Herthas Matteo Guendouzi und Dodi Lukebakio klatschen sich jubelnd ab (Quelle: Imago Images / Andreas Gora)
Audio: inforadio | 31.03.2021 | Guido Ringel | Bild: Imago Images / Andreas Gora

Fußball-Bundesliga - Fünf Gründe, warum Hertha das Berlin-Derby gewinnen wird

Das vorige Berlin-Derby in der Fußball-Bundesliga hat Hertha BSC gewonnen. Das davor auch. Daran kann auch die höhere Tabellenplatzierung von Union Berlin nichts ändern. Lynn Kraemer nennt fünf Gründe, warum Hertha auch im nächsten Derby am Sonntag siegen wird.

1. Ein Derby setzt die Tabelle außer Kraft

Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass dem Tabellenhinteren geringere Siegchancen ausgerechnet werden. Alle Fußball-Fans wissen aber auch, dass diese Grundregel durch die Eigenheiten eines Derbys außer Kraft gesetzt wird. Daher sind die 14 Punkte Rückstand auf den Tabellensiebten Union irrelevant. Auch der 14. Tabellenplatz ist für Hertha BSC kein Hindernis. Im Gegenteil: die Mannschaft von Pál Dárdai ist seit Wochen im Kampfmodus und muss nicht daran erinnert werden, worum es geht. Und für alle, die es vergessen haben, erinnert der Trainer gerne daran: "Für uns ist jetzt jedes Spiel ein Derby."

2. Die therapeutische Wirkung von Pál Dárdai

Es dauert im Schnitt 66 Tage bis sich eine neue Gewohnheit verfestigt. Wie gut, dass die Berufung von Trainer Pál Dárdai am Ostersonntag schon 69 Tage zurückliegen wird. Woche für Woche hat Dárdai in Pressekonferenzen gepredigt, dass es um die richtige Einstellung geht. Die Mannschaft ist etwas zusammengewachsen und spielt wieder besseren Fußball. Das dárdaische Mantra beginnt seine Wirkung zu zeigen. Gegen Leverkusen gelang ein befreiendes 3:0. Wenn ihm die Mannschaft zugehört und sich die Botschaften verinnerlicht hat, wird es nicht an der Psyche scheitern.

3. Irgendwann fängt Geld doch an Tore zu schießen

Urs Fischer mag die Mannschaft mit dem besseren Gemeinschaftsgefühl auf dem Platz haben. Seine laut "transfermarkt.de" 76,30 Millionen Euro teure Mannschaft ist dazu ein echtes Schnäppchen. Doch Urs Fischer kommt auch an seine Grenzen. Da Pál Dárdai seinen 220-Millionen-Euro-Kader inzwischen aktiviert hat, könnten sich die Investitionen von Lars Windhorst bezahlt machen. Hertha BSC ist die qualitativ hochwertigere Mannschaft, wenn man auf die einzelnen Spieler blickt. Und wenn die größeren Talente anfangen richtig zu arbeiten, kann die harte Arbeit einer qualitativ schlechteren Mannschaft nicht mehr mithalten. Schon im Hinspiel zeigten die Einzeltalente, was sie wert sind, und besiegten Union 3:1.

4. Die Zahlen lügen nicht

Der Titel des Stadtmeisters wird nicht über die Tabelle vergeben. Der 1. FC Union Berlin könnte an der Tabellenspitze stehen und nichts daran ändern, dass Hertha BSC die vorigen zwei Begegnungen gewonnen hat. Und das 3:1 und 4:0 waren weitaus deutlicher als der Sieg mit einem Tor, der Union Berlin beim Aufstieg in die erste Bundesliga gelang. Ohne Fans im Rücken verpufft auch der Heimvorteil in der Alten Försterei. Für die Mannschaft um Matheus Cunha geht es nun darum, den Titel zum dritten Mal in Folge zu verteidigen. Und die Herthaner müssen sich auch keine Sorgen machen, wenn in der ersten Halbzeit keine Tore gelingen. Bisher wurden die Hertha-Tore in den Bundesliga-Duellen immer erst nach der Pause geschossen.

5. Sami Khedira hat Geburtstag

Und da die Geschäfte am Ostersonntag alle geschlossen sind, hat die Mannschaft gar keine andere Wahl, als Sami Khedira einen Sieg zum Geburtstag zu schenken. Am Sonntag wird Khedira 34 Jahre alt. Das erste vorzeitige Geschenk machte er sich selbst und kehrte nach seinem Muskelfaserriss ins Teamtraining zurück. "Bei Sami sieht das sehr ordentlich aus", sagte Trainer Dárdai bei einer Medienrunde am Dienstag. Er habe sich gut bewegt und der Eindruck sei gut gewesen. Wenn Khedira gut drauf und wieder fit ist, könnte ihm der Trainer vielleicht Spielzeit schenken. Über ein gewidmetes Tor freut er sich aber sicherlich auch, wenn er auf der Bank bleiben muss.

Die noch kurze Geschichte des Hauptstadt-Derbys

Sendung: rbb UM6, 31.03.2021, 18 Uhr

Beitrag von Lynn Kraemer

28 Kommentare

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  1. 28.

    Wo erkennen Sie denn eine Großspurigkeit? Bitte nennen Sie doch die Quelle zu Ihrer These!
    Inwiefern soll der Ball flachgehalten?
    Sie fordern Neutralität?! Die erkenne ich bei Ihnen nicht!

  2. 27.

    Sie kennen sich wahrlich mit Alt-Unionern aus ;-) mit allen... unbedingt... wie auch mit zugezogenen und engländern...
    und vor allem mit meiner Vergangenheit... Respekt... und nun machen Sie sich bitte weiter lächerlich.

  3. 26.

    Ne, nennt man Modefans. Sind auch bei den "alten Unionern" nicht so sehr beliebt. Spricht ja eher dafür, dass sie auch zur erstgenannten Fraktion hören lel.

  4. 25.

    Mal angenommen, Ihre steile These zu den Zugezogenen und Engländern stimmt, dann kann man nur feststellen, dass diese wohl ohne Betonmauer vor dem Kopf, historisch unbelastet, sozusagen mit Blick von aussen, ganz unvoreingenommen feststellen konnten, welcher der Hauptstadtvereine für sie der sympathischere ist. Stimmt‘s? ;-)
    Denk mal drüber nach.

  5. 24.

    begründete Zweifel bleiben...
    Du bist wohl einer der wenigen, der Union und seinen Fans „Gutmenschentum“ nachsagt. allein der Terminus zeigt, welches Geistes Kind du bist. Sowas nennt man schlicht Eigentor. Schade eigentlich... und passt ins Bild.

  6. 23.

    Hier, für alle nörgelnden aggressiven Unioner, deren Gedächtnis leider nur ein paar Monate reicht. Hier ist der aktuelle Bericht "Pro Union" für das anstehende Derby: https://www.rbb24.de/sport/beitrag/2021/04/fussball-bundesliga-derby-gruende-sieg-union-berlin.html
    Und an "Streifbär", "...geworden WAR..." und an "Karin B.": Nächstes Mal nicht so viel Unsinn verbeiten. Besonders dieses "Lynn Kraemer" höre sich nicht urberlinisch an ist sowas von daneben.

  7. 22.

    Endlich habe ich den RBB Aprilscherz gefunden! UNVEU

  8. 21.

    Schön, wie der RBB hier Stimmung macht.
    Ich bin gespannt, wann es die "fünf Gründe, warum Union das Derby gewinnt" gibt.
    rbb24 gleicht langsam dem SPIEGEL, der es aus zutiefst servilen Verhaltens gegenüber Bayern Münchens es fertig bringt, fünf, sechs Analysen, Berichte, Meinungen nach einem Spiel dieser Mannschaft in ihrer Gasette zu verbreiten.
    Und, warum sollte Hamburg neidisch auf Berlin blicken? Haben die nicht auch seit Jahren ein Stadtderby?
    Leider wird Hertha in der 2.Liga ohne Union Berlin absteigen.

  9. 20.

    Zwei kurze Anmerkungen:
    1. @ KE
    Im Moment sehe ich noch keinen Artikel "Fünf Gründe, warum Union das Derby gewinnt".....aber kann ja noch kommen, aber ich könnte es auch aushalten, wenn dazu nichts geschrieben wird - soviel zur empfundenen Aggressivität.
    2. @ Zecke N.
    Wir haben keine Angst vor dem Derby - und auch Engländer als Fans zu haben ist sicher nicht die schlechteste Wahl! Nebenbei zum Thema Zugezogene: Lynn Kraemer klingt im ersten Moment auch nicht wirklich urberlinisch - aber hey, jeder sucht sich seinen Lieblingsverein selber aus, und muß dann mit allem leben, was dran hängt...
    In diesem Sinne: Viel Spaß für Sonntag - egal auf welcher Seite!

  10. 19.

    Vergessen ist offensichtlich die Zeit, als Hertha Spieler teuer einkaufte und dann tönte, als hätte man schon alle Spiele in der Tasche. Von Bescheidenheit keine Spur. Nun haben sie nal 2 Spiele gewonnen, da kommt die Großspurigkeit zurück. Etwas mehr den Ball flach halten und den Morgen nicht vor dem Abend loben. Das könnte sonst sehr peinlich werden. Und etwas mehr Neutralität wäre von Lynn Kraemer ebenfalls angebracht.

  11. 18.

    Danke für diesen normalen Kommentar. Der Rest ist ja nur Hate. Widerlich wie angebliche Fußballfans hier haten.

  12. 17.

    Schon erstaunlich, wie aggressiv so mancher Union-Fan innerhalb der letzten zwei Jahre geworden ist. Und die meisten vergessen jedes Mal, dass es vor JEDEM Derby ein "Warum Hertha gewinnt" UND "Warum Union gewinnt" gibt.

  13. 16.

    Wen meinen Sie denn mit "sie" und woher haben Sie diese Aussagen? Bitte mit Quellenangabe! Danke!

  14. 15.

    Der Unterschied zwischen Sponsor und Beteiligung ist schon klar.
    Aber wer sich in einer Stadt wie Berlin mit dem Teufel (Blackrock) einlässt, hat sein Gutmenschentum verwirkt.

  15. 14.

    liebe Unioner! Ihr braucht doch eure Angst vor dem Derby hier nicht mit Pöbeleien kompensieren. Auch wenn ihr das dritte Derby hintereinander verliert, bleiben euch die Zugezogenen und Engländer sicher als treue Fans erhalten. Ha Ho He

  16. 12.

    Möge die sympathischere Mannschaft gewinnen, und das sind ja nun mal eindeutig die EISERNEN!

  17. 11.

    Du erkennst den Unterschied zwischen Mehrheitsbeteiligung an der Windbeutel GmbH & Co. KG aA und Sponsoring (einer von mehr als 3000) offensichtlich nicht ;-) eine von so vielen Fehleinschätzungen. Bleibt dabei und wir bleiben die Nr. 1 für lange Zeit ...
    Eisern!

  18. 9.

    ............anstatt froh zu sein das wir ein Bundesligaderby haben.
    Fragt mal in HH nach, die würden gerne mit uns tauschen.

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