Ein Dummy steht auf dem verweisten Trainingsplatz des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC.(Quelle: dpa/Ein Dummy steht auf dem verweisten Trainingsplatz des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Audio: inforadio | 22.04.2021 | Volker Hirth | Bild: dpa/Paul Zinken

Erst- und Zweitliga-Klubs betroffen - DFL beschließt Quarantäne-Pflicht

Das Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) hat eine zweistufige Quarantäne-Maßnahme für die letzten drei Spieltage der 1. und 2. Bundesliga beschlossen. Das teilte der Ligaverband am Donnerstag mit. Das Gremium folge einer Empfehlung der "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" unter Leitung von Prof. Dr. Tim Meyer in Abstimmung mit der "Kommission Fußball", heißt es in der Mitteilung.

Quarantäne-Trainingslager ab 12. Mai

In der ersten Stufe müssen Lizenzmannschaft, Trainerteam sowie Mannschaftsbetreuer ab Montag, den 3. Mai in "Quasi-Quarantäne". Sie dürfen sich "ausschließlich im häuslichen Umfeld oder auf dem Trainingsgelände beziehungsweise im Stadion" aufhalten, kündigte die DFL an. Das diene der Kontaktreduzierung sowie einer weiteren Minimierung des Infektionsrisikos, heißt es weiter.

In der zweiten Stufe muss der genannte Personenkreis aller 36 Klubs ab Mittwoch, den 12. Mai, in ein sogenanntes "Quarantäne-Trainingslager". Dies ist "bis zum Abschluss der jeweiligen Partie eines Clubs am 34. Spieltag (22./23. Mai) verpflichtend", schreibt die DFL. Spieler, Trainerteam und Betreuerstab dürfen demnach nur untereinander Kontakt haben. Es gehe darum, "die Durchführung des Spielbetriebs – insbesondere unter Berücksichtigung des Termindrucks aufgrund der auf die Saison folgenden UEFA EURO – zusätzlich abzusichern", begründet der Verband die zweistufige Maßnahme.

Hertha nach der Quarantäne in die Quarantäne

Der Kampf gegen Abstieg wird für Hertha BSC zum Quarantäne-Endspurt. Derzeit befinden sich die Mannschaft und das Trainerteam der Charlottenburger für insgesamt 14 Tage in häuslicher Isolation, nachdem gegen Ende der vergangenen Woche mehrere Corona-Tests positiv ausgefallen waren. Mit der Rückkehr auf den Trainingsplatz wird für den 30. April gerechnet. Drei Tage später beginnt die von der DFL angeordnete Quarantäne.

Sendung: Inforadio, 22.04.2021, 12:15 Uhr

5 Kommentare

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  1. 5.

    Diese ganzen bösen Vereine aber auch wie Kiel, Dresden, Hertha und...und... und, die sich einfach immer daneben benehmen müssen indem Spieler wie Trainer bei ihren Familien wohnen und womöglich auch noch Ehefrauen und Kinder haben von denen sie immer mindestens 2 Meter Abstand halten sollten.
    Und überhaupt sind alle selbst Schuld wenn sie sich anstecken.
    Ironie Ende...

    Und nun werden die Herrschaften auch noch in ein Trainingslager geschickt und Kruse und Karius können in dieser Zeit nicht mit ihren Nobelkarossen in der Stadt protzen.
    Ist das aber auch wieder alles schlimm....

    Merken sie etwas??? HG

  2. 4.

    Ich warte auf den Moment, an dem der erste Familienvater sagt, er habe kein Bock drauf!
    Kann doch nicht deren ernst sein, dass man nicht mehr seine Familie treffen darf, um spielen zu dürfen. Ich hoffe sehr, wobei mir natürlich klar ist dass dies nicht passieren wird, dass endlich mal jemand gegen die Maßnahmen der DFL aufsteht

  3. 2.

    Das ist doch totaler Quatsch mit dem "sich daneben benommen" haben., denn dann gäbe es viel mehr Fälle. Seien wir doch mal froh, dass sich da nur 5 Infiziert haben, das hätte viel mehr treffen können bei tatsächlich Regelverletzungen.
    Alle Profi-Vereine, auch die Tante Herha haben verantwortungsvolle Konzepte, die immer wieder täglich durchgesetzt werden und immer wieder nachjustiert wurden.
    Auch wenn man von der "Blase Profifußball" spricht, sind ja alle Beteiligten nicht in Isolation, deshalb gibts keine 100-%-ige SIcherheit vor Ansteckung, auch wenn sich alle Familen- bzw. Haushaltsmitglieder an diverse Regeln halten.

    Die nun anstehende Einkasernierung aller Profimannschaften ist auch hier wieder nur dem schnöden Mammon geschuldet, um im gesetzten Zeitrahmen die Saison zu Ende spielen zu können.

    So schauts aus.

  4. 1.

    Na klar, jetzt werden alle in Sippenhaft genommen, weil sich ein Verein (äh... Investitionsobjekt...*räusper*) daneben benommen hat.
    Verantwortungsvolle Vereine treffen eigene, wirksame Maßnahmen und halten diese auch ein zum Wohl der gesamten Liga bzw. Ligen.
    q.e.d.

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