Unions Spieler jubeln in der Partie gegen den VfB Stuttgart. Quelle: imago images/Contrast
Audio: Inforadio | 18.04.21 | J. Rüger | Bild: imago images/Contrast

Union nach dem Sieg gegen Stuttgart - Mit Mut Richtung Europa

Der Klassenerhalt ist Union nach dem Sieg gegen Stuttgart auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen. Der Klub setzt sich neue Ziele und will ins internationale Geschäft. Nicht nur in der englischen Woche warten harte Gegner, doch der Verein gibt sich angriffslustig.

Die Stimmung war gelöst bei Union Berlin nach dem 2:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart im Stadion An der Alten Försterei. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht beantwortete Trainer Urs Fischer am Samstag die Fragen. Auch Christopher Trimmel, der mit seiner Gesichtsmaske, die er zum Schutz seiner gerade erst operierten Nase trug, während des Spiels aussah wie der Zorro von Köpenick, gab sich nach der Partie locker und gleichzeitig angriffslustig: "Das war ein wichtiger Schritt, so halten wir Stuttgart auf Distanz. Wir wollen überraschen und haben uns ein neues Ziel gesetzt - und das wollen wir auch erreichen", sagte der zweifache Vorlagengeber nach der Partie. Mit 43 Punkten auf dem Konto sind die Köpenicker im Rennen um die internationalen Plätze in der Bundesliga voll dabei.

"Werden versuchen, uns da oben festzumachen"

Schon in der Pressekonferenz vor dem Spiel hatte Trainer Fischer zum ersten Mal von den internationalen Rängen gesprochen. In den Wochen zuvor war der Schweizer immer wieder auf den europäischen Wettbewerb angesprochen worden - hatte aber immer wieder mit stoischer Ruhe geantwortet, dass es für Union in dieser Spielzeit erneut ausschließlich um den Klassenerhalt ginge. Doch dieser Meilenstein ist nach dem Sieg gegen Stuttgart mittlerweile auch rechnerisch erreicht, der Klub hat schon jetzt mehr Punkte als in der Vorsaison - Union setzt sich neue Ziele.

"Wir werden versuchen, uns da oben festzumachen", erklärte Fischer nach dem Heimsieg gegen Stuttgart jetzt erneut. "Wir werden es den anderen so schwer wie möglich machen". Gegen den VfB gelang es der Fischer-Elf vor allem in der ersten Halbzeit, den Gästen einen harten Nachmittag zu bescheren. Union überzeugte durch konzentriertes und effektives Spiel. Die Treffer von Grischa Prömel (20.) und Petar Musa (43.) - beide erzielt nach Flanken des starken Kapitän Trimmel - sicherten den Eisernen eine verdiente Halbzeit-Führung. "Es war eine sehr gute erste Hälfte, wir haben kaum etwas zugelassen", konstatierte Fischer.

Schon in der Pressekonferenz vor dem Spiel hatte Trainer Fischer zum ersten Mal von den internationalen Rängen gesprochen.
Schon in der Pressekonferenz vor dem Spiel hatte Trainer Fischer zum ersten Mal von den internationalen Rängen gesprochen.
Schon in der Pressekonferenz vor dem Spiel hatte Trainer Fischer zum ersten Mal von den internationalen Rängen gesprochen.
Schon in der Pressekonferenz vor dem Spiel hatte Trainer Fischer zum ersten Mal von den internationalen Rängen gesprochen.
Schon in der Pressekonferenz vor dem Spiel hatte Trainer Fischer zum ersten Mal von den internationalen Rängen gesprochen.
Schon in der Pressekonferenz vor dem Spiel hatte Trainer Fischer zum ersten Mal von den internationalen Rängen gesprochen.

Hotel-Quarantäne zum Selbstschutz

Zwar wurde Stuttgart nach drei personellen Wechseln zur Halbzeit nach dem Seitenwechsel besser und traf nur kurz nach der Pause durch Philipp Förster (49.) zum 1:2, doch auch Union hatte weiterhin teils hochkarätige Tor-Möglichkeiten. "Nach der Pause machen wir uns das Leben dann wirklich selbst schwer. Wir haben den Gegner dazu eingeladen, wieder zurück ins Spiel zu kommen", erklärte Fischer. "Wir hatten gute Möglichkeiten, da musst du dann ein Tor schießen und auf 3:1 erhöhen. Trotzdem hat die Mannschaft toll gekämpft und hat noch mal alles reingeworfen", zeigte sich der 55-Jährige auch mit dem zweiten Durchgang seiner Elf nicht gänzlich unzufrieden.

Für die Köpenicker steht jetzt eine englische Woche mit Partien bei Borussia Dortmund (21.04., 20:30 Uhr) und gegen Werder Bremen (24.04., 15:30 Uhr) an, im Anschluss warten noch Wolfsburg, Leverkusen und Leipzig.

Zum Selbstschutz vor der Corona-Pandemie begibt sich das Team am Montag in eine freiwillige Hotel-Quarantäne, will sich so vor Infektionen schützen. Gleichzeitig wird man die Zeit nutzen, um sich akribisch auf die beiden Spiele in der nächsten Woche vorzubereiten und so den Weg in Richtung der internationalen Plätze weiterzugehen. Dass man dabei auch vor den großen Mannschaften der Liga nicht Halt macht, hat Union in dieser Spielzeit bereits bewiesen. Nicht zuletzt beim überzeugenden Sieg gegen Dortmund in der Hinrunde.

Sendung: rbbUM6, 18.04.21, 18 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    "Der Klassenerhalt ist Union nach dem Sieg gegen Stuttgart auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen."

    Ich würde sogar behaupten, dass angesichts von nun 10 Punkten Vorsprung auf den elften Platz, dem FCU ein Top Ten Platz nicht mehr zu nehmen ist; auch wenn das Restprogramm bis aus Werder aus Clubs aus den Top 6 besteht.

  2. 1.

    Was für eine tolle Saison, gerade zu Hause und ohne Fans. Danke, an alle im Verein!

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