79:85 gegen Bayern München - Alba Berlin verliert Pokalfinale

Alba im Pokalfinale gegen Bayern München (imago images/Nina Sander)
Video: rbb24 | 16.05.2021 | Uri Zahavi | Bild: imago images/Nina Sander

Alba Berlin hat die Titelverteidigung im Pokalwettbewerb verpasst. Im Finale des Top-Four-Turniers unterlagen die Hauptstädter dem Erzrivalen Bayern München in einer hart geführten Partie mit 79:85.

Alba Berlin hat die Titelverteidigung und damit den elften Titel im deutschen Basketball Pokal verpasst. Der Meister unterlag am Sonntag im Finale des Final Four gegen Gastgeber und Dauerrivalen FC Bayern München trotz zeitweiliger 15-Punkte-Führung noch mit 79:85 (39:41). Mit einem Sieg wäre der Hauptstadt-Club auch alleiniger Titel-Rekordhalter geworden. Beste Berliner Werfer waren Jayson Granger mit 17 und Marcus Eriksson mit zwölf Punkten.

Alba begann zunächst hochkonzentriert und aufmerksam und startete gleich mit einem 8:0-Lauf. Die Berliner machten viel Tempo und dominierten die Partie. Nach knapp acht Minuten wurde die Führung beim 22:12 erstmalig zweistellig. Zum Ende des ersten Viertels wuchs der Vorsprung sogar auf 15 Zähler an (29:14). Doch danach endete die Berliner Dominanz.

Berlins Fehlerquote stieg an

Die Bayern erhöhten in der Defensive ihre Intensität und Alba tat sich nun offensiv sehr schwer, gute Wurfpositionen zu kreieren. Rund fünf Minuten lang gelangen nur zwei magere Punkte. Der Titelverteidiger hatte Probleme mit der sehr physischen Gangart des Gegners. Insgesamt gelangen im zweiten Viertel nur zehn Zähler. Die Bayern hingegen hatten ihren Rhythmus nun gefunden und gingen zur Pause erstmalig in Führung.

Nach dem Seitenwechsel wechselte die Führung zunächst hin und her. Doch die Berliner konnten immer seltener ihr schnelles Spiel durchbringen. Die Fehlerquote stieg und Alba tat sich offensiv schwer. Ab Mitte des dritten Viertels liefen sie dann einem Rückstand hinterher, der im Schlussabschnitt zweistellig (64:74) wurde. Alba kämpfte zwar weiter, kam wieder auf drei Zähler heran, aber mehr gelang nicht mehr.

Bayern drückt der Partie seinen Stempel auf

Besonders hart traf den Hauptstadtklub das Fehlen von Luke Sikma, der weite Teile des Spiels verletzungsbedingt nur von der Bank aus verfolgen konnte. Auch der zuvor auffällig agierende Johannes Thiemann schied in der entscheidenden Phase der Partie verletzungsbedingt aus. Doch auch ohne die beiden kam Alba zu selten zu seinem schnellen Positionsspiel. So sagte ein sichtlich trauriger Niels Giffey nach Spielschluss am Mikrofon von Magenta-TV: "Vielleicht hätten wir mehr Druck machen müssen." Stattdessen habe Bayern viele Eins-gegen-Eins-Situationen kreiert, dem Spiel den eigenen Stempel aufgedrückt und mit einer starken Defensive das nötige Tempo aus Berlins Offensiv-Bemühungen genommen.

Das zweitägige Kräftemessen im Pokal war für die Topteams auch eine Generalprobe für die am Mittwoch beginnenden Playoffs. Titelfavorit Bayern und Champion Berlin bekommen es dabei zunächst mit den beiden eher als Außenseitern gehandelten Teams aus Crailsheim und Hamburg zu tun. Neben dem Finalisten-Duo gelten auch die MHP Riesen Ludwigsburg und ratiopharm Ulm zum engeren Favoritenkreis.

Sendung: rbb UM6, 16.05.2021, 18.15 Uhr

1 Kommentar

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 1.

    Kopf hoch dann nächstes Jahr mit Publikum dahinter.

Nächster Artikel