Der freigestellte Torwarttrainer Zsolt Petry / IMAGO / Christian Schroedter
Audio: Inforadio | 06.04.2021 | Thomas Hollmann | Bild: IMAGO / Christian Schroedter

Kontroverse Aussagen in Interview - Hertha stellt Torwarttrainer Zsolt Petry frei

Nach den kontroversen Aussagen des Torwarttrainers von Hertha BSC in einem Interview, hat sich der Bundesligist entschlossen, Zsolt Petry mit sofortiger Wirkung freizustellen. Der Verein begründete die Entscheidung mit seiner Charta der Vielfalt.

Hertha BSC hat Zsolt Petry mit sofortiger Wirkung freigestellt. Nach einigen kontroversen Aussagen des Torwarttrainers in einem Interview mit der ungarischen Zeitung 'Magyar Nemzet' hat sich der Bundesligist entschlossen, die Zusammenarbeit zu beenden. Das teilte der Verein am Dienstag mit.

"Hertha BSC hat die Charta der Vielfalt unterschrieben und setzt sich als Verein aktiv für Werte wie Vielfalt und Toleranz ein, weil uns diese Werte wichtig sind. Dies findet sich in den Äußerungen von Zsolt Petry, die er als unser Mitarbeiter öffentlich getätigt hat, nicht wieder", hieß es in der Mitteilung weiter.

Petry bittet um Entschuldigung

Petry hatte in dem Interview seinen Landsmann Peter Gulacsi von RB Leipzig kritisiert, weil sich Gulacsi "für Homosexuelle, Transvestiten und Menschen sonstiger geschlechtlicher Identität" einsetze. Zudem äußerte er sich zum Thema Migration: "Europa ist ein christlicher Kontinent, ich sehe den moralischen Niedergang nicht gerne, der den Kontinent niederfegt", sagte Petry: "Die Liberalen blasen die Gegenmeinungen auf: Wenn du die Migration nicht gut findest, denn schrecklich viele Kriminelle haben Europa überlaufen - dann werfen sie dir sofort vor, dass du ein Rassist bist."

In der Vereinsmitteilung der Hertha entschuldigte sich Petry: "Ich möchte betonen, dass ich weder homophob noch fremdenfeindlich bin. Meine Aussage zur Einwanderungspolitik bedaure ich sehr und möchte all die Menschen, die bei uns Zuflucht suchen und die ich damit beleidigt habe, um Entschuldigung bitten."

Hertha-CEO Carsten Schmidt dankte Petry für dessen langjährige Arbeit im Verein, kritisierte den Torwarttrainer jedoch für dessen öffentliche Äußerungen scharf: "Auch unter Würdigung von Übersetzungsfeinheiten und der Tatsache, dass einige Aussagen von Zsolt im Interview ohne Rücksprache vor der Veröffentlichung weggelassen wurden, mussten wir letztlich feststellen, dass die getätigten Äußerungen insgesamt nicht den Werten von Hertha BSC entsprechen."

Der 54-Jährige Zsolt Petry war mit Unterbrechungen seit 2015 bei den Berlinern tätig.

Sendung: rbb Inforadio, 06.04.2021, 14:15 Uhr

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76 Kommentare

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  1. 76.

    Es gibt glücklicherweise Wahlmöglichkeiten: Arbeitsplatz, Einstellung, Wohnort - alles wahlfrei (Letzteres Dank der von Ungarn stets so gescholtenen EU). Nur sollten die Dinge zueinander passen. Wenn die Einstellung im Widerspruch zu den Werten des Arbeitgebers steht, hat man den falschen Arbeitgeber. Wenn das Wertesystem am Wohnort nicht zum eigenen passt, na ja, dann sollte man das eben auch mal überdenken. Das gilt alles genauso für mich. Und ich suche mir den Fußballverein aus, in dem ich Mitglied sein will (oder eben auch nicht). Das heißt für mich jetzt: Er oder ich.

  2. 75.

    Ihm wurde doch nicht verboten, dass er seine Meinung sagt. Ist halt nur so, Hertha BSC will solche Leute nicht haben, das muss er dann auch akzeptieren. Wir akzeptieren seine Homophobe-Einstellung und er muss auch die Entscheidung von Hertha BSC akzeptieren. Oder akzeptiert Herr Petry die Meinung von anderen nicht?

  3. 74.

    Hier sind ja sehr viele Leute sehr streng mit diesem Mann...
    Wenn er von einem "moralischen Niedergang" schwafelt, kann man das lächerlich finden - wozu ich sehr tendiere. (Ich füge das mal lieber hinzu, damit ich hier nicht so schlimme Schimpfe kriege...)
    Aber er darf eben dieser Meinung sein und sie auch äußern, und darüber bin ich heilfroh. Dass sie manchen nicht passt, ist dann eben so. Mir passen auch mitunter andere Meinungen nicht, und doch will ich sie nicht verbieten.
    Und selbst wenn man ihm verbietet, diese Meinung zu äußern (jaja, ich weiß schon, als Privatmann darf er ja, nur eben nicht als Herthamann), so verschwindet sie doch damit nicht aus seinem Kopf.
    Also, was hätte man damit gekonnt?
    Das ist doch nun zumindest eine der Lehren aus der DDR und ähnlichen Systemen...

  4. 73.

    Nein, die Ungarn muss derzeit niemand verstehen. Sie torpedieren die gemeinsamen Werte der EU und halten trotzdem weiter die Hand auf. Dieses Land hat in der derzeitgen Verfassung eigentlich genauso wenig in der EU zu suchen wie Erdogans Türkei. Nur sind sie eben schon drin. Das ist aber absolut kein Grund, die in Ungarn von der Regierung und einem erschreckend großen Teil der Bevölkerung gelebten neokonservativen bis ultrarechten Werte zu übernehmen. Besonders amüsant finde ich, dass sich über die DORT VORHANDENE massive Beschränkung der freien Meinungsäußerung und der Pressefreiheit niemand von denen erregt, die hier die Meinungsfreiheit als abgeschafft darstellen. Vielleicht ist das noch etwas nostalgische Sympathie für das gelobte Reiseland Ungarn bei den in der DDR sozialisierten Menschen. Ein Trainer, der sich mit der dortigen Regierungsdoktrin solidarisiert, positioniert sich automatisch unserem Wertesystem gegenüber feindlich. Nicht strafbar, aber disqualifizierend.

  5. 72.

    DDR lässt grüßen..

  6. 71.

    Oft genug wurden Gruppen wie Arbeitslose durch Politiker verunglimpft. Die Politiker dürften im Amt bleiben. Bitte nicht mit zweierlei Maß messen.

  7. 70.

    @Steinhart Beim Thema Rassismus gibt es keine Diskussionsgrundlage. Ende. Auch wenn das wahrscheinlich nicht von Ihnen verstanden wird. Zum Glück leben wir in einer Demokratie und 1933 ist auch vorbei - anscheinend aber noch nicht in allen Köpfen.
    Wird Zeit, auch dem Alltagsrassismus den Kampf anzusagen.
    Gruß mit der Linken!

  8. 68.

    Fast alle machen denselben Fehler. Ein privatwirtschaftliches Unternehmen kann und muss anders handeln (dürfen) als der Staat. Bitte nicht verwechseln. Der Hinweis oder Vergleiche mit/ auf die DDR oder gar davor ist ein Irrtum.

  9. 67.

    Das Problem mancher Menschen, auch aber nicht nur im Osten (dieser Stadt und dieses Landes), besteht leider darin, dass sie glauben, Demokratie und Meinungsfreiheit sei die Erlaubnis, jeden noch so menschenverachtenden Müll ungefiltert öffentlich zu vertreten. Wenn sie dann feststellen, dass auch oder gerade der Rechtsstaat hetzerische und verfassungsfeindliche "Meinungen" sanktioniert, vergleichen sie das mit den Zuständen in der DDR. Hier kommt aber noch hinzu, dass ein Arbeitgeber von seinen Mitarbeitern eine positive Einstellung zu seinen Leitsätzen erwarten kann. Bei einem international besetzten Team ist eine negative Einstellung zu Pluralität wohl kaum dem unternehmerischen Ziel förderlich.

  10. 66.

    Petry hat "kontroverse Aussagen" gemacht, so titelten übereinstimmend die Medien. Das heißt : er hat entgegengesetzte Meinungen geäußert, konträr zum politisch korrekten Hauptstrom. Vielleicht hat er sich sogar geirrt ; vielleicht auch in Teilen recht gehab(Kriminalität ). Dafür einen Menschen an den Pranger stellen? Bemerkenswert auch : die hämischsten Kommentare kommen von genau den Liberalen, die Petry kritisiert.
    Übrigens hat sicher niemand von uns das Interview gelesen und kann die historisch bedingt besondere Position der Ungarn zur "Bedrohung" durch den Islam ganz verstehen.

  11. 65.

    Diese Aussagen verstoßen eindeutig gegen die im Grundgesetz verankerten Menschenrechte und sind keine legitime Meinungsäußerung.

  12. 64.

    Er kann seine Meinung äußern ohne Strafverfolgung fürchten zu müssen. Allerdings tat er es hier in seiner Funktion als Torwarttrainer von Hertha BSC und hat hier die Werte des Vereins verraten. Daher sind arbeitsrechtliche Konsequenzen gerechtfertigt.

  13. 63.

    Petry: "denn schrecklich viele Kriminelle haben Europa überlaufen" meint er damit die Osteuropäer?
    Wenn Herr Zsolt Petry die Migranten stören, dann sollte er mal überlegen, was er selber ist. Kleiner Tip er ist kein Deutscher. Wahrscheinlich findet er auch Orbán gut, deswegen wohnt er auch nicht mehr in Ungarn. Super Logik.

  14. 62.

    Hier geht es ausschließlich um Hertha BSC und die Werte des Vereins. Und wer diese Werte nicht mittragen will, kann ihn nicht als Angestellter repräsentieren.

  15. 61.

    Es steht doch eindeutig im Artikel , dass er sich nicht nach den Werten von Hertha BSC verhalten hat und deswegen freigestellt wird . Da hilft es auch nicht , dass er seine Meinung privat oder öffentlich kund getan hat . Einen Arbeitnehmer wie mit Petrys Einstellung möchte man halt nicht in diesem Verein . In Unternehmen nennt man das Compliance. Wenn man gegen diese verstößt , ist man unter Umständen draußen . Es erübrigt sich sämtlicher whataboutism in Bezug auf „die Mannschaft“ oder bla bla .. nur „weil man die Wahrheit sagt ..“ Rechtfertigungen ...

    By the way RBB: Eure Foren/Kommentar- Software ist außerordentlich scheisse!

  16. 60.

    Das ist die Meinungsfreiheit 2.0...mehr braucht man dazu nicht zu sagen. Aber die böse DDR....

  17. 59.

    Zitat: "Freiheit ist auch die Freiheit der anders denkenden. Ist von rosa Luxemburg, scheint aber im heutigen Deutschland nicht mehr so gefragt zu sein. Traurig aber wahr."

    Traurig ist eher, dass Sie trotz der vielen Beiträge zum Thema immer noch nicht begriffen haben, dass Petry keine Freiheitsrechte verwehrt werden. Er kann sich jederzeit auf jeden beliebigen Marktplatz der Republik stellen und seine Meinung zu Homosexualität oder Muslimen herausbrüllen - solange dies im gesetzlichen Rahmen geschieht. Und er kann auch weiterhin seinen Beruf ausüben, nur eben (wahrscheinlich) nicht mehr bei Hertha BSC.

  18. 58.

    Merken Sie eigentlich nicht, dass der Vergleich ziemlich hinkt?

    In Ungarn wäre eine solche Diskussion in einem Portal einer Medienanstalt nicht möglich. Eine freie Presse ist dort ebenso wenig zu sehen wie eine unabhängige Justiz.

    Und dass Sie hier diskutieren dürfen und Ihre Meinung zum Besten geben können beweist, dass Sie hier sehr gewagte Vergleiche ziehen.


  19. 57.

    Da haben Sie vollkommen recht:
    Das "christliche Abendland" gibt es schon lange nicht mehr, Gott wurde abgeschafft, was Herr Petry noch nicht richtig realisiert zu haben scheint,
    Die ehemals "christlich beeinflusste" Gesetzgebung wurde/wird immer mehr geändert. Trotzdem gibt es Menschen, die diese Entwicklung mit einem gewissen Argwohn betrachten, weil sie nämlich Gott und die Bibel ernst nehmen, z.B. mich. Nur sollten sie ihre Meinung in bestimmten Fällen lieber für sich behalten, weil sie sonst Probleme bekommen, was zwar zu einem gewissen Duckmäusertum führt, aber das gab es ja auch schon im 3. Reich und in der DDR….

  20. 56.

    Zitat: "Sich gegen die gleichgeschlechtliche Ehe zu aeussern ist nicht homophob." . . . "...auch unsere Bundeskanzlerin damals im Bundestag gegen die Einfuehrung der gleichgeschlechtlichen Ehe gestimmt hat."

    Es geht nicht nur um die sog. "Homoehe", sondern darum, dass sich Petry gennerell gegen Gleichberechtigung ausgesprochen hat.

    Zitat aus dem gestrigen rbb24 Artikel: "Er verstehe nicht, was seinen Landsmann Gulacsi dazu bewogen habe, "sich für Homosexuelle, Transvestiten und Menschen sonstiger geschlechtlicher Identität einzusetzen", sagte Petry."

    https://www.rbb24.de/sport/beitrag/2021/04/berlin-fussball-hertha-bsc-torwarttrainer-zsolt-petry-irritiert-kontroverse-aussagen.html

    Auch der Rest Ihrer zahlreichen Beiträge, die auf die freie Meinungsäusserung abstellen, lassen ausser acht, dass Petry als Angestellter von Hertha BSC dessen Richtlinien für Beschäftige unterliegt. Und diese weichen nun mal von denen eines bspw. kleinen Handwerkbetriebes ab.

  21. 55.

    Für ein ehrliches Interview in der ungarischen Presse fliegt man raus, beim Posieren mit orientalischen Despoten, die es auch nicht so mit Frauen-, LGBTIQ- und Minderheitenrechten haben, oder beim Liken islamistischer Hasspostings... bleibt man Teil der Na... pardon... nur ...Mannschaft.

  22. 54.

    Rosa Luxemburg wollte allerdings auch zusammen mit Karl Liebknecht einen Bürgerkrieg gegen anders Denkende anzetteln.

    Im übrigen endet die eigene Freiheit dort, wo die der anderen beginnt. Das wusste schon Kant.

  23. 53.

    Sehr gut kommentiert. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

  24. 52.

    Er darf seine *private* Meinung weiterhin äussern und wird vom Staat dafür auch nicht sanktioniert. Er könnte aber seine Loyalitätspflicht gegenüber seinem Arbeitgeber missachtet haben, indem er seine Meinung als Angestellter der Hertha geäußert hatte. Das sind zwei Paar Schuhe.

  25. 51.

    Er kann ja meinen, was er will, aber wenn er öffentlich zentrale Werte seines Vereins in Frage stellt ( hier: das Bekenntnis zu Vielfalt und Toleranz ), schadet er dem Arbeitgeber und muss mit Konsequenzen rechnen. Eigentor!

  26. 50.

    Ganz meiner Meinung. Sehr gut der Vergleich mit Ungarn. Genau das, was wir den Ungarn vorwerfen, praktizieren wir selber. Wir sind nicht die " Guten ".

  27. 49.

    Ob jemand -wie hier Petry- sich rassistisch geäußert hat, entscheiden aber nicht Sie, sondern im Streitfall Gerichte.
    Insofern ist die Parole "Rassismus ist KEINE Meinung" nur eine billige Methode, unbequemen Diskussionen aus
    dem Wege zu gehen.

  28. 48.

    Was bringt einen solchen Mitmenschen dazu solch eine Aussage zu treffen? Selbst Ausländer bis dahin mit vielen in Zusammenarbeit. Was sind seine Beweggründe. Sofort hinterfragen?!

  29. 47.

    Toleranz gegenüber Homophoben? Übrigens Kritik ist was anderes, der Typ war einfach nur diskriminierend und ist zurecht geflogen.

  30. 46.


    Freiheit ist auch die Freiheit der anders denkenden. Ist von rosa Luxemburg, scheint aber im heutigen Deutschland nicht mehr so gefragt zu sein. Traurig aber wahr.

  31. 45.

    Dann hier auch noch mal für alle die der Meinung sind, man darf hier seine Meinung nicht sagen - machen sie doch gerade...
    Und nur mal so zwischendrin: Rassismus ist KEINE Meinung - Rassismus ist ein Verbrechen! Sollte so langsam auch bei dem Letzten ewig gestrigen angekommen sein. Wenn nicht - dann wandert doch nach Belarus oder Nordkorea aus - soll dort sehr demokratisch zugehen...

  32. 44.

    Er hat sie öffenlich geäußert. Dumm gelaufen, wie? Mal abgesehen davon ist er nicht entlassen, sondern freigestellt.

  33. 43.

    Blöd nur, dass er seine private Meinung in der Öffentlichkeit kundgegeben hat. Damit ist es eben keine einfache Meinungsäußerung im privaten Kontext mehr.
    In Ungarn gibt es ja zum Glück genug Jobs im Fußballbereich, und dazu in Felcsút das schönste Stadion in einer lupenreinen Demokratie.

  34. 42.

    Wer Kritik wagt, fliegt raus.
    War Toleranz gegenüber Andersdenkenden nicht auch ein Wert der Hertha?

  35. 41.

    Prima, was lernen wir daraus?
    Behalte deine politische Meinung in jedem Fall für dich! Wenn dir dein Job lieb ist, egal ob bei Hertha oder anderswo...
    Konformität ist gefragt, sonst schlägt diese Denunziantenrepublik gnadenlos zu.
    Und was die ständigen Verweise auf Ungarn in diesem Forum betrifft: Wo ist der Unterschied? Meinungsdiversität ist hier und da nicht angesagt - die Konsequenzen für Abweichler sind die gleichen und alles ist vom "Rechtsstaat" gedeckt.

  36. 40.

    @ Anmerker, 15:32

    Genau - Auf den Punkt gebracht
    Hertha ist auf einen guten Weg

  37. 39.

    3+ Punkte für Hertha.Alles richtig gemacht.
    Bleibt in der Buli , wir wollen auch wieder mal im Olymp. einen Sieg feiern

  38. 38.

    Herr Petry sollte doch mal ein wenig Geschichts- und Politikunterricht bekommen. Wir sind weder ein christliches Land noch ein christlicher Kontinent.
    Deutschland ist ein demokratisches Land und die Kirche hat hier grundsätzlich nichts zu melden.
    Mit Ausnahme des Vatikan (Bischof von Rom, Papst) hat nirgendwo die Kirche die Regierungsgewalt.
    Die Aussage, dass Europa ein christlicher Kontinent ist, ist schlicht Blödsinn.

  39. 37.

    Man kann es sich denken aber niemals öffentlich denken - zumindest nicht in dieser Zeit.

  40. 36.

    Menschenrechte und Grundgesetz-Danke für ihre Ironie im Jahre 2021 @Stefan H .

  41. 35.

    Schade für Hertha das man es im Verein nicht aushält auch mal mit unpopulären Meinungen zu leben. Man muss ja die Meinung von Herrn Petry nicht teilen aber ihn deswegen gleich feuern geht gar nicht. Machen wir doch nichts vor weite Teile unserer Gesellschaft denken sicher ähnlich wie er und das muss eine Demokratische Gesellschaft aushalten können. Wenn man jeden sanktioniert der eine abweichende Meinung äußert leistet man den Rechten eh nur Vorschub.

  42. 34.

    Der Mitarbeiter ist noch nicht entlassen. Er ist freigestellt. Firmenschädigendes Verhalten wird immer sanktioniert. Es geht in diesem Fall nicht um Meinungsfreiheit, sondern er hat bei seiner Einstellung einen Vertrag unterschrieben mit den entsprechenden Verhaltensklauseln. Außerdem; wer das christliche Abendland schützen will sollte seine Ritterrüstung anziehen und sich ein Pferd kaufen und sich auf eine Zeitmaschine setzen. BON VIAGGIO:

  43. 33.

    "Europa ist ein christlicher Kontinent* - und das erzählt er ausgerechnet in Berlin, der "Welthauptstadt des Atheismus" (Peter L. Berger). :-)

  44. 32.

    So ein Rausschmiss ist total korrekt und hat schließlich Tradition. Im BFC Dynamo durfte einst auch niemand spielen der sich kritisch zur Staatsraison äußerte.

  45. 31.
    Antwort auf [Franz Vege] vom 06.04.2021 um 14:04

    Doch, haben wir! Genau deswegen ist die Entscheidung richtig!

  46. 30.

    Ein weiteres Opfer einer Hexenjagd.
    Petry sagt :"Wenn du die Migration nicht gut findest, werfen die Liberalen dir sofort vor, dass du ein Rassist bist". Wie recht er damit hat, wird aktuell bewiesen.
    Weiter : "schrecklich viele Kriminelle haben Europa überlaufen ". In der Tat, verfolgt man die Presse, drängt sich der Eindruck auf : schrecklich, wie viele Kriminelle wir inzwischen unter uns haben.
    Wer das anders empfindet, bitte schön, und selbstverständlich sind die meisten Migranten nach meiner Einschätzung nicht kriminell.
    Und Homosexualität darf man ablehnen, genau so wie ich ablehne, dass man Homosexualität ablehnt.

  47. 29.

    Hallo Barbara!

    Ich glaube, sie haben den Kontext dieses Zitates nicht verstanden. Denn es drueckt das exakte Gegenteil von dem aus, was Sie hier insinuieren.

    Maik

  48. 28.

    Welche Beleidigungen oder homophoben Aeusserungen koennen Sie denn konkret belegen?

    Sich gegen die gleichgeschlechtliche Ehe zu aeussern ist nicht homophob. Ich darf Sie vielleicht daran erinnern, dass auch unsere Bundeskanzlerin damals im Bundestag gegen die Einfuehrung der gleichgeschlechtlichen Ehe gestimmt hat.

    Siehe: https://www.welt.de/politik/deutschland/article166096813/Rote-Karte-Merkel-stimmt-gegen-die-Ehe-fuer-alle.html

  49. 27.

    Sie haben vollkommen recht.
    Wer gegen das GG verstößt, handelt irgendwie kriminell. Und ja auch er ist irgendwie Migrant.
    Da hat er sich etwas völlig falsch zurecht gelegt mit seiner Aussage.

  50. 26.

    Ob hier tatsaechlich ein "vereinschaedigendes Verhalten" vorliegt, wird im Zweifelsfall ein Arbeitsrichter klaeren muessen.

    In der Regel darf man naemlich niemanden feuern, nur weil er privat eine bestimmte politische Meinung aeussert.

  51. 25.

    Seitdem Artikel 5, GG, das Recht auf eine freie Meinungsaeusserung garantiert.

    Was wuerden Sie denken, wenn Ihr Arbeitgeber Sie aufgrund Ihrer _privaten_ politischen Meinungsauesserung kuendigt?

    Ich erinnere in diesem Zusammenhang gerne an das Zitat von Pastor Niemoeller, denn es passt hier hervorragend. Man muss Petrys Meinung nicht teilen, aber sein Recht auf diese Meinungsaeusserung muss geschuetzt werden, so wie es in Artikel 5, GG, gefordert wird.

  52. 24.

    Kann ich nur zustimmen.

  53. 23.

    Hallo RaBe!

    Die Artikel 1-20 sind Abwehrrechte gegenueber dem Staat, sie gelten nicht gegenueber Privatpersonen. Sie duerfen bei Einladungen auf Ihre Geburtstagsparty selbstverstaendlich diskriminieren und z.B. nur Maenner einladen. Das kann Ihnen niemand verbieten.

    Und die durch Artikel 5 GG garantierte Meinungsfreiheit schuetzt tatsaechlich auch die Aussagen von Herrn Petry, den diese setzen die Wuerde von anderen Menschen in keinster Weise herab. Wenn sich Herr Petry z.B. gegen die gleichgeschlechtliche Ehe aeussert, dann ist es sein gutes Recht. Genau so hat sich uebrigens unsere Kanzlerin auch geaeussert, die in der oeffentlichen Abstimmung gegen die gleichgeschlechtliche Ehe gestimmt hat.

    Maik

  54. 22.

    Es gibt zur Entlassung absolut keine Alternative. Wer hier von freier Meinungsäußerung faselt, sollte sich einmal mit den Menschenrechten und unserem Grundgesetz beschäftigen. So kann ich Hertha-Mitglied bleiben, und der Herr Petry kann sich um einen Job in Ungarn oder einem anderen Land bemühen, in denen seine Homophopie und Xenophobie (leider) salonfähig ist. Hier sollte er jedenfalls nicht mehr Gelegenheit haben, junge Menschen, die von überall auf der Welt herkommen, zu indoktrinieren.

  55. 21.

    Ohne die Äußerungen und die folgende Freistellung zu bewerten:

    Da würde ich mal ein Jurastudium empfehlen. Die Äußerung einer Ansicht wird gerade nicht von Art. 3 eingeschränkt. Oder wurde hier jemand kausal durch die Äußerungen benachteiligt?

  56. 20.

    Interessant, jemand wird aus seinem Arbeitsverhaeltnis entlassen, fuer eine politische Meinung, die er privat vertritt.

    Sind das nicht eigentlich Zustaende, die wir eigentlich seit dem Fall der Mauer hinter uns gehabt haben sollten?

    Man muss die Meinung von Petry nicht teilen, aber es ist beaengstigend, dass bereits die Aeusserung einer kontroversen Meinung ausreicht, damit jemand seinen Job verliert.

    Jeder sollte seine politische Meinung vertreten duerfen, solange die Aussagen darin nicht gegen das Grundgesetz bzw. StGB verstossen.

  57. 19.

    Interessant, jemand wird aus seinem Arbeitsverhaeltnis entlassen, fuer eine politische Meinung, die er privat vertritt.

    Sind das nicht eigentlich Zustaende, die wir eigentlich seit dem Fall der Mauer hinter uns gehabt haben sollten?

    Man muss die Meinung von Petry nicht teilen, aber es ist beaengstigend, dass bereits die Aeusserung einer kontroversen Meinung ausreicht, damit jemand seinen Job verliert.

    Jeder sollte seine politische Meinung vertreten duerfen, solange die Aussagen darin nicht gegen das Grundgesetz bzw. StGB verstossen.

  58. 18.

    Einzig mögliche Reaktion. Wer so denkt, darf hier keinen Job finden und sollte sich als Schuhputzer bei Herrn Organ bewerben; dort ist er gern gesehen.

  59. 17.

    Die zitierten Äußerungen sind seine Meinung und sollten von der Meinungsfreiheit gedeckt sein. Was ist nur los in diesem Land!

  60. 16.

    alles beim alten....... es ist wie früherund ganz früher. hast du eine eigene meinung und sprichst sie auch noch, wirst du kaltgestellt.
    ein grosses lob für die demokratie

  61. 15.

    Eine Demokratie, die nur sicherstellte, dass jede menschenverachtende "Meinung" unsanktioniert geäußert werden kann, wäre wertlos. Ohne Werte = wertlos. Demokratie ist nicht dazu da Rassisten und Volksverhetzern, die anderen ihre Menschenrechte vorenthalten wollen, ein geschütztes Betätigungsfeld zu bieten. Im Gegenteil. In diesem Sinne: Es lebe die Demokratie!

  62. 14.

    Wer spricht denn von Berufsverbot? Selbst bei einer Entlassung finden Menschen mit homophober und rassistischer Meinung schnell eine neue Anstellung. Dafür ist diese Szene doch groß genug.
    Und Meinungsfreiheit deckt nicht alles. Er kann ja seine Meinung frei sagen oder wurde er daran gehindert? Die möglichen Folgen werden ihm ja vorher klar gewesen sein. Ein Torwarttrainer kann doch vorausschauend denken....bringt doch alleine der Beruf mit sich.

  63. 13.

    Richtig so - wehret den Anfängen!

  64. 12.

    Jeder Arbeitgeber kann gegen Angestellte Maßnahmen bis hin zur Kündigung ergreifen, wenn diese durch Äußerungen das Ansehen des Arbeitgebers öffentlich beschädigen, oder den Betriebsfrieden stören. Im Übrigen stellt Fremedenfeindlichkeit und Homophobie kein Meinung dar.

  65. 11.

    §3 Abs. 3 GG:
    Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

    Die "Meinungs"freiheit endet da, wo Andere entsprechend pauschal verunglimpft oder beleidigt werden!

    Und "Demokratie" bedeutet Herrschaft des Volkes, nicht: "ich darf Andere beliebig verunglimpfen und beleidigen, weil mir der Lebensstil , die sexuelle Ausrichtung oder die Herkunft nicht passt".

    Ganz nebenbei ist auch jemand, der aus Ungarn kommt und hier lebt irgendwie ein Migrant.

  66. 10.

    Sie haben recht, die Entschuldigung ist mehr als unglaubwürdig. Ich denke, er hat sie in dem Moment ausgesprochen, als ihm klar wurde, dass er sich mit seiner Äußerung eines der schwersten Verbrechen schuldig gemacht hat, die man hierzulande begehen kann, nämlich das Vertreten einer eigenen jedoch unerwünschten Meinung Die Strafe, nämlich die sofortige Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz, konnte er damit natürlich nicht mehr abwenden. Und das ist gut so, wie leben schließlich in einem Rechtsstaat.

  67. 8.

    Die Reaktion der Vereinsführung bestätigt nur die Richtigkeit der Aussage von Petry.
    Schon mal was von Meinungsfreiheit gehört, bei Hertha?

  68. 6.

    " einer eine Meinung "

    weder Rassismus noch Fremdenfeindlichkeit ist eine Meinung!

  69. 5.

    Hertha hat genau richtig gehandelt und nich versuchT, irgendwas auszusitzen. Dem betroffenen Angestellten gibt man die Möglichkeit, sich zum Sachverhalt zu äußern. Wenn man dann feststellt, es passt nicht zu den eigenen Werten, geht man getrennte Wege. Wer jetzt rummosert von wegen Meinungsfreiheit: Pertry kann gerne seine Meinung haben, aber woanders. Das ist mal mindestens vereinschädigendes Verhalten, und damit rechtlich sicher. Gute Rückreise.

  70. 4.

    @Thomas
    Beleidigungen, Homophobie und Rassismus sind keine Meinung!

  71. 3.

    Egal wie man dazu steht- Seit wann ist Meinungsfreiheit mit Berufsverbot und Entlassung zu bestrafen ?

  72. 2.

    So ist unser Demokratie Verständnis, hat einer eine Meinung die er offen preisgibt, so wird er bestraft. Mir sind solche Menschen aber lieber als die ganzen Heimlichtuer. Da weiß man wenigstens woran man ist. Es lebe die Demokratie.

  73. 1.

    Freistellen ist gut, sich komplett trennen besser.
    Solche Bitten um Entschuldigung sind doch unglaubwürdig. Das nimmt immer mehr zu. Rassistische, homophobe , frauenfeindliche Aussagen etc. machen und dann so tun, als hätte man es nicht so gemeint und dann ist wieder alles gut. Entweder sage ich etwas mit Absicht, dann brauche ich keine Entschuldigung und ich sage es aus Dummheit, dann hilft auch keine Entschuldigung. Was für ein billiges Manöver.

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