Ab der nächsten Saison - Claus-Dieter Wollitz wird erneut Trainer von Energie Cottbus

Claus-Dieter Wollitz 2019 als Trainer von Energie Cottbus. Quelle: imago images/Matthias Koch
Video: rbbUM6 | 18.05.21 | 18 Uhr | Jörg Hellwig | Bild: imago images/Matthias Koch

Claus-Dieter Wollitz ist zurück in der Lausitz: Der 55-Jährige wird ab Sommer bereits zum dritten Mal Cheftrainer von Energie Cottbus. Das gab der Verein am Dienstag bekannt. Zuletzt war Wollitz von 2016 bis 2019 Trainer von Energie.

Claus-Dieter Wollitz wird zur kommenden Saison erneut Cheftrainer von Energie Cottbus. Das gab der Verein am Dienstag auf einer Pressekonferenz bekannt. Der 55-Jährige übernimmt das Amt bei den Lausitzern bereits zum dritten Mal. Wollitz stand zuletzt von 2016 bis 2019 bei Energie an der Seitenlinie, davor war er bereits von 2009 bis 2011 als Cheftrainer bei den Cottbusern tätig.

"Pele" Wollitz steht derzeit zwar noch bei Drittligist 1. FC Magdeburg unter Vertrag, wurde dort aber bereits im letzten Sommer freigestellt.

Keine Bundesliga-Rückkehr in der ersten Amtszeit

Der FC Energie hatte sich im April vom bisherigen Coach Dirk Lottner getrennt, seitdem wird das Team interimsmäßig vom A-Juniorentrainer Damir Agovic betreut. Dessen Hauptaufgabe war das Landespokal-Halbfinale gegen den SV Babelsberg 03, das Energie nach der langen Corona-Pause allerdings deutlich mit 0:3 verlor. "Nach der Trennung von Dirk Lottner haben wir uns viele Gedanken gemacht, wie und mit welchen Trainer wir unsere Vorstellungen einer sportlichen Zukunft des FC Energie umsetzen möchten. In diesem Prozess waren wir uns schnell einig, dass wir fest davon überzeugt sind, dass Pele der Trainer ist, mit dem wir im Verein eine neue Mannschaft aufbauen, entwickeln und den Club perspektivisch wieder nach vorne bringen wollen", wird der sportliche Leiter Maximilian Zimmer in einer Vereinsmitteilung zitiert.

Claus-Dieter Wollitz soll den finanziell angeschlagenen Klub wieder in die Spur bringen. "Ich freue mich sehr, dass ich noch einmal die Chance bekomme, den FC Energie trainieren zu dürfen. Ich habe richtig Bock auf die Aufgabe und werde alles geben, um uns auf einen erfolgreichen Weg zu bringen," sagte der neue alte Trainer, der gebürtig aus Brakel in Nordrhein-Westfalen kommt. Wollitz kennt den Verein gut: 2009 übernahm er erstmals den Cheftrainer-Posten im Klub, der gerade aus der Bundesliga abgestiegen war, und trainierte die Mannschaft für insgesamt zweieinhalb Jahre. Wollitz gelang es allerdings nicht, die Lausitzer zurück in die Fußball-Bundesliga zu führen, nach einer durchwachsenden Hinrunde in der Saison 2011/12 trennten sich Klub und Trainer.

Abstieg, Aufstieg, Abstieg in der zweiten Amtszeit

Nach Stationen in Osnabrück und bei Viktoria Köln kehrte Wollitz im April 2016 allerdings in die Lausitz zurück. Er sollte den kriselnden Verein, der in der Zwischenzeit in die Dritte Liga abgestiegen war, retten und die Klasse halten. Das gelang Wollitz und Energie allerdings nicht, der Verein musste im Sommer 2016 den Weg in die Regionalliga Nordost antreten. Nach zwei Spielzeiten in der viertklassigen Regionalliga schaffte Wollitz mit Energie in der Saison 2017/18 den Wiederaufstieg in die Dritte Liga und damit in den Profifußball.

Dort konnte sich der Verein allerdings nur ein Jahr halten und stieg im Sommer 2019 erneut in die Regionalliga Nordost ab. Wollitz durfte die Mannschaft zunächst zwar weiter als Cheftrainer betreuen, verließ den Klub aber nach der Hinrunde im Winter 2019 nach Unstimmigkeiten mit der damaligen Vereinsführung in Richtung Magdeburg. Diese Unstimmigkeiten scheinen nun behoben, da beinahe die gesamte Vereinsführung seitdem ausgetauscht wurde. Der jetzige FCE-Präsident Sebastian Lemke ließ bei der Vorstellung des Trainers deshalb keinen Zweifel daran, dass die Differenzen behoben sind und man gemeinsam in die Zukunft blickt: "Neben dem Aufbau einer neuen Mannschaft, wird es auch wichtig sein, dass alle noch ein Stück weit enger zusammen rücken, um eine positive Stimmungslage für die kommende Saison zu erzeugen."

Sendung: rbbUM6, 18.05.21, 18 Uhr

15 Kommentare

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  1. 15.

    Volle Zustimmung für Jens. Ich kann jeden verstehen, der Energie liebt, aber aufgrund dieser Personalie seine Mitgliedschaft aufgibt oder von zukünftigen Stadionbesuchen absieht.

  2. 14.

    Diese Entscheidung ist nicht nachvollziehbar. Schwerwiegender als die sportliche Bilanz in Cottbus(u.a. zwei mal Abstieg aus Liga 3 trotz wettbewerbsfähiger Mannschaften) wiegt für mich die fehlende charakterliche Eignung dieses Fussball- Lehrers. Ein Vorbild für unseren Nachwuchs ist er schon mal gar nicht. Sehr schade, ich war bisher von unserem neuen Vereinsvorstand sehr angetan.

  3. 13.

    Ach man, der arme Pele Wollitz will sich das wirklich antun?

  4. 12.

    Ich denke Trainerwechsel, vor allem wenn Differenzen mit dem Präsidium gibt, gab es auch schon bei anderen Trainern und Vereinen.
    Für mich hat Pele Wollitz die zwei mal bisher in Cottbus einen guten Job gemacht.
    Das er emotional ist und manchmal auch viel und unüberlegt redet, ist nun mal so. Andere Trainer verbreiten auch viel heiße Luft und sind dabei langweiliger.
    in der finanziellen Lage in der sich Energie aktuell befindet, kann man nunmal nicht Hansi flick oder pep Guardiola verpflichten.
    Ich wünsche Pele und Energie viel Erfolg und bin sehr gespannt auf die neue Saison, in der Hoffnung dass man dann auch mal wieder ins Stadion darf.

  5. 11.

    Energie lernt es nie. Das ist nicht zu fassen. Er verlässt uns einfach auf Platz stehend um als erfolgloser Trainer in Magdeburg rausgeschmissen zu werden. Das hat uns mit Sicherheit den Aufstieg gekostet und zeigt seinen Charakter. Aber vielleicht will ansonsten kein anderer hier Trainer werden.

  6. 10.

    Ist echt ein Witz! Horst Schlemmer ist bestimmt noch frei . Das Ergebnis wäre das selbe .

  7. 9.

    Es ist eine gewisse Hassliebe. Einer kann ohne den Anderen nicht so richtig. Ich finde es passend und wünsche dem FCE und " Pele " viel Erfolg.

  8. 8.

    ne Lachnummer. Und mal wieder ab in die Bundesliga?

  9. 7.

    Wollitz übernimmt Energie auf dem Tiefpunkt. Gut, dass die Verantwortung für das Team jetzt auf mehreren Personen lastet. Mit Sportdirektor Maxi Zimmer, den neuen Leuten in den Vereinsgremien und nun noch DER Cottbus-Trainer nach Ede Geyer - ich bin überzeugt, dass es jetzt mit dem Verein wieder aufwärts geht. Mit Demut und bitte weniger Gequatsche in den Pressekonferenzen! Ich wünsche allen Beteiligten Glück und gutes Gelingen.

  10. 6.

    Auch meine Freude kann ich nicht verbergen. Es passt einfach, wie Arsch und Hemde, wie Topf und Deckel.
    Ich habe nur Sorge das die Basis, die Qualität der Spieler nicht ausreichend für die dritte Liga ist. Wenn weiter junge Talente zum Überleben des Vereins abgegeben werden müssen ist das ein Teufelskreis. Der müsste erst einmal finanziell durchbrochen werden.

  11. 5.

    Ist ja eine irre tolle Nachricht. Ich freu mich so,

  12. 4.

    Cottbus ist meine Herzenssache seit über 30 Jahren
    Aber auch selber so zu verraten.
    Den p.w sich wieder zu holen
    Das war’s mit der Mitgliedschaft
    Armer FC Energie das tut im Herzen weh

  13. 3.

    Also Pele zum Dritten. Das Gefühlschaos bei den Anhängern ist vorprogrammiert, inclusive der weiblichen :-) ER hat einiges gutzumachen, hat uns auch auf dieses Abstellgleis bugsiert (unnötiger Abstieg Liga 3 und verpasster Aufstieg in selbige zurück). Unbestritten hat er das Zeug eine Mannschaft zu formen, Talente zu entwickeln und neuen Esprit zu versprühen wenn er sein eigenes Ego im Griff und aus alten Fehlern gelernt hat.

  14. 2.

    Meine Frau ist Cottbus-Fan, sie freut sich schon und findet es prima. Ich übrigens auch.

  15. 1.

    Gute Nacht Energie. Arme Regionalliga Nordost! Jetzt wird wieder gewehklagt und gejammert, dass alle was gegen Cottbus haben und deswegen der Aufstieg von Außen vergeigt wurde. Ich halt mir mal jetzt schon die Ohren zu.

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