Stadion an der Alten Försterei (imago images/Christian Behring)
Bild: imago images/Christian Behring

Baurecht erst 2022 - Union braucht Geduld beim Stadionausbau

Im Ringen um den Ausbau des Stadions An der Alten Försterei ist beim Fußball Bundesligisten 1. FC Union Berlin weiter Geduld gefragt. "Es bleibt dabei, dass wir im Sommer 2022 Baurecht haben wollen, um dann entscheiden zu können, wie es weitergeht und wann wir bauen", sagte Präsident Dirk Zingler am Freitag in einer Medienrunde. Wann die Heimspielstätte der Eisernen konkret von 22.000 auf 37.000 Zuschauerplätze ausgebaut wird, ist noch nicht klar. Zingler würde in seiner aktuellen Amtszeit, die noch bis 2025 dauern wird, jedoch liebend gerne "in den Beginn des Bauens eintreten".

Knackpunkt der Vorhabens bleibt das Verkehrskonzept. "Es ist ein verwaltungsrechtliches Verfahren, das ist anstrengend und schwer genug. Alles dreht sich um das Verkehrskonzept. Da sind wir dran“, sagte Zingler. Union hatte sich nach ursprünglichen Plänen schon bis Sommer 2019 Planungsrecht für die Erweiterung erhofft, die rund 39 Millionen Euro kosten soll. Die Bestrebungen waren bereits früh am mangelhaften Verkehrskonzept gescheitert. Parallel läuft nun ein eigenes Bauverfahren für eine neue Straßenbahn-Wendeschleife, die dabei helfen soll, den Besucher-Ansturm besser zu bewältigen.

Trainingszentrum soll folgen

"Das Schöne ist, dass wir alles identifiziert haben, was es zu lösen gibt. Das ist eine wichtige Etappe, dass alle wissen, was zu tun ist", sagte Zingler zu den Herausforderungen der kommenden Monate. Zugleich kündigte der Club-Boss an, dass es weitere Veränderungen auf der Anlage in Köpenkick geben soll, wenn endlich begonnen werden darf. "Wenn wir das Stadion bauen, bauen wir auch das Trainingszentrum neu", sagte Zingler, ohne dafür Details zu nennen.

Sendung: rbb UM6, 30.04.2021, 18 Uhr

4 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 4.

    Berlin könnte sich daran in der Tat ein Beispiel nehmen. Für das Industriegebiet Freienbrink-Nord gibt es nämlich ein Verkehrskonzept vom Beginn der Produktion mit ein paar tausend Mitarbeitern in verschiedenen Schichten bis hin zum möglichen Endausbau in einigen Jahren mit ähnlich vielen Mitarbeitern wie hier in das Stadion passen. Selbst der RBB hatte darüber mehrfach berichtet, auch über dessen Überarbeitung, als die der Öffentlichkeit zum Vorbringen von Einwände vorgestellt und ausgelegt worden ist. Wer die Veranstaltung verschlafen hatte: Bei Youtube gibt es dazu ein Video.

    Frau Günther bezahlt lieber andernorts bei der Rückdrängung des MIV gescheiterte externe Berater für die Planung eines Radschnellweges von Staaken durch das Brandenburger Tor. Dass es dort sehr viele Fußgänger gibt, kam der Dienstwagenpendlerin zunächst nicht in den Sinn.

  2. 2.

    Da wird bestimmt auch wieder jede Menge Stahl und Beton gebraucht. Schön wenn man sein eigener Auftraggeber ist.

  3. 1.

    Vielleicht Baurecht ala Tesla für die Alte Försterei. In Grünheide hat ein Verkehrskonzept bisher auch keine bremsende Rolle gespielt. Ein Regionalbahnhof in Köpenick wird doch seit vielen Jahren vor sich her geschoben.

Nächster Artikel