eine Strafe von 2 Spielen und 20.000 € zahlen muss und ihm Zugute gehalten wird, dass es eine Reaktion auf Amris Äußerung war und man sich danach ausgesprochen.

    Seltsames Verhalten von allen Akteuren....

  10. 10.

    Ich habe immer noch den Eindruck,dass manche Spieler von 04 schlechte Verlierer sind.
    Und Sportfreund Tah hat sich mit seinen unterschiedlichen Aussagen (DAZN;ARD) keinen Gefallen getan hat.
    Ansonsten kann ich hier nur ebenfalls sagen:Amiris Tätlichkeit war eigentlich glatt Rot.
    Warum reagierte der Kölner Keller nicht?

  11. 9.

    Ich bin kein Union-Fan aber Gerechtigkeit muss
    sein. Das wilde Aufeinander losschlagen bringt
    Nichts außer Frust und Wut. Davon hat niemand
    etwas. Lasst uns nach Corona mal an einem
    Tisch sitzen und einige Biere zischen. Das ist
    besser als Stress.

  12. 8.

    "Im Zweifel für den Angeklagten" : Dieser Grundsatz scheint dem DFB wohl frend. So darf man Sportgerichtsbarkeit nicht praktizieren.

  13. 7.

    Na ma kieken, wann all die Entrüsteten vom letzten Wochenende um die Ecke kommen.

  14. 6.

    Ich finde Hübner hat nach seinem Fehler sauber reagiert. Jetzt sollte sich noch Jonathan Tah endschuldigen der andere im Fernsehen rassistischer Äußerungen bezichtigt obwohl er wie er selbst sagt sie nicht gehört hat. Damit spielt er Rassisten nur in die Hände. Damit könnte sich der DFB ebenfalls beschäftigen und bestrafen.
    ODER ???

  15. 5.

    Das ist schon ein sehr merkwürdiges Urteil. Nun ja, das Verhältnis der Fans zum DFB ist sowieso gestört und solch undurchsichtige Ermittlungen werden die Unstimmigkeiten mit Sicherheit nicht vermindern. Union wird es Überleben, die beste Antwort wäre ein Sieg in Augsburg.

  16. 4.

    Okay, Union. Samstag gegen Augsburg wieder alles geben und was auch immer war, abhaken.

  17. 3.

    Warum wird der Spieler Amiri nicht bestraft obwohl er , im TV zu sehen, Kollegen Hübner ins Gesicht fasst. Das nenne ich gleichfalls unsportlich. Der große Verlierer der Aktion allerdings ist Münchhausen Tah. Der berühmte Geschichtenerzähler.

  18. 2.

    es war nicht diskriminierend und nicht rassistisch????? Strafe für was dann bitte ??????
    kann's mir jemand beantworten ??? würde mich seeeehhr freuen

  19. 1.

    "Hübner wurde im Rahmen der Bundesliga-Partie gegen Bayer Leverkusen vorgeworfen, Gegenspieler Nadiem Amiri rassistisch beleidigt zu haben. Dieser Verdacht habe sich nicht bestätigt, wie Hübners Verein, der 1. FC Union Berlin, in einer Pressemitteilung schreibt."

    Ja aber: warum wird er dann für zwei Spiele gesperrt?

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