DESG-Prasident Matthias Große (Quelle: imago images/Matthias Koch)
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Sportausschuss des Bundestags - Athletensprecher erneuert Kritik am DESG-Präsidenten

Der Athletensprecher der Eisschnellläufer, Moritz Geisreiter, hat erneut Kritik an der Führung der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) geäußert.

Er warf Präsident Matthias Große am Mittwoch im Bundestags-Sportausschuss mangelnde Kommunikation vor und wünschte sich, dass die Athleten künftig in der Verbandsspitze mehr Gehör fänden. "Für mich persönlich sind Bedenken und Sorgen, die vor allem den Athletinnen und Athleten gelten, jedenfalls nicht geringer geworden. Und auch durchaus Fragen offen geblieben, die es im Nachgang zu klären gilt", sagte die Sportausschuss-Vorsitzende Dagmar Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Freitag bezweifelt reibungslose Kommunikation

Der Berliner Unternehmer und DESG-Präsident Matthias Große dankte dem Sportausschuss "für die vielen sachgerechten und inhaltlich wichtigen Fragen" und schlussfolgerte: "Das war ein guter sportpolitischer Tag für unseren Verband." CDU-Obmann Eberhard Gienger sagte, dass "der Herr Große seine Vorstellungen hat und das alles jetzt nicht unbedingt mit der feinen Klinge durchzieht, sondern etwas grobschlächtig die Dinge angeht. Aber es hat sich was verändert. Und ich hatte den Eindruck, dass man bemüht ist, trotz aller Probleme an einem Stang zu ziehen", ergänzte der frühere Turn-Weltmeister.

Im Januar hatten vier Eissprinter in einem offenen Brief heftige Kritik an der Verbandsspitze geübt. Erst kürzlich teilte die DESG jedoch mit, dass alle Unstimmigkeiten in einem offenen Gespräch ausgeräumt worden seien. Auf die angekündigten Sanktionen wurde deshalb verzichtet.

"Mein Eindruck aufgrund einiger aus meiner Sicht durchaus bemerkenswerter Formulierungen in
der Pressemitteilung war allerdings schon vorher, dass die Kommunikation zwischen Funktionären und Aktiven noch lange nicht reibungslos verläuft", sagte Dagmar Freitag. "Und persönlich bin ich auch nach der heutigen Sitzung nicht überzeugt, dass die Meinung mündiger Athlet*innen zukünftig wirklich Gehör auf Augenhöhe finden wird", fügte die SPD-Politikerin hinzu.

Sendung: rbb24, 24.02.2021, 21:45 Uhr

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