Eisbären-Keeper Matthias Niederberger jubelt (Quelle: imago images/Andreas Gora)
Audio: Inforadio | 20.04.2021 | Karsten Steinmetz | Bild: imago images/Andreas Gora

Viertelfinale gegen Iserlohn - Eisbären starten zuversichtlich in die Playoffs

Mit Platz eins in der Nordgruppe haben die Eisbären die Hauptrunde erfolgreich abgeschlossen. Nun starten die Playoffs, die coronabedingt kürzer ausfallen als sonst. Fehltritte sind daher tabu. Der erste Gegner Iserlohn hat einen besonderen Trumpf zu bieten.

Am Dienstag beginnt für die Eisbären Berlin und sieben andere Teams der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die wichtigste und schönste Zeit des Jahres. Mit einem Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters starten die Eisbären in die Playoffs. Die fallen coronabedingt in diesem Jahr deutlich kürzer aus als sonst. Alle Runden werden nur in einer "Best-of-three"-Serie gespielt. Zwei Siege reichen zum Weiterkommen.

Iserlohn kommt mit einer Top-Reihe

Ein Modus, der Vor- und Nachteile hat. "Gewinnt man das erste Spiel, hat man die Chance, die Serie zu beenden. Bei einer Niederlage steht man mit dem Rücken zur Wand", fasst Trainer Serge Aubin zusammen. Während sich bei der sonst üblichen Serie "Best-of-Seven" am Ende auch wirklich die qualitativ bessere Mannschaft durchsetzt, bieten die kurzen Playoffs in diesem Jahr Raum für Überraschungen.

Viertelfinal-Gegner Iserlohn wollen die Berliner daher keinesfalls unterschätzen. Zwar wurden gegen den Vierten der Nordgruppe drei der vier direkten Duelle in dieser Saison gewonnen, die Sauerländer überzeugten aber zuletzt mit vier Siegen aus fünf Spielen. Dabei kam das Team erst vor rund zwei Wochen aus der Quarantäne und musste noch Spiele nachholen. Und die Nordrhein-Westfalen haben einen besonderen Trumpf: ihre erste Sturmreihe. "Mit Grenier, Whitney und Bailey haben sie wahrscheinlich eine der besten Angriffsreihen in der Liga", weiß auch Coach Aubin. Fast die Hälfte aller Iserlohner Tore hat das Trio erzielt, weshalb der Trainer warnt: "Wir müssen aufpassen, wenn sie auf dem Eis stehen."

"Man kann sich keine Ausrutscher erlauben"

Die Top-Reihe der Eisbären dagegen ist seit rund einer Woche Geschichte. Denn Topscorer Leo Pföderl, der bisher 20 Tore erzielte, fällt mit einer Knieverletzung für die Playoffs aus. Auch in Überzahl sorgte seine Sturmformation mit Marcel Noebels und Lukas Reichel regelmäßig für Gefahr. Sein Ausfall schmerzt daher besonders, zumal die Eisbären eine kleine Schwächephase hinter sich haben.

Nur zwei von fünf Spielen wurden zuletzt gewonnen. Allerdings schonte der Coach mit Blick auf die Playoffs zuletzt Leistungsträger wie Keeper Matthias Niederberger oder Verteidiger Frank Hördler. Auch Marcel Noebels bekam im letzten Spiel eine Pause, fordert jetzt aber wieder vollste Konzentration von seinem Team. "Man kann sich keine Ausrutscher erlauben. Ich glaube, dass man direkt ab Spiel eins da sein muss. Natürlich wollen wir die Playoff-Serie mit einem Heimsieg starten. Wichtig ist, dass wir unseren Spielplan durchziehen."

Das ist den Berlinern in dieser Saison bisher überwiegend gelungen. In der Nordgruppe sicherten sie sich souverän die Tabellnführung und damit den Heimvorteil mindestens bis zum Halbfinale. Zudem qualifizierten sie sich durch den ersten Platz für die Champions Hockey League. "Es war ein gutes Jahr für uns", lautet daher das Zwischenfazit des Trainers. Das soll in den Playoffs jetzt noch veredelt werden. Und der Coach ist zuversichtlich, denn "ich weiß, dass wir jedes Team schlagen können."

Sendung: rbb UM6, 19.04.2021, 18 Uhr

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