Gegen Leipzig - Union Berlin darf am Samstag vor 2.000 Zuschauern spielen

Union-Fans beim Testspiel letztes Jahr gegen Nürnberg. Quelle: imago images/Camera 4
Video: Abendschau | 17.05.2021 | Jörg Hellwig | Bild: imago images/Camera 4

Im entscheidenden Spiel um die Europa Conference League darf der 1. FC Union am Samstag gegen Leipzig erstmals seit langer Zeit wieder vor Fans spielen. Der Berliner Senat hat einem entsprechenden Antrag zugestimmt. Bis zu 2.000 Zuschauer sind erlaubt.

Der 1. FC Union Berlin darf am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga von bis zu 2.000 Zuschauern unterstützt werden.

Der Berliner Senat hat einem entsprechenden Antrag für die Begegnung gegen RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr) bereits zugestimmt. So können Zuschauer noch in dieser Spielzeit in geringer Zahl in das Stadion An der Alten Försterei zurückkehren.

Der 1. FC Union hat ein umfangreiches Hygiene-Konzept eingereicht. Dieses Konzept ist die Grundlage für das Pilotprojekt. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Corona-Inzidenzzahlen so gering bleiben wie aktuell. Im Moment liegt die 7-Tage-Inzidenz in Berlin bei 68,6 (Stand: 17.05.).

Pilotprojekt war bereits für März geplant

"Wir freuen uns mit dem 1. FC Union, dass am Samstag gerade bei diesem wichtigen Spiel wieder vor Fans gespielt werden kann", wird Berlins Sportsenator Andreas Geisel auf dem Twitter-Kanal der Senatsverwaltung für Inneres und Sport zitiert. "Die Pilotprojekte im Sport liefern neben den Kulturprojekten wichtige Erkenntnisse, wie Veranstaltungen unter Pandemiebedingungen sicher stattfinden können. Fußball lebt von Emotionen und die 2.000 Fußballfans werden sicher für Stimmung sorgen!", so Geisel weiter.

Die Zuschauer müssen einen negativen Corona-Test vorweisen - außer sie "sind gemäß der aktuellen SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Landes Berlin
vollständig geimpfte oder von einer Corona-Erkrankung genesene Personen", teilte Union mit. Die Ticketvergabe für die teilweise Zuschauerrückkehr will der Verein über ein bereits gestartetes Losverfahren unter den Vereinsmitgliedern, die im Besitz einer Dauerkarte sind, regeln.

"Wir freuen uns sehr, dass die Entscheidung so gefallen ist und wir immerhin 2.000 Menschen zum Abschluss dieser langen und schwierigen Saison bei uns begrüßen dürfen", sagte Union-Sprecher Christian Arbeit dem rbb. "Diese Kulisse gab es lange nicht in Berlin. Wir werden alles dafür tun, dass auch das sich in die Reihe der erfolgreichen Pilotprojekte einreiht."

Letztes Spiel vor Fans im Oktober

Union hatte am Sonntag mitgeteilt, dass der Verein einen Antrag für ein Pilotprojekt zur Zuschauerrückkehr während der Corona-Pandemie gestellt habe. "Die Partie am 34. Spieltag der Fußballbundesliga möchte der 1. FC Union Berlin nutzen, um die Durchführbarkeit von Veranstaltungen zu testen, die eine Rückkehr für getestete, geimpfte oder von einer Corona-Erkrankung genesene Personen ins Stadion vorsieht", hieß es. Für Union Berlin geht es als Tabellen-Siebtem im letzten Ligaspiel gegen den Zweiten Leipzig sportlich noch um die Qualifikation für die neue europäische Conference League.

Die Köpenicker setzen in der Pandemie-Zeit seit langem auf Konzepte für eine Zuschauerrückkehr. Ein Ende März ausgearbeiteter Plan mit anderen Berliner Vereinen wie den Berlin Volleys und den Eisbären Berlin hatte ein konkretes Pilotprojekt bereits vorgesehen. Die damals steigenden Inzidenzzahlen verhinderten aber letztlich ein Spiel vor Fans Mitte April gegen den VfB Stuttgart.

Zuletzt trat Union am 24. Oktober 2020 gegen den SC Freiburg (1:1) vor Zuschauern an. 4.500 Fans waren im normalerweise rund 22.000 Personen fassenden Stadion An der Alten Försterei in Köpenick dabei. Das bislang letzte Bundesligaspiel mit Fans auf den Tribünen war das 2:1 des VfL Wolfsburg gegen Arminia Bielefeld einen Tag später.

Sendung: rbbUM6, 17.05.2021, 18:00 Uhr

96 Kommentare

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  1. 96.

    Was wollen Sie überhaupt, Negan? Das aktuelle Hygienekonzept des FCU ist nicht neu "aus dem Boden gestampft", und basiert seit Beginn an auf den Vorgaben der "Zweiten SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung".

    Es wurden sicher Anpassungen vorgenommen (wie z. B. die Reduzierung auf 2000 Zuschauer u. a.), aber imgrunde ist die stark veränderte Test- und auch Impfsituation und natürlich der z. Zt. recht geringe Inzidenzwert in Berlin für die Zuschauerzulassung seitens des Senat verantwortlich. Reicht Ihnen das, Negan?

  2. 95.

    Was erwarten sie von den beiden??
    Ich nichts.

    Was soll denn neu sein? Hände waschen.... Desinfizieren....Testen....
    Genesene fällt ja aus da ein Virus auch seinen Stolz hat.
    Und geimpfte zwischen 60 und 100 Jahren.

    Quasi wie beim Friseur


  3. 94.

    Die Aktion ist doch völlig durchschaubar.
    Der Innensenator Geisel, seines Zeichens bekennender Unionfan, gibt seinem Liebling zum Dank für eine gute Saison einen kleinen Bonus.
    Dass sich diese sogenannten Kultfans nicht an die geltenden Regeln halten können ist ja nun allseits bekannt.

    https://www.rbb24.de/sport/beitrag/2021/04/berlin-fussball-union-party-fans-corona-coronavirus.html

    Herr Geisel sollte sich besser um Konzepte für seine Schulen in Berlin kümmern denn da haätte er sicher genug zu tun.
    Und der größte Widerspruch von heute

    MASSNAHMEN ZUM 4. JUNI:

    Veranstaltungen
    Veranstaltungen im Freien bis zu 500 Personen sollen erlaubt werden - ab 250 Personen generell mit Testpflicht, darunter abhängig vom Hygienekonzept. In geschlossenen Räumen sollen Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen möglich

  4. 93.

    Vielleicht ist der "Negan" auch nur ein bisschen darüber betrübt, dass sein Verein angbl. seit neun Monaten ein Hygienekonzept in der Schublade hat, sich damit aber nicht aus der Deckung getraute. Das wäre dann doch wohl etwas zu provokativ gewesen, ne?! ;-)

    https://www.rbb24.de/sport/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/08/berlin-hertha-hygienekonzept-fuer-fans-im-stadion.html

  5. 92.

    War klar dass da nichts weiter kommt.
    Mit Fakten haben es Unioner ja nicht so.
    Den Troll gebe ich IHNEN auch gern zurück und den können Sie auch behalten.

  6. 91.

    Nun, Negan, zum "Pressesprecher" hat sich hier niemand ernannt. Du bist der erste, der dieses Wort benutzt. Deshalb ist es nur vertane Zeit und Mühe, dir ernsthaft auf die Frage zu antworten. Ich zweifel, dass du in der Lage bist, sinnerfassend zu lesen.
    Ich halte es dann lieber hiermit: Don´t feed the troll ;-)
    Eisern!

  7. 90.

    ja, da hoffe ich mit Ihnen. Es ist dringend nötig, im Vereinssport wie in der gesamten Gesellschaft zu normalen Verhältnissen zurück zu kommen. Wir sind auf einem guten Weg und Union macht eben den Anfang im Profifussball.

  8. 89.

    Nee, es sind Verbote der Regierung. Die DFL bzw. der DFB setzen diese nur um. Daher ist das aktuelle Pilotprojekt auch vom zuständigen Senat genehmigt und nicht von DFL/DFB.

  9. 88.

    Was ist denn eigentlich das NEUE am Unioner HYGIENEKONZEPT?
    Vlt. können die beiden selbsternannten Pressesprecher "HG" und "Gerdchen" mal was zur Erleuchtung betragen.

  10. 87.

    Gut das Gästefans, vom DFB aus nicht erlaubt sind wusste ich nicht, Schande über mich. Aber eigentlich fast logisch, dass man dann am letzten Spieltag nochmal alle Register zieht. Das war jetzt sarkastisch und für mich ist das Thema jetzt auch gegessen. Werde weiter hoffen, dass unsere Vereinskinder auch mal wieder kleine Turniere haben. Was für die Wirtschaft die Autoindustrie ist für den Sport der Profifußball. In diesem Sinne viel Erfolg.

  11. 86.

    Hätte nicht gedacht dass die Leipziger soviel Fans Auswärts mobilisieren können

  12. 85.

    Jetzt habe ich den Sarkasmus Ihres Beitrags verstanden *lach*
    Zitat: "Die Leipziger könnten ihr Kontingent auch an Vereinsmitglieder geben. Gleiches Recht für alle. Sollte eigentlich unter Sportlern selbstverständlich sein."

    ok, von mir aus können die 21(in Worten: Einundzwanzig) Vereinsmitglieder (Stand März 2021) des Brause-Clubs gerne nach Berlin kommen. Die können wohl sogar in einem der Mannschaftsbusse mitfahren. Sind eh alles Angestellte von Mateschitz. Mannschaft und Staff dürften dann wohl so um die 50 Leute sein und 21 Fans dazu... wird voll im Gästeblock ;-)
    Eisern!

  13. 84.

    Es gibt kein Kontigent für Auswärtsfans in einem Berliner Pilotprojekt! Wie oft denn noch?
    Selbst wenn der FCU Gästefans einladen wollen würde (was ich als Union-Mitglied ablehnen würde, solange nicht der Heimbereich voll besetzt werden kann/darf), liese das die Coronaverordnung nicht zu.
    zu Ihrer Erinnerung:
    Zuschauer sind in keinem Bundesliga und Zweitliga-Stadion seit mehreren Monaten erlaubt. Ausschließlich in Berlin führt die Senatsverwaltung für Sport und Inneres ein Pilotprojekt unter Beteiligung mehrerer Vereine aus unterschiedlichen Sportarten durch, um die Konzepte für eine sichere Rückkehr der Fans in der Praxis zu testen. Hierauf beruht die Genehmigung des Senats für den FCU, beim kommenden Heimspiel 2000 EIGENE (!) Fans entsprechend der Konzepte ins Stadion zu lassen. und selbst dafür gibt es die Bedingung, dass sich an der aktuell günstigen Entwicklung der Inzidenz nicht wesentlich verschlechtert. Nun begriffen?

  14. 83.

    Zitat: "Einer der Gründe, weshalb die wenigen Tickets nur an Vereinsmitglieder mit Dauerkarte verlost werden, ist eben auch, dass die Ticketgewinner dann namentlich bekannt sind... zwecks Kontaktverfolgung etc.... einer der wichtigsten Eckpfeiler des Konzeptes und Pilotprojektes."


    So siehts mal aus, HG. Aber bei der Wutschnauberei einiger hier werden solche Argumente kaum auf fruchtbaren Boden fallen . . .


    Edit: Gerade erst den Kommentar von Jürgen Hornig geslesen. Er schreibt es richtig; ich hatte in meiner Antwort an "Hm" von DFB statt DFL geschrieben, was unzutreffend ist.

  15. 82.

    Zitat: "...was kümmert Union der Test der Bevölkerung?

    Richtig - nix!"


    Das hatten wir doch schonmal. Ihre Beiträge hier werden immer unsachlicher und haltloser, Pinguin.

    https://www.rbb24.de/sport/beitrag/2021/04/fussball-bundesliga-union-berlin-eroeffnet-corona-testzentrum.html

  16. 81.

    Zitat: "Weshalb nur Mitglieder und da auch nur welche mit Dauerkarte? Was ist das denn für eine Regelung?"

    Eine sehr gerechte Regelung, Moni. Denn die Dauerkartenbesitzer (es sind glaube ich 11000) haben diese vor der Saison erworben obwohl nicht abzusehen war, ob diese aufgrund der Pandemie Bestimmungen überhaupt genutzt werden können.
    Und schon als noch Vollauslastung möglich war, überstieg die Nachfrage nach Tickets das Angebot bei weitem. Daher wurde zur Saison 19/20 ein Losverfahren für die noch verbleibenden etwa 5500 "freien" Tickets eingeführt.

  17. 80.

    Zitat: "Was ist mit Fans aus Leipzig? 2000 nur für Unionfans? Das ist mindestens merkwürdig. Leipziger Fans könnten sich genauso testen lassen für das Spiel. Oder geimpft/genesen sein."

    Ihr "Gerechtigkeitssinn" in allen Ehren, aber der DFB hat Gästefans bis zum Ende der Spielzeit untersagt. Könnte man wissen, Hm.

  18. 79.

    Um Reisetätigkeit von Gästefans zu vermeiden, hat die DFL vor der laufenden Saison beschlossen, wenn unter bestimmten Bedingungen Zuschauer zugelassen werden, aber trotzdem keine Gästezuschauer erlaubt sind.
    Dieser DFL Beschluss ist nach wie vor gültig und daran muss sich auch Der 1. FC Union halten.

  19. 78.

    Die Leipziger könnten ihr Kontingent auch an Vereinsmitglieder geben. Gleiches Recht für alle. Sollte eigentlich unter Sportlern selbstverständlich sein.

  20. 77.

    Warum richtet Union am Fanhaus ein Testzentrum ein, dass allen Berlinern zur Verfügung steht, wenn Union der Test der Bevölkerung angeblich nicht interessiert?

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