Max Kruse verwandelt einen Elfmeter gegen Hoffenheim (Quelle: imago images/Matthias Koch)
Audio: Inforadio | 28.02.2021 | Lars Becker | Bild: imago images/Matthias Koch

1:1 bei Kruse-Comeback - Unions Heimserie hält auch gegen Hoffenheim

Union Berlin bleibt auch im elften Spiel in Folge zu Hause ungeschlagen. Gegen starke Hoffenheimer reichte es zu einem 1:1-Unentschieden. Das Tor für die Köpenicker erzielte Rückkehrer Max Kruse per Elfmeter.

Das Saisonziel Klassenerhalt ist für den 1. FC Union wieder ein Stück näher gerückt. Die Berliner holten beim 1:1 (1:1) gegen Hoffenheim am Sonntag einen Punkt. Rückkehrer Max Kruse sorgte per Elfmeter für das einzige Köpenicker Tor.

Der Spielverlauf

Bei Union stand Max Kruse erstmals seit Dezember wieder in der Startelf und gab damit sein Comeback. Und der Stürmer war auch gleich im Fokus: Nach seinem Pass auf Christopher Trimmel wurde dieser im Strafraum gefoult - Elfmeter. Kruse trat selbst an und verwandelte rechts hoch zur 1:0-Führung (9.). Hoffenheims Antwort kam direkt: Ihlas Bebou konnte mit einem Heber Union-Keeper Karius überwinden, Marvin Friedrich verhinderte kurz vor der Linie aber in höchster Not den Ausgleich.

Die Gäste blieben offensiv weiter gefährlich und bestimmten das Spiel, scheiterten aber mehrmals an Karius. Nach rund einer halben Stunde waren sie dann erfolgreich: Andrej Kramaric flankte in den Strafraum. Karius lenkte den Ball bei seinem Klärungsversuch an Nico Schlotterbecks Oberkörper, von wo aus er zum Ausgleich über die Linie sprang (29.).

Nach der Pause zeigten sich die Berliner offensiv aktiver, Chancen gab es in der zweiten Halbzeit aber zunächst kaum.

In der Schlussphase hatte Hoffenheim noch mehrere gute Chancen, das Spiel für sich zu entscheiden. Bebou überwand zwar Karius, schoss den Ball aber auch knapp am Tor vorbei. Kurz darauf jubelten die Gäste, als Pavel Kaderabek den Ball im Tor versenkte. Er stand aber zuvor knapp im Abseits. Kurz vor Schluss hätte Schlotterbeck beinahe ein zweites Eigentor erzielt, Keeper Karius war aber zur Stelle.

Die Kurz-Analyse

Union zeigte gegen Hoffenheim vor allem in der ersten Hälfte einen zu passiven Auftritt. Nach der frühen Führung ließ das Team von Urs Fischer einiges vermissen und agierte zu defensiv. Hoffenheim zwang die Köpenicker dagegen immer wieder in den eigenen Strafraum und drückte auf den Ausgleich. Das belegt auch die Statistik von 5:1 Torschüssen für die Gäste nach rund 20 Minuten. Auch wenn es letztlich Unions Nico Schlotterbeck war, der für den Ausgleich sorgte, war das 1:1 zur Pause definitiv verdient.

Manager Oliver Ruhnert forderte in der Pause deshalb eine Leistungssteigerung - und tatsächlich kamen die Köpenicker deutlich schwungvoller aus der Pause. Defensiv ließen sie nun nur noch wenig zu, klare Torchancen fehlten jetzt aber auf beiden Seiten. Erst in der Schlussphase kam Hoffenheim einem Sieg noch einmal ganz nah, scheiterte aber an ungenauen Abschlüssen oder Keeper Karius. Am Ende kann Union mit dem Punkt wahrscheinlich gut leben, weil die Gäste dem Sieg deutlich näher waren.

Die Stimmen zum Spiel

Das sagt das Netz

Falls bei Union mal mehrere Torhüter ausfallen sollten, scheint ein möglicher Ersatz bereits gefunden.

Nach dem Eigentor von Nico Schlotterbeck schlägt dieser Nutzer einen weiteren Positionswechsel vor.

Das Spiel im Liveticker

Fußball Bundesliga

  • Dienstag, 20.April, 18.30 Uhr
    1.FC Köln - RB Leipzig-:-(-:-)
    Dienstag, 20.April, 20.30 Uhr
    Bayern München - Bayer Leverkusen-:-(-:-)
    Eintracht Frankfurt - FC Augsburg-:-(-:-)
    Arminia Bielefeld - FC Schalke 04-:-(-:-)
    Mittwoch, 21.April, 18.30 Uhr
    Hertha BSC - SC Freiburgabges.
    Mittwoch, 21.April, 20.30 Uhr
    Borussia Dortmund - Union Berlin-:-(-:-)
    1899 Hoffenheim - Borussia Mönchengladbach-:-(-:-)
    Werder Bremen - FSV Mainz 05-:-(-:-)
    VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg-:-(-:-)
    PlVereinSpguvToreDiffPkt
    1.Bayern München29215383:38+4568
    2.RB Leipzig29187452:23+2961
    3.VfL Wolfsburg29159551:29+2254
    4.Eintracht Frankfurt291411459:44+1553
    5.Borussia Dortmund291541062:42+2049
    6.Bayer Leverkusen29138848:32+1647
    7.Borussia Mönchengladbach291110852:43+943
    8.Union Berlin291013644:35+943
    9.SC Freiburg291171144:42+240
    10.VfB Stuttgart291091051:46+539
    11.FC Augsburg29961429:42-1333
    12.1899 Hoffenheim29881341:47-632
    13.Werder Bremen29791333:47-1430
    14.FSV Mainz 0528771430:48-1828
    15.Arminia Bielefeld29761622:46-2427
    16.Hertha BSC28681434:48-1426
    17.1.FC Köln29581627:53-2623
    18.FC Schalke 0429272018:75-5713
    PL
    Platz
    SP
    Spiele
    G
    gewonnen
    U
    unentschieden
    V
    verloren
    DIFF
    Tordifferenz
    PKT
    Punkte

    (ARD Text)

    • Champions League
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    • Europa League
    • Relegation
    • Absteiger

Sendung: rbb UM6, 28.02.2021, 18 Uhr

30 Kommentare

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  1. 30.

    Zitat: "Ist merkwürdigerweise erst seit dem Aufstieg Unions so."

    Nein, Leu, es ist nicht so, wie hier dezent suggerieren. Es mag sich seitdem verschärft haben, aber schon während den gemeinsamen Zweitliga Saisons 10/11 und 12/13 konnte man nicht gerade von einer Fanfreundschaft sprechen. Und das ging von beiden Seiten aus.

  2. 29.

    Zitat: "Ich werde Herthafan bleiben, auch wenn noch so viele Leute Hertha tot schreiben wollen. Das müsste doch für Unionfans nachvollziehbar sein, oder?"

    Natürlich ist das nachvollziehbar, Stefan. Wobei Hertha ja nun nicht gerade in Auflösung begriffen ist. Der Club wird in den nächsten Jahren, unter Voraussetzung eines vernünftigen Managements, in der Bundesliga sicher eine andere Rolle als aktuell spielen.

    Zitat: "Als Unionfan muss man sich ja auch mit der DDR-Vergangenheit arrangieren, wobei die natürlich gerne positiv uminterpretiert wird."

    Wie kommen Sie darauf, dass Union Fans die DDR Vergangenheit des Vereins "positiv uminterpretieren"? Und überhaupt, warum sollte sie dies tun? Kann es sein, dass sie den FCU immer noch mit dem BFC verwechseln, obwohl ich Sie schon (mindestens) einmal auf Ihren Fauxpas aumerksam gemacht habe, Stefan?

  3. 28.

    Unioner und Herthaner sind inzwischen so weit zerstritten, dass es echt unschön ist. Einfach nicht mehr auf so etwas reagieren, egal von welcher Seite. Ist merkwürdigerweise erst seit dem Aufstieg Unions so. Gab bessere Zeiten. Aber die echten Hardcorefans haben das zerstört. Und Schuld hat natürlich immer die andere Seite.

  4. 26.

    Grundsätzlich liebe ich Satire! In diesem Fall gibt es aber leider Anhänger Ihres Lieblingsvereins, die Ihre Ausführungen für bare Münze aus der Feder einer frustrierten Herthanerin halten und entsprechend reagieren. Keine Ahnung, ob das beabsichtigt wurde, aber Sie dürfen sich darauf verlassen, dass kein Herthafan über 14 Jahre so einen Quatsch schreiben würde.

  5. 25.

    Ich werde Herthafan bleiben, auch wenn noch so viele Leute Hertha tot schreiben wollen. Das müsste doch für Unionfans nachvollziehbar sein, oder? Investor hin, Investor her, Herthafans haben Leiden gelernt und akzeptieren, dass ihr Verein nicht perfekt ist. Als Unionfan muss man sich ja auch mit der DDR-Vergangenheit arrangieren, wobei die natürlich gerne positiv uminterpretiert wird.
    Ansonsten freue ich mich für alle Unionfans, die nicht in Häme ersticken, über den positiven Saisonverlauf!

  6. 23.

    Da haben sich wohl wieder einige schlechte Verlierer aus dem verbliebenen Grüppchen von Hertha-Fans hierher verirrt. Teilweise mit peinlichen Äußerungen.

  7. 22.

    Zitat: "War wohl nix mit dem Traum"

    Von welchem Traum faseln Sie, "Prinz"? Das nur von Medienvertretern ob der guten Leistungen immer wieder herangetragene "Europa" spielt für den Verein keine Rolle. Das Saisonziel ist klar definiert!

  8. 21.

    Ein glorreiches Unentschieden. Danke Kruse. Union geht steil

  9. 19.


    Gegen die TSG Hoffenheim will der 1.FC Union den nächsten großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Dann dürfte auch heimlich weiter von Europa geträumt werden. “


    War wohl nix mit dem Traum

  10. 18.

    Knapp nicht verloren müsste es lauten, Glück gehabt. Kein gutes Spiel, aber einen Punkt gerade so gerettet.

  11. 13.

    Ja, nicht verloren ist besser als verloren.
    Da kann eine alte Dame noch von lernen ;-)

  12. 12.

    Achjechen, George Best wäre ob Ihres hoch anlytischen Kommentars bzgl. dieses Unentschieden-Spiels, das durch einen 11er und ein Eigentor entschieden wurde, sicher Stolz auf Sie.

  13. 11.

    Ähem, sind Sie sich dessen gewahr, dass es sich hier um den 1. FC Union Berlin und nicht um den FC Bayern München handelt, "Na ja"? Der FCU belegt in der Heimtabelle den siebten und in der Auswärtstabelle den achten Platz, was für eine Mannschaft, die im zweiten Jahr in der BL spielt nicht allzu schlecht ist, falls Sie sich damit überhaupt auskennen.

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