Iserlohns Friedrich vor Eisbären-Keeper Niederberger (Quelle: imago images/Eibner)
Video: rbb24 | 20.04.2021 | Dennis Wiese | Bild: imago images/Eibner

3:4 gegen Iserlohn im ersten Viertelfinalspiel - Eisbären stehen nach Niederlage vor dem Playoff-Aus

Die Eisbären Berlin sind mit einer Niederlage in die Playoffs gestartet. Zum Auftakt unterlagen sie den Iserlohn Roosters zu Hause mit 3:4. Weil das Viertelfinale im Modus “Best-of-Three" gespielt wird, droht den Berlinern schon am Donnerstag das Aus.

Überraschung zum Auftakt der Playoffs: Die Eisbären unterlagen im ersten Viertelfinalspiel den Iserlohn Roosters zu Hause mit 3:4 (2:2, 1:0, 0:2). Mit einer weiteren Niederlage am Donnerstag wäre die Saison für die Berliner bereits beendet.

Temporeiches erstes Drittel mit vier Toren

Das Team von Trainer Serge Aubin erwischte einen perfekten Start und ging schon nach 92 Sekunden durch Matt White in Führung. Die Gäste nutzten aber gleich ihr erstes Überzahlspiel zum Ausgleich. Mit einem harten Schuss von der blauen Linie traf Casey Bailey zum 1:1. Lange blieb es dabei in einem insgesamt temporeichen ersten Drittel aber nicht. Über Marcel Noebels und Lukas Reichel kam der Puck zu Verteidiger Ryan McKiernan, der die Scheibe an Iserlohns Keeper Andreas Jenike vorbeispitzelte. Nachdem die Eisbären eine doppelte Überzahl ungenutzt ließen, war Iserlohn erneut im Powerplay. Als die Strafe gerade abgelaufen war und die Zuordnung in der Berliner Verteidigung nicht ganz stimmte, nutzte das Brent Raedecke zum 2:2-Ausgleich.

Eisbären treffen erneut früh

Das zweite Drittel begann wie das erste: mit einem schnellen Tor für die Gastgeber. Diesmal gestalteten die Berliner ihr Powerplay erfolgreich und Verteidiger McKiernan sorgte mit seinem zweiten Treffer für die 3:2-Führung. Beide Teams hielten die Geschwindigkeit weiter hoch, nahmen viele Strafzeiten und erspielten sich gute Möglichkeiten.

Im Schlussabschnitt sorgte Joe Whitney mit einem Tretter aus dem Nichts wieder für den Ausgleich. Weil die Berliner kurz vor Schluss zwei Strafzeiten nahmen, hatte Iserlohn doppelte Überzahl. Und die nutzten sie durch Brent Aubin zum 4:3-Siegtreffer.

Auch Mannheim und München verlieren

"Wir haben sicherlich einige Chancen liegen gelassen, zum Beispiel beim Fünf-gegen-Drei", analysierte Stürmer Mark Zengerle, der sein Comeback feierte. "Wir haben gerade in der Kabine gesprochen und sind noch immer sehr überzeugt, dass wir die beiden Spiele und damit die Serie gewinnen werden."

Bereits am Donnerstag treffen beide Mannschaften in Iserlohn erneut aufeinander. Nur mit einem Sieg können die Berliner ein entscheidendes drittes Spiel am Samstag erzwingen. Überraschungen gab es auch in den anderen Spielen. Auch Südgruppen-Spitzenreiter Mannheim und die zweitplatzierten Münchner, die als die größten Titelanwärter gelten, verloren jeweils ihr erstes Spiel und stehen genau wie die Berliner mit dem Rücken zur Wand.

Sendung: rbb24, 20.04.2021, 21:45 Uhr

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