3:0 gegen den SC Freiburg - Hertha gelingt der Befreiungsschlag

Herthas Krzysztof Piatek jubelt (imago images/Matthias Koch)
Audio: inforadio | 06.05.2021 | Jakob Rüger | Bild: imago images/Matthias Koch

Hertha BSC hat das Nachholspiel des 30. Spieltags mit 3:0 gegen den SC Freiburg gewonnen und vorerst die Abstiegsränge der Bundesliga verlassen. Dass Trainer Pal Dardai gleich auf neun Positionen rotierte, fiel dabei kaum ins Gewicht.

Hertha BSC hat das Nachholspiel des 30. Spieltags gegen SC Freiburg mit 3:0 gewonnen. Damit klettern die Berliner, die noch ein weiteres Nachholspiel gegen den FC Schalke 04 in der Hinterhand haben, auf Rang 14 der Tabelle. Die Tore für Hertha erzielten Krzysztof Piatek (13.), Peter Pekarik (22.) und Nemanja Radonjic (85.).

Der Spielverlauf

Auf gleich neun Positionen hatte Hertha-Trainer Pal Dardai seine Mannschaft im Vergleich zum Montagsspiel bei Mainz 05 verändert. Einzig Torhüter Alexander Schwolow und Mittelfeldspieler Matteo Guendouzi verblieben somit in der Startelf. Dem Spiel der Hertha war die große Rotation jedoch nicht anzumerken. Zwar bestimmte Freiburg in der Anfangsphase das Spielgeschehen, Hertha zeigte sich bei eigenem Ballbesitz jedoch ohne jegliche Abstimmungsprobleme.

Chancen waren Mangelware, Hertha nutzte gleich die erste zur Führung. Nach einem Distanzschuss vom heute als Linksverteidiger aufgebotenen Torunarigha aus etwa 18 Metern konnte Krzysztof Piatek in bester Stürmer-Manier abstauben (13. Minute). Neun Minuten später erhöhte der eingerückte Rechtsverteidiger Peter Pekarik nach schöner Vorarbeit von Nemanja Radonjic per Kopf auf 2:0. Freiburg hingegen kam weiterhin zu keinen Torchancen. Einzig Ermedin Demirovic prüfte in der 25. Minute Alexander Schwolow mit einem Distanzschuss, der für Herthas Schlussmann jedoch zur dankbaren Flugeinlage wurde. In der 42. Minute kam erneut Demirovic am Strafraumrand ungehindert zum Abschluss, verfehlte das Tor jedoch knapp.

Freiburg drückt, Hertha trifft den Pfosten

Freiburg kam anschließend mit viel Schwung aus der Halbzeitpause und erarbeitete sich weitere Chancen. So scheiterte Nicolas Höfler nach Freistoßflanke in der 48. Minute lediglich an einer starken Fußabwehr von Alexander Schwolow. Fünf Minuten später verpasste Lucas Höler eine flache Hereingabe von Christian Günter freistehend. Hertha verlegte sich auf Konterspiel, war dabei jedoch zu ungenau. Erst in der 70. Minute näherte sich der inzwischen eingewechselte Matheus Cunha nach einem Solo dem Torerfolg an, setzte seinen Versuch vom linken Strafraumrand jedoch knapp neben den Pfosten. Drei Minuten später traf der Brasilianer dann mit einem Dropkick aus 20 Metern den linken Pfosten.

Freiburg konterte mit dem ebenfalls eingewechselten Nils Petersen, dessen Direktabnahme aus zentraler Position jedoch weit über das Tor ging. In der 82. Minute verpasste wiederum Herthas Nemanja Radonjic nach schönem Konter die Vorentscheidung, als er einen Schlenzer vom linken Strafraumrand knapp neben den rechten Pfosten setzte. Drei Minuten später machte es der Serbe besser und verwandelte einen Solo-Lauf über das halbe Feld unhaltbar zum 3:0.

Die Kurzanalyse

Dass die Mannschaft im Vergleich zum Spiel gegen Mainz quasi komplett ausgetauscht wurde, merkte man dem Spiel der Herthaner überhaupt nicht an. Was umso erstaunlicher ist, da die Mannschaft zudem noch statt mit der zuletzt praktizierten Dreier- gegen Freiburg mit einer Viererkette verteidigte. Die stand vergleichsweise tief und auch die restlichen Mannschaftsteile attackierten die Gäste erst ab der Mittellinie. Freiburg fand so weder Tiefe über die Außenbahn, noch Räume in der Mitte und kam folglich trotz optischer Überlegenheit kaum zu Torchancen. Für Hertha sprach in der Folge zudem das Spielglück.

Der nicht sonderlich platzierte Distanzschuss von Herthas eingerücktem Linksverteidiger Jordan Torunarigha konnte von Freiburgs Torhüter Florian Müller nur zur Seite abgewehrt werden. Herthas Krzysztof Piatek nutzte die sich dadurch ergebene Chance gekonnt. Die Führung spielte dem Matchplan der Hertha in die Karten. In der Folge genügten Effizienz und eine konzentrierte, geschlossene Mannschaftsleistung für einen ungefährdeten Sieg.

Das sagt das Netz

Ha, Ho, Herrlich ging es heute nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf Social Media zu.

Wenn schon keine Zuschauer, dann wenigstens das.

Einer für alle, alle für eine Alte Dame.

Jetzt nur nicht übertreiben. Oder eben doch ...

Der Liveticker

Sendung: rbb24, 06.05.2021, 22 Uhr

24 Kommentare

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  1. 24.

    Werter Jürgen, ich benenne nur knallharte Fakten oder habe ich bezüglich der Fremdübernahme vom Investor der Tennor Holding etwas verpasst?
    Diese Woche mal einen Blick ins Old Trafford gerichtet?
    Gute Reise!

  2. 23.

    Kein Fan spricht von Europa. Sieht man hier auch in den Kommentaren: die einzigen, die von Europa sprechen, sind Unioner, die sagen, dass Herthaner jetzt nicht abheben sollen...

  3. 21.

    verdienter sieg, gut gespielt gegen enttäuschend schwache Freiburger. Steht dem nächsten derby wohl nichts mehr im Wege. Aber liebe hertha und deren Fans, bleibt auf dem Teppich und träumt nicht gleich wieder von Europa.

  4. 20.

    Süß, der Lando, dessen eigener kultiger Kultclub anscheinend so langweilig zu sein scheint, dass er unter Herthaartikeln immer seinen unqualifizierten Senf dazugeben muss :)

  5. 19.

    Jetzt halt doch Mal den Ball flach. Gleich wieder die Klappe aufreißen nach einem ,zugegebenermaßen, souveränen Sieg,so wie vor dieser Saison. "Big City",Champions-League. Noch seid ihr nicht gerettet ,aber schon wieder grosse Pläne.

  6. 17.

    Glückwunsch von einem alten Unioner. Berlin soll das Derby ( natürlich mit Zuschauern ) noch lange haben. Und - guter Trainer, weiter mit dem!

  7. 16.

    Wahnsinnig wichtig für den Kopf und am Sonntag von mir aus mit drei dreckigen Punkten und Donnerstag beim Zweitligisten. Hab das Spiel gesehen und muss sagen der Sieg war auch in der Höhe verdient.
    Der Stadtmeister ist nicht klein zu kriegen , da können die roten noch so viel bashen . Genießt die eine gute Saison aber der nächsten läuft's wieder bei der alten Dame.
    Ha Ho He Stadtmeister ist nur de BSC

  8. 14.

    Klasse Leistung, weiter so. Nur dass mit Guendouzi ist großer Mist.

  9. 13.

    Glaube nicht, das Herthafans am "Ostrand" rumstickern. Aber als Rentner hat "mann" so seine Voreingenommenheit. Ey - hoffentlich werde ich nicht auch mal so.

    Gute Leistung Hertha! Freu' mich schon auf das nächste Hauptstadtderby Im Wald bei netten Menschen - weiter so - aber nicht zuuu viel ;-).

  10. 12.

    Gute Leistung und super wichtig fürs Selbstbewusstsein und natürlich auch für die Tabelle. Pal ist ein Fuchs.
    Allerbeste Genesung für Mateo Guendouzi.
    Weiter so und der Stadtmeister spielt nächste Saison weiter Erstklassig.
    HA-HO-HE

  11. 11.

    Schade! Dabei war man doch schon auf dem richtigen Weg ;-)

  12. 10.

    Ganz wichtiger Sieg! Glückwunsch! Ich bin von Pal Dardei begeistert. Fast die gesamte zu verändern, war extrem mutig und wurde belohnt. Er hat es geschafft, eine Mannschaft zu formen. Ich kann nicht verstehen, dass der Verein ihn nicht weiter verpflichten will. Völlig unverständlich! Pal Dardei ist noch dazu ein guter Botschafter für die Hertha weil er einfach nur authentisch ist und er den Fußball und Hertha lebt!

  13. 9.

    Glückwunsch an die Fußballabteiling der Tennor Holding!

  14. 8.

    Klasse!

  15. 7.

    So Hertha, noch 2 Siege... das reicht dann.

  16. 6.

    Wichtiger Sieg!!!!!

  17. 5.

    Glückwunsch Hertha. Hahohe Hertha BSC!

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