Brandenburger Fußball-Landespokalfinale - Auf neutralem Grün

Daniel Frahn (Babelsberg) und Joshua Putze (Fürstenwalde) im Zweikampf (Quelle: imago images/Jan Huebner)
Bild: imago images/Jan Huebner

Im Brandenburger Landespokal-Finale trifft Fürstenwalde auf Babelsberg. Austragungsort ist das Werner-Seelenbinder-Stadion in Luckenwalde. Die sind zwar schon ausgeschieden, aber Greenkeeper Gerd Lautenschläger kümmert sich trotzdem um den Rasen.

So ganz zufrieden ist Gerd Lautenschläger nicht mit seinem Werk. "Das Grün ist nicht so grün, wie ich es mir wünsche", sagt der 64-Jährige Platzwart des FSV Luckenwalde. Am Samstag soll im Werner-Seelenbinder-Stadion das Finale des Brandenburger Fußball-Landespokals ausgetragen werden (ab 12:50 Uhr im Livestream mit dem Berliner Finale oder unter rbb Brandenburg im Fernsehen). Aber Lautenschläger weiß auch: "Besser wird er nicht." Die ordentlichste Stelle liege außerhalb des Platzes, sagt er und hebt entschuldigend die Arme.

Die Regenwürmer sind schuld

Mit dem Finaltag der Amateure kommt eine ungewöhnliche Saison zu ihrem Abschluss. Die Brandenburger Fußballvereine konnten nur begrenzt spielen. Die Regionalliga-Saison wurde im Herbst unterbrochen. Für weite Strecken des Jahres gehörte das Stadion in Luckenwalde den Regenwürmern, die den Rasen etwas verunstalteten. "Vor einer Woche haben wir hier vertikutieren und besanden lassen, um eine ebene Fläche zu bekommen", sagt Lautenschläger. Das Wetter und die Temperaturen hätten aber nicht ganz mitgespielt. Damit werden die Finalteilnehmer, der FSV Union Fürstenwalde und der SV Babelsberg 03 nun leben müssen.

Die Finalteilnehmer

Diese Konstellation im Endspiel gab es auch schon im Vorjahr. Damals setzte sich Fürstenwalde 2:1 durch. Lukas Stagge schoss beide Tore. Doch der SV Babelsberg 03 will die Revanche. "Wir haben die erste Halbzeit verschlafen, waren in der zweiten Halbzeit aber gut im Spiel", sagt Stürmer Daniel Frahn. Sie hätten es zwar nicht geschafft, den Rückstand aufzuholen, "aber das soll dieses Jahr natürlich komplett anders werden." Die Babelsberger setzten sich im Halbfinale 3:0 gegen Energie Cottbus durch.

Der FSV Union Fürstenwalde siegte im Halbfinale 3:1 gegen den FSV Luckenwalde. Platzwart Gerd Lautenschläger denkt nicht gerne an das Halbfinale zurück: "Das schmerzt schon ganz schön. Ich war ein bisschen enttäuscht, als das Endergebnis feststand." Ihren Titel wollen die Fürstenwalder nun gegen Babelsberg verteidigen. "Ich würde auf ein 2:1 tippen für uns", sagt Joshua Putze. Er freue sich endlich mal wieder ein Spiel zu haben, in dem es auch um etwas gehe. "Ein Finale zu haben, ist immer etwas Besonderes", sagt der 26-Jährige.

Ein Sieg im Pandemie-Jahr würde sich für beide Mannschaften vor allem finanziell lohnen. Der Gewinner qualifiziert sich für die erste DFB-Pokalrunde (6. bis 9. August) und hat Heimrecht gegen einen Profi-Klub. Die Einnahmen aus diesem Spiel liegen im fünfstelligen Bereich.

Gerd Lautenschläger tippt auf einen Sieg der Fürstenwalder. Die Beweggründe seien einfach, "weil die gegen uns gewonnen haben." Zumindest über unfaire Platzbedingungen wird sich keine der Mannschaften beschweren können. Denn Gerd Lautenschläger und sein Team "versuchen es immer so zu machen, dass andere neidisch werden."

Sendung: rbb UM6, 28.05.2021, 18 Uhr

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  1. 1.

    Viel Glück Fürstenwalde

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