Investor Windhorst besetzt vierten Platz - Ex-Premiere-Chef Kofler wird Aufsichtsrat bei Hertha BSC

Georg Kofler während einer Filmpremiere in Berlin (Quelle:imago images / Raimund Müller)
Bild: imago images / Raimund Müller

Der ehemalige Medienmanager Georg Kofler sitzt künftig im Aufsichtsrat von Hertha BSC. Das bestätigte Investor Lars Windhorst der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Windhorst besetzt damit seinen vierten Aufsichtsrats-Posten im Gremium der GmbH & Co KGaA, der ihm bereits seit dem Kauf von bislang 49,9 Prozent der Anteile bis zum vergangenen Winter zusteht. Er hatte bislang nur drei der Plätze besetzt.

Kofler komplettiert Quartett um Jens Lehmann

Neben Georg Kofler berief Windhorst bislang den ehemaligen Nationaltorhüter Jens Lehmann, den Juristen Thomas Werlen und Tarek Malak, der in Windhorsts Tennor-Holding arbeitet, in den Aufsichtsrat. "Ich freue mich sehr, dass wir damit nun komplett und sehr professionell aufgestellt sind", kommentierte Windhorst sein nun vollständiges Quartett im Gremium.

In dem 63-jährigen Kofler sieht Windhorst seinen idealen Ansprechpartner für Marketing- und Medienfragen. Kofler leitete von 1988 bis 2000 den damals neu gegründeten Fernsehsender ProSieben, zwei Jahre später wurde er zum Vorstandsvorsitzenden des Sportsenders Premiere (Vorgänger von Sky), anschließend war er mehrere Jahre als Unternehmer unter anderem in der Energie-Branche tätig. Zuletzt gehörte er zur Jury der Fernsehsendung "Die Höhle der Löwen".

Windhorst: "Unterstreicht Ernsthaftigkeit unseres Engagements"

Investor Lars Windhorst möchte die Ernennung seines vierten Vertreters in Herthas Aufsichtsrat auch als Bekenntnis zu seiner Investition verstehen. Über seine Tennor-Holding gab er bislang rund 290 Millionen Euro in den Verein, bis zum Saisonende sollen noch einmal 84 Millionen folgen. Dafür erhält Windhorst weitere Anteile an Herthas KGaA, er hält dann insgesamt 66,6 Prozent. Seine Vertreter im Aufsichtsrat seien "Experten, deren Rat dem Verein zugute kommen wird", erklärte Windhorst. Das unterstreiche auch die "Ernsthaftigkeit" seines Engagements.

Windhorst äußerte sich auch über die bisherige Arbeit des neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung von Hertha BSC, Carsten Schmidt - der zum 1. Dezember 2020 ebenfalls vom Bezahlfernsehsender Sky zum Berliner Bundesligisten gewechselt war: "Er bringt sehr viel Schwung und neue Ideen, ist mit großer Leidenschaft dabei", wird Windhorst zitiert. Er werde Schmidt unterstützen, wenn er es könne.

Sendung: Inforadio, 09.02.2021, 16.15 Uhr

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