Hertha-Trainer Bruno Labbadia im Regen. / imago images/Metodi Popow
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Video: rbb UM6 | 11. Januar 2021 | Bild: imago images/Metodi Popow

Hertha-Trainer Labbadia nach Niederlage in Bielefeld - "Jetzt sind wir im Dreck gelandet"

Nach der Niederlage in Bielefeld enttäuschte Hertha BSC erneut die Erwartungen der Fans und des Vereins. Doch Trainer Bruno Labbadia bittet um Geduld - er weiß genau, worum es jetzt gehen muss.

Ein Sieg bei der Arminia in Bielfeld wäre für Hertha BSC und Cheftrainer Bruno Labbadia wichtig gewesen und hätte etwas Konstanz in die Mannschaft gebracht. Und natürlich Luft nach unten. Doch das Spiel ging verloren, trotz guter Anzeichen im Vorfeld. Der 54-Jährige sprach am Montag deswegen in einer Medienrunde über ...

... Gedanken auf der Rückreise

"Die Enttäuschung war riesengroß und das war auch noch heute zu spüren, alles andere wäre Blödsinn. Wir hatten uns viel vorgenommen und wussten ganz genau, was auf uns zukommt. Daher war die Stimmung nicht gut auf der Rückfahrt, auch heute früh beim Training nicht. Uns ist bewusst, dass wir die Chance liegen gelassen haben, um Anschluss zu finden, um uns abzusetzen. Deswegen war die Stimmung heute früh sehr getrübt."

... fehlende Konstanz in der Mannschaft

"Für uns ist das nicht befriedigend, dass wir nicht diese erhoffte Konstanz reinbringen. Wir haben berechtigte Hoffnungen gehabt nach dem Spiel gegen Schalke, dass wir da jetzt auch ein gutes Spiel machen, denn alle Anzeichen waren positiv in den letzten drei Wochen. Wir sind definitiv unzufrieden, auch, dass wir so ein Spiel abgeliefert haben."

... Erklärung für die Niederlage

"Dafür gibt es keine Erklärung, aber ich sage jetzt auch nicht, ich weiß nicht weiter! Aber in dem Fall gab es keine Anzeichen, wir hatten sehr fokussiert trainiert zum Beispiel Zweikämpfe gegen den Ball auch das Spiel mit dem Ball. Und das haben wir gestern viel zu wenig von uns gesehen. Wir haben sehr viele Abläufe trainiert, es war eine gute Anspannung und Stimmung da. Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich kein super Spiel erwartet, sondern ein intensives Spiel. Wir müssen aber, wenn wir kein gutes, sondern ein durchschnittliches Spiel wie gestern machen, erstmal kein Tor kassieren. Das Tor war zu billig nach langem Einwurf, wir haben da mit einem Mann weniger nicht gut reagiert und das ist ärgerlich, weil man mit einer Einzelaktion das Spiel trotzdem noch entscheiden kann, was dann im Endeffekt doppelt ärgerlich ist."

... die Bilanz

"Wir müssen klar sagen, dass wir Spiele nur gewinnen können, wenn wir ans Maximum kommen. Wir müssen eher auf das Kollektiv schauen, da wir nicht so viele Einzelspieler haben, die ein Spiel entscheiden können. Damit könnten wir mit einigen Teams mehr als mithalten. Fakt ist aber, dass wir in vielen Spielen, wo wir mithalten konnten, zu wenige Ergebnisse geliefert haben. Es ist gerade schwierig, zu sagen, wo es hingeht. Aber wir müssen ganz klar die nächsten Spiele annehmen, vor allem Köln, weil wir momentan eher hinten als vorne dran sind. Wir müssen geduldig sein. Diese Fähigkeit habe ich erst als Trainer gelernt, ich bin nämlich eigentlich kein geduldiger Mensch."

... die aktuelle Situation

"Das sage ich sehr klar, ich brauche da auch nicht um den heißen Brei herumzureden. Es ist shit, dass wir dieses für uns wichtige Spiel nicht entscheiden konnten. Jetzt sind wir gerade im Dreck gelandet und jetzt müssen wir wieder aufstehen. Das ist das Hauptziel für mich. "

Sendung: rbb UM6, 11. Januar 2021, 18:00 Uhr

17 Kommentare

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  1. 17.

    Irgendwann werdet auch Ihr zu merken bekommen, dass es Geld nur für Leistungen gibt.

  2. 16.

    Falsche Einstellung. Es muss jetzt etwas passieren und nicht auf Zeit gespielt werden. Labbadia macht es sich zu einfach. Und was Preetz will weiß ich wirklich nicht, offenbar ist es ihm egal, solange er seinen Job behält.

  3. 15.

    .....da wir nicht so viel Spieler haben die ein Spiel entscheiden können.......

    Wer hat die Spieler verpflichtet ?
    Herr P haben Sie eingekauft, weil Geld da war ohne Nachzudenken?

    diese Aussage ist ein Offenbarungseid , treten Sie zurück und tragen endlich Verantwortung, bevor wir die Rückrunde wieder nur gegen den Abstieg ..... ( ich will nicht von Kampf reden )

  4. 14.

    "Ausschliesslich teure Spiele kaufen, ..." - da war doch mal was. Damals, wie heute, hat es nichts genutzt. Spielte die Hertha nicht auch gegen Bielefeld, bevor ihnen die Manipulation um die Ohren flog?

  5. 13.

    Hertha hatte mal ein Gutes Duo namens Honeß und Favre. Sie wurden damals von den Hertha Bossen vergrault. Sie waren dabei eine gute Mannschaft aufzubauen, was ihnen aber besonders Honeß verweigert wurde. Sie „mussten“ Preetz ja irgendwie unterbringen. Alles Gute wird von Hertha vertrieben. Das war schon immer so und so wird es auch bleiben. Millionen schiessen keine Tore, wenn das Gesamtkonzept nicht stimmt. Wir brauchen keine Individualisten und große Namen, sondern Spieler mit Talent und Biss und die zusammen eine Einheit bilden. Hertha hatte immer große Namen geholt am Ende Ihrer Karriere, die dazu noch ständig verletzt waren. Große Talente aus der Jugend gehen weg. Siehe Boateng usw.

  6. 12.

    Ich als Unioner würde dir raten, die Nase nicht zu hoch zu tragen. Du fällst hier leider im Gegensatz zu vielen anderen Eisernen sehr unangenehm auf. Nur Weniger haben gedacht, dass es im zweiten Jahr (bisher) so klasse läuft, ich bin dafür dankbar, muss aber nicht auf anderen herumtreten. Und offensichtliche Hipster wie dich braucht auch niemand. Grüße.

  7. 11.

    Herthaner, Kopf hoch! Das sind genau die Spiele die verloren gehen, obwohl keiner glaubt, das das nicht möglich sein sollte. Jetzt ist wichtig Herrn Labbadia mal machen zu lassen. Nicht auf Teufel komm raus was ändern wollen. Die Entwicklung einer Topmannschaft ist kein Kurzstreckenrennen, Rückschläge normal. Ausschliesslich teure Spiele kaufen, bedeutet keine Spitzenmannschaft. Druck raus, Kopf an. Die Personalie die evtl. mal zu tauschen wäre ist Hr. Preetz, aber unbedingt im Verein halten, nur andere Position.
    Ansonsten freue ich mich auf das Rückspiel, wir haben ja da noch ein Hühnchen zu rupfen. :-)
    Rot-Weiße Grüße nach Charlottenburg und Eisern Union!

  8. 10.

    Das Spiel in Köln wird anders laufen als das in Bielefeld, denke ich.
    Köln muss auf Sieg spielen, die haben noch mehr Druck als Hertha, insbesondere nach dem 0:5 in Freiburg.
    Da kann die Hertha ganz anders aufspielen als bei der undankbaren Aufgabe in Bielefeld. Hinzu kommt, dass Köln bislang die heimschwächste Mannschaft der Liga ist und Cordoba gegen sein Ex-Team vermutlich besonders motiviert ist.
    Ich glaube nicht, dass die Hertha kommenden Samstag noch einmal so ein Spiel wie in Bielefeld abliefern wird.

  9. 9.

    So nicht Herr Labbadia. Der FCB ist ein Beispiel für einen funktionierenden Verein. Da wird schneller reagiert, wenn es im Ansatz nicht läuft. Mit Geduld ist es immer so eine Sache. Grundsätzlich gut, aber wenn sich quasi seit Jahren der Erfolg nicht einstellt, dann muss eben was passieren. Hertha braucht eine starke Persönlichkeit. Da muss Tacheles geredet werden. Dieses Herumdümpeln ist unerträglich. Wenn schon der Manager nichts ordentlich hinbekommt, dann muss der Trainer auf den Putz hauen. Wenn beide immer auf Zeit spielen, dann wird es nichts und Hertha bleibt mittelmäßig. Geld ist da, es muss nun endlich mal einer ein Konzept haben und umsetzen. Mentale Stärke ist gefragt. Und es gibt genug Trainer, die sich diesen Manager nicht gefallen lassen würden.

  10. 8.

    ...würde ja in die Big Shitty Club-Philosophie passen...

    Wenn er das als "im Dreck landen" ansieht, dann wartet mal bis der windige Horst sein Kapital aus der GmbH & Co. KG a.A. zieht.

  11. 7.

    Ob dieser Trainer sich dann mit den Herrn Preetz gut versteht? Der Startrainer soll ja nicht ganz einfach sein! Es soll ja in Paris und in Dortmund immer wieder Reibereien zwischen Trainer und Funktionäre des Vereins gegeben haben? So stand es jedenfalls in einigen Zeitungen!

  12. 6.

    He, nicht so abfällig über die zweite Liga sprechen. Schließlich waren deine Unioner dort auch jahrelang. Da war es für dich sicherlich noch uncool, in der ersten Liga zu spielen, oder? ;)

  13. 5.

    Habe gehört, das ein Startrainer aus Paris schon im Anflug ist, um Hertha unter die Top Five zu bringen.

  14. 4.

    Klingt ja alles nachvollziehbar, aber wenn ich nicht mal bei Bielefeld einen Punkt holen kann, obwohl ich die Chance habe, endlich einen Schritt nach vorne zu machen, wann denn dann? Die Saison ist abzuhaken, da geht nichts mehr. Allerdings wird Hertha mit dem Abstieg auch nichts zu tun haben.

  15. 3.

    Christian

  16. 2.

    Fightet und strengt euch an! Berlin braucht auch in der zweiten Liga eine Top-Mannschaft.

  17. 1.


    Alles schon mehr als einmal gehört. Erinnert an" täglich grüßt das Murmeltier ". Nicht soviel labern, vielleicht mal machen. Wenn Köln in die Hose geht bin ich mal gespannt was dann zu hören ist.

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