Die Spieler von Union Berlin jubeln (Quelle: imago images/Contrast)
Audio: Inforadio | 03.04.2021 | Jakob Rüger | Bild: imago images/Contrast

Fußball-Bundesliga - Fünf Gründe, warum Union das Berlin-Derby gewinnen wird

Das Hinspiel bei Hertha BSC mit 1:3 verloren, am letzten Spieltag mit 2:5 in Frankfurt unter die Räder gekommen. Bei Union Berlin könnte es vor dem Hauptstadtderby-Rückspiel durchaus Grund zur Sorge geben. Doch mindestens diese 5 Gründe machen auch Mut. Von Lisa Surkamp

1. Union hat in diesem Jahr noch kein Heimspiel verloren

Mit 22.012 Fans im Rücken ist der 1. FC Union im heimischen Stadion nur schwer zu schlagen. Nun dürfen die Anhänger der Köpenicker aktuell zwar nicht in die Alte Försterei, der Heimvorteil ist aber dennoch geblieben. Denn Union hat in diesem Jahr noch kein Bundesliga-Heimspiel verloren und neben einem Sieg gegen Leverkusen (zu diesem Zeitpunkte Tabellen-Dritter) auch gegen Wolfsburg (aktuell Dritter) und Gladbach (Champions-League-Achtelfinalist) gepunktet. Überhaupt ging das Team von Trainer Urs Fischer in der Liga in dieser Spielzeit erst einmal als Verlierer vom eigenen Platz - am ersten Spieltag gegen Augsburg. Eine beeindruckende Heimserie, die auch Hertha imponieren dürfte.

2. Die Tabelle spricht für sich

Und auch der Blick auf die Tabelle spricht klar für Union. Satte 14 Punkte Vorsprung haben die Eisernen auf die Charlottenburger, weil sie in dieser Saison die deutlich bessere Form haben. Union hat mehr Tore geschossen (40, Hertha 31) und weniger kassiert (32, Hertha 45), zudem auch gegen die großen Gegner gepunktet. Die starke Leistung des Teams zeigt sich auch daran, dass sie schon acht Spieltage vor Schluss fast genauso viele Punkte geholt haben, wie in der kompletten letzten Saison. Drei fehlen noch, um die Punkteausbeute zu egalisieren. Da käme ein Sieg am Sonntag im Derby also genau richtig.

3. In Köpenick lebt man Teamwork

Der Kader von Stadtrivale Hertha ist zwar fast drei Mal so teuer wie der von Union, aber eine funktionierende Mannschaft kann man nicht einfach kaufen. Die Köpenicker bilden eine Einheit - und strahlen das auch aus. Die Spieler können sich im Zweifel Fehler eher erlauben, denn jeder wirft sich für den Kollegen in die Zweikämpfe. Das Gemeinschaftsgefühl ist einfach da - und kann besonders in einem Derby viel bewirken.

4. Druck haben die anderen

Ja, unter Druck entstehen Diamanten. Aber geglänzt hat Hertha im Abstiegskampf bisher selten. Während es für die Charlottenburger in jedem Spiel um wichtige Punkte für den Klassenerhalt geht, kann Union ganz entspannt aufspielen. Der Klassenerhalt ist ihnen praktisch nicht mehr zu nehmen, die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb wäre ein netter Bonus. Auch wenn bei Union nicht jeder etwas mit der möglichen Conference-League-Teilnahme anzufangen weiß. Mit dieser Gelassenheit und dem Selbstvertrauen einer guten Saison können die Köpenicker ganz locker in das Derby gehen.

5. Revanche für das Hinspiel

Im Hinspiel lief zunächst alles nach Plan für den 1. FC Union. Taiwo Awoniyi brachte die Köpenicker in Führung. Doch dann kam die 23. Minute. Nach einem Foul flog Robert Andrich vom Platz - und mit der Roten Karte kam die Wende. Zwar konnte Union die Führung bis kurz nach der Pause noch verteidigen, verlor in Unterzahl aber doch noch das Spiel. Und Max Kruse. Der Stürmer fehlte nach dem Derby rund zweieinhalb Monate verletzt. Wie sehr die Mannschaft das Hinspiel-Resultat genervt hatte, ließ Verteidiger Robin Knoche unter der Woche durchblicken. Der Verteidiger sprach im Rahmen einer Medienrunde davon, etwas "gerade rücken" zu wollen. Eine besonders motivierende Rede muss sich Union-Trainer Urs Fischer vor diesem Hauptstadtderby also wohl kaum einfallen lassen.

Sendung: rbb UM6, 01.04.2021, 18 Uhr

19 Kommentare

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  1. 19.

    Unioner... Neulich sprach hier einer von „Altunionern“ und wollte sich damit von den Hipstern bzw. Modefans abgrenzen. Ich fürchte, die Unioner haben ein echtes Problem mit dem Selbstbewusstsein. Das ist langsam echt schon was für Therapeuten. Die Fankultur bei Union hat seit dem Aufstieg eine Wandlung erlebt, mit der die „Altunionern“ offenbar nicht mehr klarkommen. Daher die ständige Aus- und Abgrenzung anderer.

  2. 17.

    Ich wünsche Ihnen auch noch ein weitgehend Pupsfreies Ostern, Negan.

  3. 16.

    Dass einige Unioner unter Verfolgungswahn leiden und bei Kritik sofort Herthaner oder BFCler vermuten ist ja bekannt.
    Aber dass ihr euch jetzt schon untereinander verfolgt ist eine neue Dimension.
    Jeder macht sich halt so lächerlich wie er kann.
    Einer von euch reicht aber wirklich.
    In diesem Sinne
    Immer schön peinlich bleiben!

  4. 15.

    Deine Kommentare sind köstlich, könnten von meiner Oma sein, die hat auch nix mehr kapiert aber immer einen Spruch drauf gehabt. Das war sehr erheiternd. Nun nehm ich dich als Ersatz. Diese Naivität ist toll.

  5. 14.

    Verallgemeinerungen sind aber auch sowas von auf der sachlichen Ebene ;-)
    Stöckchen...
    made my day *lach*

  6. 13.

    Na mit Pupsen kennen sie sich sicher besser aus.
    Ihnen und Ihrem angeblichen Freund trotzdem schöne Ostern.

  7. 12.

    Unioner springen über jedes Stöckchen, das man ihnen hinhält. Herrlich, wie die immer sofort an die Decke gehen. Ein Grund von vielen, weshalb ich Unionsfans nicht mag. Ich bleib liebte auf der sachlichen Ebene.

  8. 11.

    Den Artikel "Fünf Gründe, warum Hertha das Berlin-Derby gewinnen wird" vom 31.03 habe ich doch glatt verpasst und eben erst gelesen. Dort gibt es jedenfalls nur einen Kommentar, in dem es heißt: "Ich bin gespannt, wann es die "fünf Gründe, warum Union das Derby gewinnt" gibt.", und nicht wie von Ihnen hier in Kommentar #1 geschrieben: ". . . die ganzen armen vergessenen Unioner . . .".

    Und wenn Sie es so dermaßen doof finden, dass sich FCU Fans unter Artikeln über Hertha zu Ihrem Club äussern, dann setzen Sie sich doch dort mit denen auseinander. Aber nö, Sie tun es denen gleich und lassen keine Gelegenheit aus, unter Union Artikeln gegen den Verein und seine Fans zu stänkern.
    Wobei mir unsere kleinen Scharmützel, wie ich zugeben muss, langsam Spaß machen, KE.

  9. 10.

    Sie könnten ruhig mal die Neid-Orgie ruhen lassen. Steht Ihnen zwar, weil nachvollziehbar, nervt aber.
    Jeder, der schon mal in der AF war, weiß, wie sich die Mannschaft gerade auch nach weniger erfolgreichen Spielen für den Support bedankt.
    Die ersten Spiele vor leeren Rängen haben vor ca. einem Jahr gezeigt, wie die Fans der Mannschaft fehlen.
    Verstehe schon, dass man dies in einem selbst zu Normalzeiten halbleeren Stadion mit Zuschauern, die sich belustigen lassen und vielleicht mal bei einem Tor zu einem Applaus hinreisen lassen, und nur wenigen Fans nicht nachvollziehen kann.
    Was für euch Normalität, ist für uns eben Ausnahmezustand.

    Hoffe die Mannschaft kann sich Sonntag 22.000 Unioner hinter sich vorstellen.

  10. 9.

    Glaub, Sie sollten mal richtig lesen. Oder bei den Kommentaren zu "Warum Hertha gewinnt" nachschauen, was Unioner so von sich geben.

  11. 8.

    Sie Romantiker! Ohne Zuschauer läuft es doch viel besser für Union!
    Wahrscheinlich waren die Spieler ob der Dauerparty genervt... :)

  12. 7.

    Allen Herthanern und allen Eisernen ein frohes Osterfest und Sonntag ein tolles Spiel. Gewinnt Union ist der Europacup in Reichweite, gewinnt Hertha ist das ein großer Schritt Richtung Klassenerhalt. Ansonsten bin ich einfach zufrieden, dass Union in der Bundesliga ist. Ich hoffe, dass bleibt noch lange so. Und ein Derby ohne Zuschauer ist ein Muster ohne Wert.
    In einer Alten Försterei mit Zuschauern würde Union nicht verlieren, davon bin ich 100% überzeugt.

  13. 6.

    Kommt von Ihnen noch was zum Derby oder war das schon alles, Angelika? Frage für einen Freund.

  14. 4.

    Wo sind die 5 Gründe warum die Bundesliga noch spielt?

  15. 3.

    Achjechen, die 'beiden' wieder. Pupst euch mal nicht ins Hemd, ein äqiuvalenter Beitrag zu HBSC wird sicher zeitnah folgen.

    Das wird ein sicher sehr interessantes, hart umkämpftes Spiel, bei dem ich tatsächlich den FCU leicht im Vorteil sehe. Schaun mer einfach mal . . .

  16. 2.

    April April

  17. 1.

    Über den Artikel hier werden sich die ganzen armen vergessenen Unioner freuen, die schon behauptet haben, der RBB schreibt nur einen Derby-Artikel "Pro Hertha". Wird wohl Zeit, das Gemotze sein zu lassen.

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