Alba Berlin will Basketball-Pokal verteidigen - Déjà-vu erwünscht

Alba feiert 2020 den Pokalsieg (Quelle: imago images/Camera 4)
Audio: Inforadio | 14.05.2021 | Jakob Rüger | Bild: imago images/Camera 4

Am Wochenende spielt Alba Berlin im Final Four um den Deutschen Basketball-Pokal. Weil das Turnier verschoben werden musste, konnte Alba inzwischen Kräfte sammeln und hofft als Titelverteidiger auf ein Déjà-vu - und einen Rekord.

Ein kleines Déjà-vu dürfte der eine oder andere Spieler gehabt haben, als die Mannschaft von Alba Berlin sich für das Final Four um den deutschen Basketball-Pokal auf den Weg nach München machte. Wieder ging es mit dem Ziel Titelverteidigung in die bayrische Landeshauptstadt. Und wieder hatten die Fans ein Banner zur Motivation aufgehängt.

"Göttingen hat nichts zu verlieren"

Alles wie beim letzten Mal also, vor genau vier Wochen. Da mussten alle Mannschaften aber ohne eine einzige Spielminute wieder die Heimreise antreten. Albas Halbfinalgegner Göttingen hatte positive Coronafälle im Team. Das Turnier wurde kurzfristig abgesagt. "Das war in dem Moment sehr komisch, aber letztendlich blieb auch nicht viel Zeit, um groß darüber nachzudenken", blickt Albas Johannes Thiemann zurück.

Nun startet der zweite Anlauf. Und alles ist dann doch nicht gleich. "Der Vorteil ist jetzt vielleicht, dass die reguläre Saison vorbei ist und man in den "End of Season"-Modus schaltet", sagt der Nationalspieler. Gerade das könnte Albas Halbfinalgegner, der die Playoffs nicht erreicht hat, aber besonders gefährlich machen. "Göttingen hat nichts zu verlieren. Die Saison ist für die vorbei, daher gibt es keinen Grund, sich zu schonen", warnt Thiemann.

Weniger Spiele und mehr Training haben Alba "ganz gutgetan"

Aber auch bei den Berlinern sind die Vorzeichen jetzt andere. Ihre Form ist besser als noch vor vier Wochen, bestätigt auch Thiemann: "Wir sind in einer guten Verfassung. Wir hatten die letzten Wochen ein bisschen weniger Spiele und konnten mehr trainieren. Ich glaube, das hat uns ganz gutgetan."

Die zwei Saisonduelle gegen Göttingen konnte Alba für sich entscheiden. Auch deshalb sind sich die Titelverteidiger ihrer Favoritenrolle im Halbfinale am Samstag (19:30 Uhr) bewusst. "Aber wir wissen, dass das auf keinen Fall ein Selbstgänger ist", betont Manager Marco Baldi und hofft darauf, dass Alba das Momentum auf seine Seite bekommt.

Alba kann alleiniger Rekordsieger werden

Wie das gehen kann, hat der Doublesieger im letzten Jahr gezeigt. Damals gewannen die Berliner - noch vor der Corona-Pandemie in einer vollen Arena am Ostbahnhof - den Pokal mit einem 89:67-Sieg gegen Oldenburg.

Finalgegner der Berliner am Sonntag wäre Bayern oder Ulm. Bei einem erneuten Triumpf hätte Alba elf Titel und wäre somit alleiniger Rekordsieger. Die Motivation im Team, sich diesen Rekord zu sichern, ist groß. "Wir wollen den Titel verteidigen und die Trophäe in Berlin behalten", sagt Luke Sikma. Wenn das gelingt, stehen er und seine Mitspieler am Sonntagnachmittag wieder im goldenen Konfettiregen. Und hätten wohl ein weiteres (kleines) Déjà-vu.

Sendung: Inforadio, 14.05.2021, 12:15 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Hallo Alba ich drücke Euch beide Daumen und hoffe Ihr packt es.
    Alles Gute Christian

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