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BFV und FLB vor Corona-Gipfel - Fußball-Landesverbände fordern Öffnungen im Amateursport

Mit einem Appell hat sich der Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) an Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) gewandt und eine Öffnung für den Amateursport gefordert. Der Lockdown dürfe für den Fußballsport "nicht zu einem Dauerzustand werden", heißt es in dem offenen Brief des FLB vom Freitag. Der Verband unterstütze ausdrücklich den Beschluss der Konferenz der Sportministerinnen und Sportminister der Länder zum schrittweisen Wiedereinstieg in den organisierten Sportbetrieb.

"Mit großer Erwartung blicken wir nun auf die nächsten politischen Entscheidungen verbunden mit der Hoffnung, zumindest den Trainingsbetrieb in einem ersten Schritt wieder zuzulassen", heißt es weiter mit Blick auf den nächsten Corona-Gipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch.

Ball ruht seit November

Seit Anfang November 2020 ruht in Brandenburg wegen der Corona-Pandemie jeglicher Spiel- und Trainingsbetrieb. "Durch diese Zwangspause steht der Sport im Allgemeinen und der Fußball im Speziellen inzwischen vor der größten Herausforderung seiner Geschichte", schrieb der FLB. "Mit verantwortungsvollem und solidarischem Handeln haben die Vereine (...) ihren Beitrag zur Viruseindämmung geleistet. Bereits im Sommer und Herbst 2020 haben gute Hygienekonzepte gezeigt, wie eine Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebes erfolgreich gelingen kann."

BFV stellt Stufenplan vor

Auch der Berliner Fußball-Verband (BFV) fordert Lockerungen. In einem offenen Brief hat Berlins Fußballchef Bernd Schultz einen Stufenplan für die Rückkehr in den Trainings- und Spielbetrieb der Jugend und Amateure vorgestellt. Der Präsident des BFV sprach am Freitag von vier Öffnungsschritten im Freien: zuerst das Training für Kinder bis zwölf Jahre in Zehner-Gruppen ab dem 8. März, dann das Training für alle Vereinsmitglieder in Zehner-Gruppen, schließlich das Training in Mannschaftsstärke (30er Gruppen) und danach die Rückkehr zum Wettkampf- und Spielbetrieb.

"Im Namen der über 170.000 Mitglieder des Berliner Fußball-Verbandes bitte ich Sie, den Fußballerinnen und Fußballern der Hauptstadt eine Perspektive zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes aufzuzeigen und damit die sportliche Betätigung in den rund 400 Berliner Fußballvereinen als Teil der Lösung zur Bewältigung der Pandemie zu verstehen", appellierte Schultz an die politisch verantwortlichen Kräfte in der Hauptstadt. Derzeit ruht der Trainings- und Spielbetrieb der Amateure wegen der Corona-Pandemie komplett.

Schultz beruft sich auf "die neueste wissenschaftliche Untersuchung", die besage, dass das Infektionsrisiko mit dem Virus Sars-CoV-2 auf dem Fußballplatz sehr gering sei. Im Hinblick auf den nächsten Corona-Gipfel erwartet der BFV von Seiten der Berliner Politik eine Öffnungsperspektive, heißt es in dem offenen Brief an den Regierenden Bürgermeister Michael Müller und Sportsenator Andreas Geisel (beide SPD).

Sendung: rbb24, 26.02.21, 21:45 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    Mensch Kalle, zum hundersten Male...es gibt bedeutende Unterschiede zw. Amateuren und Profis.
    Das weisst du sicher auch

  2. 1.

    Diese Forderungen finde ich gut ich frage mich wieso solche Unterschiede gemacht zwischen Amateursport und Profisport. Profisport ja Amateursport Nein dieses ist für mich eine Diskremierung des Amateursports hier rüber sollte die Politik mal nachdenken.

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