LSBTI+ im Sport - "Sagt euren Mitspieler*innen, dass es kein Problem ist, sich zu bekennen"

Do 25.02.21 | 07:50 Uhr
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Eine Regenbogenfahne als Eckfahne in einem Fußballstadion (Quelle: imago images/Pro Sports Images)
Bild: imago images/Pro Sports Images

In einer Aktion des Magazins "11 Freunde" haben 800 Profifußballer*innen queeren Menschen Rückendeckung für ein Coming-Out signalisiert. Matthias Hausmann vom queeren Klub Vorspiel Berlin sieht die Aktion grundsätzlich positiv - und den DFB gefordert.

rbb|24: Herr Hausmann, vor rund einer Woche erschien das Fußball-Magazin "11 Freunde" mit ganz besonderen Covern. 800 Profifußballer*innen drückten Solidarität mit schwulen und lesbischen Mitspieler*innen aus und wollten zeigen, dass sie bei einem Coming-Out mit Unterstützung rechnen können. Was haben Sie gedacht, als Sie von der Aktion gehört haben?

Matthias Hausmann: Spontan habe ich gedacht: Cooles Statement. Nicht das erste dieser Art, aber super.

Sie sind Abteilungsleiter Fußball im Verein Vorspiel Berlin, dem ersten Klub Deutschlands für homosexuelle Spieler. War die Aktion unter Ihren Teamkollegen auch Thema, sprich: Wie sehen Menschen auf dieses Versprechen, die sich bereits geoutet haben?

Wir haben natürlich in unserer Whatsapp-Gruppe darüber diskutiert - und das durchaus auch kontrovers. Ich persönlich halte das für ein gutes Statement. Ich bin immer ein bisschen verwundert, dass solche Aktionen so herausgehoben werden und dabei vergessen wird, dass es auch schon andere Aktionen gegen Homophobie gab, zum Beispiel "Fußballfans gegen Homophobie", die von Tennis Borussia Berlin ausging.

Wir haben darüber diskutiert, was das bedeutet und wie die Situation im Amateurfußball ist. Da gingen die Meinungen weit auseinander. Mein Eindruck ist tatsächlich, dass die Situation im Amateurfußball keine andere ist als im Profifußball. Auch da ist sie noch nicht so, wie wir sie uns wünschen würden. Sie ist für queere Fußballer*innen nicht toll.

Gibt es auch Kritik?

Es wird immer von Homophobie im Fußball gesprochen. Manche Gruppen werden aber vergessen, bisexuelle, transsexuelle und intersexuelle Menschen - wenngleich diese Menschen auch in manchen Statements der Aktion vorkamen. Insgesamt glauben wir, dass diese Aktion ein gutes Zeichen setzen kann, queeren Fußballer*innen die Angst zu nehmen, sich zu sich selbst zu bekennen.

Die Profis, die sich an #ihrkönntaufunszählen beteiligt haben, haben eine Vorbildfunktion - auch für unzählige Menschen, die im Amateurfußball kicken. Was kann eine solche Aktion aus Ihrer Sicht bewirken, wenn sie nun Ihre Reichweite für so eine Botschaft nutzen?

Ich glaube, dass Statements von so bekannten Persönlichkeiten den queeren Fußballer*innen nicht direkt helfen, sondern es eine indirekte Art der Unterstützung sein kann, indem deren Mannschaftskamerad*innen signalisiert wird: Sagt doch euren Mitspieler*innen, deren sexuelle Ausrichtung ihr gar nicht kennt, dass es gar kein Problem ist, sich zu bekennen. Das ist meine große Hoffnung und ich glaube, das sollte das große Signal sein.

Im Profifußball der Männer hat sich bis heute kein aktiver Spieler geoutet. Es war jüngst Ex-Nationalmannschafts-Kapitän Philipp Lahm, der sagte, er sehe nur sehr geringe Chancen, dass ein Bundesliga-Spieler ein Coming-Out "halbwegs unbeschadet" überstehen würde. Er bekam für diese Aussage teils scharfe Kritik. Wie sehen Sie es?

Ich sehe das sehr differenziert. Ich empfinde das Statement von Philipp Lahm grundsätzlich als eines gegen Homophobie. In der Art und Weise halte ich es trotzdem nicht für günstig. Auch Philipp Köster (Chefredakteur des Magazins "11 Freunde", Anm. d. Red.) hat in einem Interview gleich nach der Aktion etwas Ähnliches getan und gesagt, dass er einem 22-jährigen Jungprofi derzeit nicht raten würde, sich zu outen. Ich halte das für das falsche Signal. Es ist ganz sicher schwierig, davon bin ich überzeugt - insbesondere für einen Fußballprofi. Aber im Vergleich mit der Situation queerer Menschen insgesamt: Warum soll es einem Profifußballer anders gehen als anderen Menschen im professionellen oder familiären Bereich? Insofern halte ich das Signal, das hier gesendet wird, für ein völlig Konträres zu dieser "11 Freunde"-Aktion.

Ich glaube, dass die Mannschaften damit klarkommen würden. Ich bin davon überzeugt und habe ein ganz sicheres Gefühl, das sich auch aus Gesprächen mit Amateurfußballer*innen nährt, die mir signalisiert haben, dass es für sie gar kein Problem wäre, wenn sich in ihrer Mannschaft jemand outen würde. Das wissen die queeren Fußballer*innen bloß häufig nicht oder haben nicht das Vertrauen darin.

Sie sind schon eine ganze Zeit bei Vorspiel Berlin mit dabei, einem Klub fernab des Profifußballs in der Berliner Medienliga. Wenn Sie jedoch auf Ihre persönlichen Erfahrungen über die Jahre schauen: Hat sich die Situation für homosexuelle Spieler verändert und wenn ja, wie?

Ich weiß gar nicht, ob man von einer Entwicklung reden kann, denn solange ich bei Vorspiel Fußball spiele, seit circa 14 Jahren, haben wir als Mannschaft keine schlechten Erfahrungen machen müssen. Vorher haben wir in der TU-Liga gespielt und wir haben wirklich gute Erfahrungen gemacht. Es war nie ein Problem, sich bei einer anderen Mannschaft einen Spieler auszuborgen. Homophobe Sprüche, die das Alltagsleben eines Fußballers oder einer Fußballerin begleiten, wurden bei dem Gegner aus den eigenen Reihen sofort bemerkt. Und auch in der Medienliga haben wir überhaupt keine Probleme.

Merken Sie, dass Spieler von anderen Vereinen zu ihnen kommen, weil sie negative Erfahrungen gemacht haben und einen Schutzraum suchen, den sie als Verein und Mannschaft bieten?

Ja, die Erfahrung haben wir gemacht, obgleich der Zulauf jüngerer Spieler*innen in den letzten Jahren seltener geworden ist. Wir haben auch vermutet, dass es an einer Verbesserung im Amateurfußball im Umgang mit queeren Menschen liegt. Allerdings habe ich das in meinen Gesprächen mit Amateurfußballer*innen nicht bestätigt gesehen.

Was muss also vielleicht mehr passieren, dass aus der Zusicherung und geäußerten Rückendeckung für ein Coming-Out auch wirklich das Vertrauen da ist, damit Spieler*innen diesen Schritt gehen?

Zum einen muss die Anzahl der Aktionen von aktiven Spieler*innen zunehmen. Ich glaube, dass zusätzlich auch sprachlich etwas getan werden muss. Dass Schiedsrichter, die aber ohnehin ein schweres Leben haben, weshalb ich mir nicht sicher bin, ob das der richtige Weg ist, homophobe Sprüche direkt ahnden. Denn das werden sie meines Erachtens nicht immer. Selbst laxe Sprüche wie "Das war ja mal wieder ein schwuler Pass" können sehr verletzend sein. Da liegt noch ein großes Stück Arbeit vor uns. Ich glaube, es ist unheimlich wichtig, dass der DFB auf die Vereine einwirkt. Vor kurzem hat der DFB mit Christian Rudolph tatsächlich einen Verantwortlichen installiert, der aus den Reihen des Vereins 'Fußballfans gegen Homophobie' kommt. Das ist auf jeden Fall der richtige Weg.

Diese Stelle wurde im Vergleich zur gesellschaftlichen Entwicklung relativ spät ins Leben gerufen. Hängt der Fußball da hinterher und wenn ja, wie weit?

Ich habe nicht das Gefühl, dass der Fußball weit hinterherhängt, sondern der Sport insgesamt. Darüber hinaus dachte ich, dass wir in der Gesellschaft insgesamt schon viel weiter sind. Allerdings glaube ich, dass ich mich da getäuscht habe. Vor kurzem gab es die Aktion, dass sich Schauspieler geoutet haben und ich war super erstaunt, dass auch eine solche Aktion offenbar bitternötig zu sein scheint. Das ist ein starkes Signal dafür, dass unsere Gesellschaft insgesamt noch sehr hinterherhinkt.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Johannes Mohren, rbb Sport. Es handelt sich um eine leicht gekürzte und redigierte Fassung.

Sendung: rbb UM6, 25.02.2021, 18 Uhr

19 Kommentare

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  1. 19.

    Hallo Neo, das was Sie da schreiben, nennt man klassisch wohl Fake-News. An keiner Stelle ist in dem erwähnten Kontext die Rede von einem Zwang zum Outing. Es ist und bleibt die Entscheidung jedes einzelnen Menschen, was er in der Öffentlichkeit von sich preisgeben möchte. Mein Anliegen ist, dass Menschen wahrnehmen, dass queere Menschen Angst davor haben, ihrem Bedürfnis, sich zu sich selbst und ihrem Leben in allen Facetten in der Öffentlichkeit zu bekennen, nachzukommen und das von anderen präventiv ausgesandte Signal, gegebenenfalls zu unterstützen, sehr hilfreich sein kann.

  2. 18.

    Und was ist, wenn sich jemand*e keinen Bock hat, sich dem"Outingzwang" zu unterwerfen und das Privatleben bei sich behält, weil derjenige (ich habe nicht gegendert - bin ich jetzt böse?) nicht groß über sich erzählen möchte?
    Es nervt, ständige Aufforderungen zu hören, die mich in meinem Umfeld nicht neugierigerhalber interessieren. Wenns jemand erwähnt, dann isses so - fertig - aber niemand ist gezwungen, über sein Privates Rechenschaft abzulegen.
    Hört mit diesem bekloppten Zwang auf. ES NERVT.

  3. 17.

    Liebe Redakteure des RBB, vielen Dank, dass Sie die von mir gesprochenen Gendersternchen transkribiert haben. Ich würde mir wünschen, dass Menschen, die sich von der Verwendung der Gendersternchen lediglich gestört fühlen, erkannten, dass sich zum Beispiel viele Trans- und Inter-Menschen danach sehnen, sich in der Alltagssprache wiederfinden zu können. Vermutlich wegen der Länge des Interviews konnte dasselbe nicht vollständig wiedergegeben werden. Mir ist wichtig zu ergänzen, dass ich in dem Gespräch darauf hinwies, dass trotzdem mir Amateurfußballer*innen zusicherten, dass es für Sie gar kein Problem sei, wenn sich queere Mannschaftskamerad*innen offen zu ihrem zur normativen Erwartung in Gegensatz stehendem Leben bekennten, und nur das verstehe ich unter "Outing", nur wenige von ihnen berichten konnten, dass in ihrer Mannschaft queere Menschen spielen, obgleich ein solcher Umstand sehr wahrscheinlich ist.

  4. 16.

    Das ist ja wohl auch die "Sache" am "Proletensport" Fußball.
    Es soll archaisch zugehen und männlich sein... Dicke Waden und derbe Sprüche... Fußballfreulein....

    Ich habe mal den "Einzug" der ehrenwerten Fans von Energie Cottbus erleben dürfen... oder den "Abzug" von BFC Fans aus dem Prenzlauer Berg..

    Man kann nicht archaische Lebensweisen fröhnen und gleichzeitig Sensibilität auf Rasse, Hautfarbe und sexueller Orientierung erwarten.

    Mich interessieren die sexuellen Interessen oder Orientierungen der Menschen nicht. Ich muss mir aber auch keinen "Fußballwettkampf" geben um mich im Raum besser orientoieren zu können...

  5. 15.

    Wäre nicht jetzt, wo ohne Publikum der Profisport betrieben wird, die richtige Zeit sich zu outen?
    Es wird ja immer damit begründet, dass die Fankurven entsprechende Sprechchöre ablassen würden. Jetzt sind die Stadien und Hallen leer, also kann niemand ausgebuht werden.
    Bis das Publikum wieder zugelassen ist, können sich die Zuschauer am TV davon überzeugen, dass die Spieler ihren Job beherrschen und nur besonders engstirnige werden unbelehrbar bleiben.

  6. 14.

    Als wenn das nur ein Problem im Fußball ist. Trotzdem outen sich doch erst sehr wenige Schwule, im Gegenteil gibt es selbst heute noch viele Schwule, die trotz ihrem Schwulsein eine Frau heiraten.

  7. 13.

    Dass es gerade im Frauenfußball eine große Anzahl gleichgeschlechtlicher Spielerinnen gibt, ist 2021 ja nun wirklich keine Meldung wert.

    Bezüglich trans- und queerer Sportler.
    Solange Sportarten in Männer- und Frauensport eingeteilt werden, schon allein um die Chancengleichheit in der jeweiligen Kohorte gewährleisten zu können, werden queere Menschen in den Konflikt geraten, sich einer Kategorie von beiden zuordnen (lassen) zu müssen.

    ###

    Zitat: "Selbst laxe Sprüche wie "Das war ja mal wieder ein schwuler Pass" können sehr verletzend sein."

    Homosexualität bedeutet nicht zwangsläufig "tuntiges" Verhalten.

    Wer das auslebt, auch um vielleicht auch seine Umgebung zu provozieren, der muss auch mit Reaktionen leben können.

  8. 12.

    Hatte im Titel gelesen "Sagt euren Mitspieler, dass es kein Problem ist, sich zu bekennen" und wunderte mich, wieso dort ein Rechtschreibfehler zu finden war. Aber es lag an dem Firefox-Addon "binnen-I be gone", der dies automatisch wieder korrigiert.

    Ich finde, durch solche Aktionen macht man erst den Unterschied deutlich, der ja nicht deutlich sein sollte. MIR ist es doch völlig Wurscht, wer wie wen liebt! Wir sind alles Menschen, da brauch ich nicht wieder jeden Tag mit der Nase auf den Boden gedrückt zu werden mit dem Satz: "Hier schau! Wir sind anders! Schau endlich!".

    Ich halte das für eine Selbstverständlichkeit, dass jeder unabhängig von der Orientierung gleich und mit respekt behandelt wird! Wer dies nicht befolgt, hat eben den modernen Zug verpasst.

    Anderes Thema: Gendersternchen. Bitte, liebe Redaktion, übernehmt nicht den Kram, der rein moral-idiologisch etwas symbolisieren soll, was die Mehrheit entschieden ablehnt. Das hat immer ein gewisses Geschmäckle

  9. 11.

    Ja, Entschuldigung, darf man jetzt nicht mehr öffentlich sagen, dass in zahlreichen Gegenden dieser Welt Schwule mit dem Tode bedroht werden???
    Sowas mal deutlich auszusprechen wird dann wohl auch bald verboten oder wie?
    Es macht überhaupt keinen Sinn virtuelle Wohlfühlräume zu schaffen, wenn man die Taten nicht klar benennt.
    Außerdem möchte ich als Schwuler auch nicht ständig auf sexuelle Einstellungen reduziert werden und nicht ständig über Geschlechter-Probleme reden.
    Wie man über mich denkt oder ob mal ein Witz gemacht wird, ist mir egal, ich möchte vor Gewalt geschützt werden.

  10. 10.

    Das ist ja dann die "Trumpsche-FakeNews-Methode": 1+1 kann auch 3 oder 4 sein. Die Grammatik ist da eindeutig und lässt keinen Spielraum.

  11. 9.

    Zum Thema Sternchen kann man anderer Meinung sein. Aber erst hier schreiben, es soll kein Gewese darum gemacht werden und anschließend ganz unten im letzten Satz noch eben schnell andeuten, was UNS blüht in anderen Staaten. Aber genau das sind Aussagen, die ich einfach nicht mehr hören mag. Und genau darum geht es. Kopfschüttel.

  12. 8.

    Ja, das nervt nur noch sowas von ab.
    Meinetwegen soll man Mitspielerinnen schreiben.
    Würde mich nicht stören, wenn man für gemischte Gruppen auch mal die weibliche Form verwendet.
    Allerdings weiß ich nicht, wie die Fussballer-Szene darüber denkt.
    Es wird schon einen Grund haben, wenn sich Leute in der Kabine nicht outen.
    Ich finde es auch bescheuert jeden anzusprechen: Also solltest Du schwul sein, dann kannst Du es ruhig sagen.
    Einfach nicht so viel Gewese um das Thema machen und jeden so leben lassen, wie er will.
    Allerdings sind diese Kampagnen auch ziemlich verlogen, wenn Täter, die Schwule und Lesben angreifen, eigentlich keine großen Strafen erhalten und der Täterschutz schier grenzenlos ist.
    Ebenso verlogen ist es, Länder zu hofieren, in denen Schwulen die Todesstrafe droht.

  13. 6.

    Dem kann ich mich nur anschließen. Keiner verhunzt seine Sprache so wie die Deutschen.

  14. 5.

    Hört endlich mit den Gendersternchen auf! Es nervt und stört nur noch!

  15. 4.

    "In einer Sport- bzw. Arbeitsbeziehung unter Sportlern bzw. Kollegen sollte die sexuelle Ausrichtung einzelner überhaupt keine Rolle spielen."

    Genau so sollte es sein.

    Leider ist es aber noch nicht so und deswegen gibt es diese Aktion.

    Obwohl ich relativ offen in solchen Dingen bin, würde ich es mir derzeit ebenfalls noch gut überlegen, ob ich in einem Gespräch unter Kollegen zum Thema Wochenendplanung beispielsweise sagen würde: "Ach, mein Freund (=Partner) und ich werden am Wochenende wahrscheinlich nix groß machen; einfach ein bisschen auf dem Sofa rumlümmeln, Filme schauen, kuscheln und Kraft tanken."

    Wer sagt, wir hätten Normalität erreicht, schaue mal nach, wie viele beleidigende Kommentare es in sog. sozialen Netzwerken gibt, welche auf die (vermutete) Homosexualität des Adressaten gerichtet sind. Dort ist aber so gut wie nie eine Beleidigung der heterosexuellen Ausrichtung des Adressaten zu lesen.

  16. 3.

    Schwierig offen nicht-hetero zu sein wenn weiter Wettkämpfe in Ländern ausgetragen werden wo darauf die Todesstrafe steht.

  17. 2.

    Eben. Sie beschreiben es schon richtig. Vielmehr geht es dabei um „grundsätzliche Akzeptanz“ in unserer heterogenen Gesellschaft. Insbesondere was Transsexuallität anbelangt. Solange immer wieder nur weggeschaut wird, Übergriffe auf Lesben, Schwule und Transpersonen fast schon zur Tagesordnung gehört, siehe auch die aktuelle Polizeistatistik in Brandenburg, dann stimmt in unsere Gesellschaft etwas ganz und gar nicht. Da würde ich mir ein “Outing“ in der Öffentlichkeit nun doch lieber erst einmal verkneifen. Salopp ausgedrückt. Insbesonders Jugendliche haben es mit dem Coming Out besonders schwer. Oftmals fehlt dabei der Elterliche Rückhalt. Schlimmer noch, sie werden ausgestoßen. Was leider häufig bis hin zum Selbstmord führt. Sportvereine und ja sogar der Profisport sollten hier unbedingt mit gutem Beispiel vorangehen.

  18. 1.

    In einer Sport- bzw. Arbeitsbeziehung unter Sportlern bzw. Kollegen sollte die sexuelle Ausrichtung einzelner überhaupt keine Rolle spielen. Deswegen finde ich "sich outen" fast schon wie ein sich erklären müssen. Sind wir immer noch nicht weiter? Bei Politikern bekommt man ab und zu aus den Medien mit, dass der Lebenspartner gleichgeschlechtlich ist. Ja ok, aber wirklich relevant ist solche Info dann nicht.

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