Arminia Bielefeld - Union Berlin - Umkämpftes Spiel, verpasster Sieg

So 07.03.21 | 20:26 Uhr
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Julian Ryerson (r.) gegen Arminia Bielefeld (imago images/Matthias Koch)
Audio: inforadio | 07.03.2021 | Marc Eschweiler | Bild: imago images/Matthias Koch

In der Hinrunde gab es für Union einen 5:0-Erfolg gegen Arminia Bielefeld und damit den höchsten Sieg in der Bundesligageschichte der Köpenicker. Das Rückspiel hingegen war eher etwas für Anhänger von Kontaktsportarten.

Zum Abschluss des 24. Spieltags der Fußball-Bundesliga haben sich Arminia Bielefeld und der 1. FC Union Berlin 0:0 unentschieden getrennt. In der Tabelle verbleiben die Berliner damit auf dem siebten Tabellenplatz.

Der Spielverlauf

Auf drei Positionen änderte Union-Trainer Urs Fischer seine Startelf im Vergleich zum 1:1 gegen die TSG Hoffenheim. Für Loris Karius, Nico Schlotterbeck und Christopher Lenz begannen Andreas Luthe, Marius Bülter und Julian Ryerson und die Mannschaft mit einer Viererkette. Für Torhüter Luthe und Abwehrspieler Ryerson hätte der Ausflug nach Bielefeld allerdings schnell wieder beendet sein können. Bereits in der vierten Minute prallten sie mit den Köpfen gegeneinander. Beide mussten anschließend minutenlang behandelt werden, konnten aber weiterspielen. Luthe musste dann kurz nach der Spielfortsetzung auch gleich wieder hellwach sein, um gegen den frei vor ihm auftauchenden Sergio Cordova aus elf Metern zu parieren.

Bielefelds Torhüter ragt heraus

Der Bielefelder Stürmer prallte wenig später mit Unions Marvin Friedrich zusammen und konnte in der Folge nicht weiterspielen. So war die erste Hälfte auch eher für Sanitäter als für Fußballfans interessant. Torchancen blieben aus. Union bemühte sich gegen tief stehende und gut die Räume eng machende Bielefelder zwar redlich, kam auf 64 Prozent Ballbesitz, jedoch nicht zu zwingenden Offensiv-Aktionen.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit wagte sich Bielefeld in die Offensive, jedoch ohne nennenswerte Chancen herauszuspielen. Da auch Union bis auf einen zu zentral gesetzten Kopfball von Marius Bülter (51.) nach Flanke von Christopher Trimmel nicht in Erscheinung trat, plätscherte das Spiel ereignisarm vor sich hin. Das änderte sich erst, nachdem Union-Trainer Urs Fischer in der 62. Minute mit Petar Musa und Keita Endo für Marcus Ingvartsen und Joel Pohjanpalo zweimal wechselte. Fortan drückten die Berliner auf den Führungstreffer, allerdings ohne Erfolg. Marius Bülter (70., Distanzschuss), Petar Musa (72., Kopfball) und zweimal Keita Endo (74., 81.) scheiterten am hervorragenden Bielefelder Torhüter Stefan Ortega.

Die Kurzanalyse

Für Arminia Bielefeld stand vor allem die Torvermeidung im Mittelpunkt. Neu-Trainer Frank Kramer beorderte dafür nicht nur Hertha-Leihgabe Arne Maier in die Startelf, sondern postierte ingesamt drei zentrale Mittelfeldspieler auf engstem Raum, so dass der Weg durch die Mitte für Union zumeist blockiert war.

Die Eisernen, die mit einer Viererkette agierten, suchten ihr Heil im geordnete Passspiel, waren dafür aber in der entscheidenen Zone rund um den Strafraum zu ungenau und wenig überraschend in ihren Aktionen. Diagonalbälle und Seitenverlagerungen, mit denen das geballte Zentrum der Gastgeber hätte umspielt werden können, fehlten fast gänzlich. Erst die Einwechslung von Keita Endo löste das etwas zu starre Union-Spiel auf.

Das sagt das Netz

Bestimmendes Thema auf Twitter? Mmh ...

Der Ball ist rund. Und manchmal doppelt.

Konkurrenz für das Elfmeterschiessen.

Der Liveticker

Sendung: inforadio, 07.03.2021, 18 Uhr

10 Kommentare

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  1. 10.

    Die Unioner wissen wo die Mannschaft steht und honorieren den Erfolg- und fangen nach einem Unentschieden gegen Bielefeld nicht an hier zu jaulen. Was haben Sie und "Negan" daran auszusetzen, "M&M"?

  2. 9.

    Ich Frage mich nur, ob das sein muß, diese Sportler dürfen alles, enge Umarmung usw und dürfen spielen. Dem Normalbürger wird alles verboten. Wo leben wir nur? Habe kein Verständnis mehr dafür

  3. 8.

    Jene angeblichen diversen Foren, wo sich famous ausgekotzt wird, will ich irgendwie nicht finden.
    Letztlich interessiert mich auch nicht was irgendwelche Internethools so von sich geben. Auf den Rängen zählt und da mache ich mir beim FCU keinen Sorgen.
    Union hat 13Jahre am Stück in der Zwooten aufgedribbelt und dabei gab es nie jene Erwartungshaltung und Verfehlungen, welche in Schmähungen, Mißachtung und angedrohter Prügel endeten.
    Ich bin diesbezüglich also gaaanz entspannt, dass jene Werte auch weiter gelebt werden.

  4. 7.

    Was hat denn der Tabellenstand mit dem Umstand zu tun, dass komischerweise bei Siegen der Unioner viel schneller und häufiger kommentiert wird, als bei Niederlagen oder Remis?! Da brauch man gar nicht weit weg sehen! 0:0 gegen Schalke -> da kam nach 24 Std mal ein Kommentar; Sieg in Freiburg -> hat es keine Stunde gedauert; jetzt ein 0:0 in Bielefeld -> keine Reaktion auf das Spiel nur gegen Kommentar Nr. 1.

    Keine Frage die Punkteausbeute für Union ist super und es lässt sich immer einfacher nach Siegen kommentieren (; .

  5. 6.

    Das mag jetzt noch so sein. Aber wenn Union einige Jahre in der 1. Liga spielt, wird sich auch die Erwartungshaltung der Fans ändern. Und dann wird auch die Stimmung kippen. Schaut euch an was auf Schalke abgeht. Und die nennen sich auch die besten Fans der Liga. Und wenn ich in diversen Foren lese, wie schlecht die Mannschaft nach dem Bielefeldspiel gemacht wird, ist das nur ein Vorgeschmack.

  6. 5.

    Alles im grünen Bereich! Großes Saisonziel ist und bleibt der Klassenerhalt! Mehr Nicht und nicht Weniger! Darum ist dieser Punktgewinn ein weiterer Schritt Richtung Klassenerhalt!

  7. 4.

    Nur weil es in vielen Clubs on vogue ist ins Negative zu verfallen und die eigene Mannschaft nach dem Abpfiff mit Fahnenstangen auf dem Spielfeld zu attackieren, bedeutet das nicht, dass dies auch bei Union so gepflegt wird.

    Am Ende hat man bereits sensationelle 35 Punkte auf der Habenseite und kann schon jetzt in die Kaderplanung für die kommende Saison gehen.
    Welch Luxus!

    Grundsätzlich aber gilt weitesgehend der Konsens:

    Pfeife nie die eigene Mannschaft aus.

    Gehe nie vor Abpfiff aus dem Stadion.

    Mache niemals einen aus dem Team zum Sündenbock.

    Heiserkeit ist der Muskelkater der Unioner.

  8. 2.

    24. Spieltag, 35 Punkte, nur 5 (!) Niederlagen, alles vom feinsten. Für einen Unioner traumhaft. Saison 3 kann kommen. Noch Fragen?

  9. 1.

    Oh.... was ist denn hier los?
    Bei einem Remis gegen einen Abstiegskandidaten habt ihr Unioner wohl steife Finger bekommen?
    Rückrunde läuft wohl nicht?

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