Union-Profi Grischa Prömel bejubelt seinen Treffer in Freiburg. / imago images/Matthias Koch
Audio: Inforadio | 20.02.2021 | Jakob Rüger | Bild: imago images/Matthias Koch

Sieglos-Serie beendet - Prömel köpft Union zu 1:0-Sieg in Freiburg

Nach fünf Spielen ohne Sieg hat Union wieder einen Erfolg gefeiert. Die Köpenicker bezwangen den Tabellennachbarn Freiburg auswärts mit 1:0 und zogen somit an den Breisgauern vorbei. Den Siegtreffer erzielte Grischa Prömel per Kopf.

Perfekter Geburtstag für Urs Fischer: Zum 55. des Union-Coachs am Samstag gewann seine Mannschaft erstmals nach fünf sieglosen Spielen wieder - in Freiburg mit 1:0 (0:0). Nach einer guten ersten Halbzeit belohnte sich Union Berlin in der zweiten mit einem Treffer durch Grischa Prömel (64.). Durch den Erfolg beenden die Berliner ihre Sieglos-Serie und ziehen in der Tabelle an den Breisgauern vorbei.

Der Spielverlauf

Wie schon zuletzt beim Unentschieden gegen Schalke stand wieder Loris Karius im Tor der Berliner, hatte aber zunächst nur wenig zu tun. Denn obwohl die Freiburger überwiegend in Ballbesitz waren, konnten sie die gut stehende Defensive der Köpenicker kaum überwinden. Zwar hatte auch das Team von Urs Fischer nicht die ganz große Möglichkeit, zumindest aber die besseren Chancen. Nach einer Viertelstunde nahm Joel Pohjanpalo den Ball am Elfmeterpunkt mit dem Rücken zum Tor an und probierte es per Fallrückzieher. Sein Schuss landete aber in den Armen von Freiburgs Keeper Florian Müller. Nach einem Abpraller sah Robert Andrich seine Möglichkeit und hielt drauf, der Ball ging aber knapp am linken Pfosten vorbei (29.).

Nach der Pause trat Freiburg deutlich offensiver auf, kam aber weiterhin nicht gefährlich vor das Tor von Karius. Anders Union: Nach einem schnellen Lauf bediente Marcus Ingvartsen Grischa Prömel, der völlig freistand und aus kurzer Distanz zur Führung einköpfen konnte (64.). Und die Köpenicker hätten beinahe nachgelegt, ein Schuss von Christopher Lenz nur eine Minute später ging aber um Zentimeter am Tor vorbei. Freiburg schien nach der Berliner Führung etwas von der Rolle. Zwar jubelten die Gastgeber noch einmal kurz, vor ihrem Treffer durch Woo-Yeong Jeong war der Ball aber bereits im Aus, weshalb das Tor nicht zählte (74.). Auf der anderen Seite hätte Unions Neuzugang petar Musa alles klar machen können. Freiburgs Keeper Müller lenkte den Ball aber mit der Hacke zur Ecke. Die fünfminütige Nachspielzeit brachte Union clever rum und sicherte somit den Sieg.

Die Kurz-Analyse

Union war in einer taktisch geprägten Partie von Beginn an das aktivere Team. Auch wenn keine Mannschaft echte Torgefahr ausstrahlte, hatten die Köpenicker zumindest die klareren Chancen. Gegen die konzentriert verteidigenden Berliner war für Freiburg kaum ein Durchkommen.

Mit einem Wechsel nach der Pause stellte Freiburg-Coach Christian Streich in der Abwehr von Vierer- auf Dreierkette um. Sein Team war danach offensiv gefährlicher, Union verteidigte aber weiter konsequent. Direkt nach einem dreifachen Offensivwechsel der Gastgeber schlug Union eiskalt zu und nutze die bisher beste Chance zur Führung. Weil bei Freiburg nicht viel zusammenlief, konnte Union die knappe Führung über die Zeit bringen. Auch Keeper Loris Karius, der erneut für Andreas Luthe im Tor stand, hatte insgesamt wenig zu tun.

Die Stimmen zum Spiel

Das sagt das Netz

Nach der verpassten Chance zum 2:0 durfte ein schlechtes Wortspiel natürlich auch nicht fehlen.

Nach fünf sieglosen Spielen hat Union die Serie zum passenden Zeitpunkt beendet.

Das Spiel im Liveticker

Sendung: rbb UM6, 20.02.2021, 18:15 Uhr

15 Kommentare

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  1. 13.

    Letztlich ist und bleibt es eine irreguläre Stadtmeisterschaft.
    Wenn sich ein Protagonist solch unlauteren Mitteln bedient (Tennor) ist das nur bedingt verwertbar.
    Zum Glück aber sind es nicht nur die PS welche zum Erfolg notwendig sind. Gute Mechaniker nämlich können auch eine Menge wett machen. -:)

  2. 12.

    Camillo träum weiter. Was man von Hertha derzeit sieht , ist die teuerste Kreisliga der BRD. Sonnige Aussichten für Union die auf dem Boden bleiben. Schönen Sonntag noch.

  3. 11.

    Vielleicht hört das ewige Understatement jetzt endlich mal auf.
    Mit 33 Punkten nach 22 Spielen steigt keiner ab, schon gar nicht wenn Schalke + Co so schlecht spielen.
    Das Ziel muss ein einstelliger Tabellenplatz sein, der auch viel Geld bringen würde.
    So wie die Mannschaft spielt, hat der Verein nix mit den Abstieg zu tun.
    Nur die Stadtmeisterschaft geht natürlich an uns, weil wir auch das nächste Derby gewinnen werden.
    In diesem Sinne Ha Ho He

  4. 10.

    Toll, Union.
    Wenigstens ein Berliner Club scheint das Ziel Klassenerhalt alsbald verkünden zu dürfen.

  5. 9.

    Glückwunsch und weiter so. Union vertritt den Osten würdig in der Bundesliga. Eine kleine Träne trotzdem: Bin spätestens seit N. Petersen und da ich seit mittlerweile vielen Jahren hier wohne auch Freiburg-Anhänger . Eine sehr sympathische Mannschaft.

  6. 8.

    Is klar, HBSC "KE" heult Kokrodilstränen für den SCF. Peinlich.

  7. 7.

    Schade, Freiburg.

  8. 6.

    Herzlichen Glückwunsch zum 55.! Auf unser Schweizer Uhrwerk ist halt verlass.

  9. 4.

    Nur noch 7 Punkte und die Welt ist schön!

  10. 3.

    Na also, gut gemacht. Bestes Team Berlins.

  11. 2.

    Unsere Liebe-Unsere Mannschaft-Unser Stolz-Unser Verein- Union Berlin !

  12. 1.

    Glückwunsch Eisern Union! Ein weiterer Schritt zum großen Ziel Klassenerhalt!

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