Max-Schmeling-Halle mit leeren Rängen / IMAGO / Foto Lächler
Audio: Inforadio | 21.04.2021 | Johannes Mohren | Bild: IMAGO / Foto Lächler

Hilfsgelder vom Senat - Berliner Profisport erhält weitere Corona-Finanzhilfen

Die Berliner Profisportvereine, die Organisatoren von Traditionsveranstaltungen und Frauenmannschaften in olympischen Sportarten erhalten weitere Corona-Hilfen vom Berliner Senat. Insgesamt geht es um rund drei Millionen Euro.

Die Berliner Senatsverwaltung stellt weitere Hilfsgelder für den Berliner Profisport zur Verfügung. Das teilte Andreas Geisel (SPD), Berlins Senator für Inneres und Sport, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz mit.

"Die Sorgen sind existenziell", sagte Geisel und stellte das Programm "Offensive Sportmetropole 2021/2022" vor. Es dürfe nicht sein, dass Corona die Berliner Vereine wirtschaftlich in die Knie zwingt, machte Geisel deutlich. Das neue Programm ist eine Fortsetzung und Ausweitung des Corona-Rettungsschirms aus dem vergangenen Jahr.

Drei Millionen Euro für den Spitzensport

Mit rund drei Millionen Euro sollen die Berliner Profisportvereine, die Organisatoren von Traditionssportveranstaltungen sowie Frauenmannschaften in olympischen Sportarten in der ersten und zweiten Bundesliga mit unterschiedlichen Maßnahmen unterstützt werden.

Davon sollen 1,7 Millionen Euro an Alba Berlin, die Füchse, die Eisbären und die BR Volleys für Marketing-Partnerschaften gehen. "Wir wollen auch in Zukunft als Sozialakteur wirken, der mit breitflächiger Nachwuchs- und Integrationsarbeit hilft, die Gesellschaft positiv zu gestalten", versprach Kaweh Niroomand, Geschäftsführer BR Volleys. Ohne die Hilfen des Landes Berlin sei das jedoch nicht möglich.

Eine Millionen Euro sollen in die Erhaltung der Traditionssportveranstaltungen wie den Berlin Marathon, das ISTAF Indoor oder das Sechstagerennen fließen. "Wir brauchen diese Großveranstaltungen für die Stadt", betonte Geisel. Man könne die Vereine, die diese Veranstaltungen organisieren, nicht im Regen stehen lassen.

Nachhaltigkeitsstrategie für den Berliner Sport

Die durch die Krise finanzgeschwächten Erst- und Zweitligisten in olympischen Sportarten sollen zudem eine Equipment-Pauschale bekommen. Diese könne für Trainingsausrüstung und Wettkampfkleidung verwendet werden, sagte Geisel. Im Gegensatz zum Rettungsschirm im vergangenen Jahr soll das Geld diesmal auch den Frauenmannschaften der ersten und zweiten Bundesligen zugutekommen. Insgesamt stehen dafür laut Senat 150.000 Euro zur Verfügung.

Weitere 50.000 Euro sollen in die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie für den Berliner Sport und dessen Vereine fließen. Diese Strategie soll Fragen nach klimagerechtem Sport der Zukunft und der nachhaltigen Durchführung von Sportveranstaltungen beantworten, kündigte Geisel an: "Diese Maßnahme geht weit über Corona hinaus." Das Programm "Offensive Sportmetropole 2021/2022" des Berliner Senats sei nicht nur ein akutes Hilfspaket in Krisenzeiten, sondern wolle auch langfristige Probleme aufgreifen.

Sendung: Inforadio, 21.04.2021, 12:15 Uhr

4 Kommentare

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  1. 4.

    Vielleicht wäre eine Unterstützung des Breiten- und Jugend/Kinder Sports und deren Vereine wichtiger als die Profis. Jeder soll Rücklagen bilden nur der Profisport scheint frei da in zu sein.

  2. 3.

    Jaja, immer diese Volleyball-Millionäre, ich kann sie nicht mehr sehen! ;-)

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die kulturellen Spitzenhäuser, also die "Kultur-Profis" der ersten und zweiten Liga der Kultur derzeit überhaupt nicht unterstützt werden.

    Über eine Unterstützung der Beliner Fußball-Profivereine ist in dem Beitrag übrigens nichts zu lesen.

  3. 2.

    Das ist nicht der Senat allein, sondern die Bundesregierung.

    Die Profisportler kriegrn es hinten und vorn reingesteckt und verdienen sich dumm und dämlich, sodass man sich fragt, wozu die noch Corona-Hilfen brauchen, während andere, die ihren Beruf nicht ausüben können, in die Röhre gucken, so z.B. Opern- und Theaterensembles mit Musikern, Solosängern, Chorsängern, Balletttänzer, Schsuspieler und die Leute HINTER der Bühne (Schneider, Garderobiere, Maskenbildner, Bühnenbildner, Requisiten,Beleuchtet, Techniker, Ticketverkäufer und das gesamte Backoffice (Verwaltung). Da hängen auch Arbeitsplätze dran und viele von den Genannten (Sänger und Tänzer) können ihren Beruf auch nicht bis zur Rente ausüben.

    Aber die Profisportler kriegen mal wieder den Hals nicht voll. Ich denke, nach dem Ding mit Hertha (4 Corona-Kranke auf einen Streich und sie gesamte Hertha in Quarantäne) sid auch mal ein paar Überlegungen fällig.

  4. 1.

    Schön für die Profivereine. Aber den Breitensport, die kleinen Vereine lässt man im Regen stehen. Danke lieber Senat.

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