Nach Fan-Party am Samstag - Michael Müller kündigt Konsequenzen für Union Berlin an

Bundesliga, 1. FC Union Berlin - RB Leipzig, 34. Spieltag im Stadion An der Alten Försterei. Fans von Union feiern vor dem Balkon, auf dem die Mannschaft steht, den Sieg. (Quelle: dpa/J. Macdougall)
Audio: JOURNAL | 25.05.2021 | S. Mehring | Bild: dpa/J. Macdougall

Die Fan-Party des 1. FC Union nach der Qualifikation für die Conference League mit rund 4.000 Menschen wird Konsequenzen haben. Das kündigte Berlins Regierender Bürgermeister Müller im rbb an. Der Verein wurde aufgefordert, Stellung zu nehmen.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat ein "Nachspiel" für den 1. FC Union Berlin nach der Fan-Party vergangenen Samstag angekündigt. Müller beklagte im Gespräch mit radioeins vom rbb am Dienstagmorgen, dass Union nicht dafür gesorgt habe, dass es keine Party gibt, der Verein deshalb "mitverantwortlich" sei.

"Modellprojekt hat nicht funktioniert"

Müller betonte zudem, dass das Modellprojekt mit 2.000 erlaubten Fans im Stadion nicht funktioniert habe. Zwar sei im Stadion alles "so erfolgt, wie man es verabredet hat", allerdings müsse man nun sehen, ob solche Dinge auch in Zukunft möglich sind, "wenn sie so aus dem Ruder laufen." Darum werde es "mit Sicherheit nochmal ein Nachspiel geben, auch mit dem Veranstalter - dem 1. FC Union", so Müller.

"Es gibt mittlerweile Hinweise darauf, dass auch im Stadion nicht immer die genehmigten Vorgaben eingehalten wurden", teilte Martin Pallgen, Pressesprecher der Senatsverwaltung für Inneres und Sport dem rbb auf Anfrage mit. "Das wäre ein klarer Verstoß gegen die Genehmigung/Hygienekonzept und muss sehr genau analysiert werden. Wir haben deswegen Union Berlin aufgefordert, zu den Ereignissen am Samstag unverzüglich Stellung zu nehmen."

Rund 4.000 Fans feierten ohne Abstand

Union hatte nach dem Spiel am Samstag und der Qualifikation für die Europa Conference League auf einem Parkplatz vor dem Stadion an der Alten Försterei mit etwa 4.000 Fans gefeiert. Die Menge hielt sich nicht an Abstandsregelungen und trug weitgehend keinen Mund- und Nasenschutz.

"Uns war am Donnerstag und Freitag klar, dass es diese Bilder geben wird. Wir haben versucht, es zu organisieren", hatte Union-Präsident Dirk Zingler die Party am Tag danach verteidigt.

Sendung: radioeins, 25.05.2021, 8:00 Uhr

Die Kommentarfunktion wurde am 25.05.2021 um 21:19 Uhr geschlossen

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84 Kommentare

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  1. 84.

    Mir ist der Vetein schnuppe - ja - aber deswegen ignoriere ich nicht ingnorantes Verhalten...

    ...aber soweit können viele Anhänger - auch anderer Vereine - halt nicht denken...

  2. 83.

    Nun, um Gesprächsbereitschaft zu signalisieren sollte man zumindest Interesse am Thema durchblicken lassen und nicht nur auf weitesgehend klischeehaftes Argumentieren zurückgreifen. Ihr Beitrag sagt imo kaum viel mehr aus, als dass Sie der FCU und die emotionale Verfasstheit, die Fussballfans im allgemeinen betrifft nicht nachvollziehen können und wollen oder überhaupt Interesse daran haben, "rbb-24-nutzer".

  3. 82.

    Was ist so schwer daran zuzugeben, dass es einfach nach dem Spiel aus dem Ruder gelaufen ist? Das was passiert ist, wollte jedenfalls niemand, als das Pilotprojekt gestartet wurde. Oder?

  4. 81.

    Ich glaub, ich bin seeeehr entspannt...
    Letztlich geht es um die Nebensache Fußball...

    ...wäre schön, wenn Ihre "geschlossenen Reihen" und Zingler & Co dies auch so sehen würden...

    ...und überhaupt: "Geschlossene Reihen"? Interessante Formulierung... läßt wahrhaft tolle Gesinnung erahnen...

  5. 80.

    Kurze Frage: Wer ist dieser Michael Müller?

    Ist das der Herr, der schon so oft großmundig verkündet hat, Wass er alles machen wollen und nie tat?
    Jetzt kündigt er - bitte was - an?

    Möge der Herr Senatsvorstand doch bitte einfach schweigen. Das hätte weitaus mehr Format, als jenes blöde rumgeplapper und Ausdruck der absoluten Unfähigkeit.

  6. 79.

    Noch viel schlimmer. Er würde gar keine Lizenz mehr bekommen. Aber als Politiker darfst du morgen das machen, was du gestern verboten hast.

  7. 78.

    Auch wenn Herr Müller der Hertha sehr nahe steht,hätte er doch den Unionern wenigstens mal gratulieren können bevor
    er seine Vorwürfe startet.

  8. 77.

    Zitat: "Oh - wie diese Köpenicker wieder jammern...
    Die achso armen und gegängelten Ossis...
    Seit mehr als 30 Jahren steht übrigens die Mauer nuch mehr! Schon mitbekommen?"

    Sie scheinen sich innerhalb realtiv kurzer Zeit ziemlich "radikalisiert" zu haben, was den FCU betrifft, Pinguin. Noch vor etwa Monatsfrist war Ihnen der Verein völlig schnuppe, wie Sie immer wieder betont haben. Und nun wünschen Sie dem FCU, nahezu geifernd, für die kommende Saison nur noch Niederlagen, damit diese undemütigen Emporkömmlinge und "Jammerossis" ES endlich mal lernen, wie man sich zu benehmen hat. Dazu werfen Sie alles mögliche in einen großen Topp und rühren daraus einen "Kessel Buntes" an, der schon vor dem Servieren "umgekippt" ist.

  9. 76.

    Auch wenn Herr Müller der Hertha sehr nahe steht,hätte er doch den Unionern wenigstens mal gratulieren können bevor
    er seine Vorwürfe startet.

  10. 75.

    Statt hier mit Konsequenzen zu drohen sollte die Verwaltung mal in die Gänge kommen und die Genehmigung zum Stadionausbau erteilen.Das die Fans feiern würden war doch klar bei dieser geilen Saison.Es heißt ja auch nicht umsonst oh Köpenick du bist so wunderschön. U.N.V.E.U.

  11. 74.

    Also, mit „ "Uns war am Donnerstag und Freitag klar, dass es diese Bilder geben wird. Wir haben versucht, es zu organisieren", hatte Union-Präsident Dirk Zingler die Party am Tag danach verteidigt.“ ist wohl alles gesagt.

  12. 73.

    Ein geplantes Pilotprojekt aus "Solidaritätsgründen" (wem wäre denn durch diese geforderte heroische Geste geholfen) absagen??
    Tausende Unioner auffordern statt an der frischen Luft zu Hause zu bleiben, um am TV zu feiern (sicherlich auch mit mehr als zwei Haushalten)?
    Haben Sie sonst noch sinnvolle Vorschläge??

  13. 72.

    Sie widersprechen sich selbst. Und der Präsident von Union hat es auch zugegeben. Es wurde einkalkuliert, dass so etwas passiert. Wie Sie es ja beschrieben haben. Also, Gerd, lass es gut sein. Union hat das Pilotprojekt versaut und das wird künftig für alle ähnliche Versuche Folgen haben. Bärendienst nennt man das. Warum versuchen Sie das nicht mal etwas objektiv zu werten? Einfach mal die Unionfanbrille absetzen Gerd, dann klappt es mit dem Denken.

  14. 71.

    Unioner, schließt die Reihen!
    Der flugunfähige Seevogel betreibt mal wieder Hetze. :)
    Allen anderen sei gesagt...
    ... Entspannung!

  15. 70.

    Polemische Provokationen sorgen ganz sicher nicht für Verständnis und zeugen nicht von Gesprächsbereitschaft.

    Wer sich nicht an verabredete Konzepte hält zum Einen und darüber hinaus zahlreiche Verstöße gegen Infektionsschutzmaßnahmen mitzuverantworten, weil billigend in Kauf genommen, hat, muss mit empfindlichen Strafen und juristischen Konsequenzen rechnen. Als hätten die Leute nicht rund eineinhalb Jahre Zeit genug gehabt, mal festzustellen, dass es Wichtigeres als Fußball vor Ort gibt: Öffentliche Gesundheit, auch die der Feiernden. Das Projekt lief entgegen Ihrer Falschbehauptung nicht reibungslos ab und war an einzuhaltende Bedingungen geknüpft. Hier im Forum und dort bei den Feiernden hat man viele Menschen beobachten können, die sich selbst und ihre Haltung über die Freiheiten anderer stellen. Deeskalation ist nicht nur bei Corona-Leugnenden möglich und machbar - auf deren Stufe die verantwortungslosen Teile der Fans nun endgültig stehen.

  16. 69.

    Sie haben es auf den Punkt gebracht.
    Dem ist nichts hinzuzufügen.
    Danke.

  17. 68.

    Herr Müller sollte zunächst seine Gesundheitssenatorin, seine Bildungssenatorin und sich selbst für politisches Versagen bestrafen.
    Aber bei anderen erkennt man die Schuld ja schneller als bei sich selbst...
    Herr Müller sollte sich mäßigen. Er ist weder König noch Gott. Nur ein recht inkompetenter Politiker ohne Maß und Mitte.

  18. 67.

    Was soll das mit "Umkehrschluss" oder "Schönreden" zu tun haben, "Nun"? Wie ich bereits schrieb, hat das Stadionkonzept absolut funktioniert. Und dass sich an das letzte Heimspiel der Saison, die der FCU sensationell abgeschlossen hat, ein Zulauf einiger Fans zum Stadion anschließen würde, dürfte selbst Wachtmeister Krause vom Stempelsortierdienst klar gewesen sein. Hätte man nun das sehr weitläufige und unübersichtliche Areal um die AF unter Einsatz hunderter Polizeikräfte absperren und wm. Ausschreitungen riskieren sollen?

    Die Polizei hatte m. E. am Samstag weitaus Wichtigeres zu tun, als FCU Fans vom (friedlichen!) Feiern abzuhalten. Na klar gabs Verstöße, die auch in irgendeiner vernünftigen und dem "Vorfall" angemessenen Form geahndet gehören. Und damit sollte es dann auch gut sein.

  19. 66.

    Ich garantiere: In den kommenden zwei Wochen wird die Inzidenz in Köpenick nicht ansteigen. Damit wäre dann auch empirisch (zum wiederholten Male) belegt, dass auch maskenlose Zusammentreffen im Freien keine Corona-Gefahr darstellen.
    Hier wurden Corona-Infektionen sogar vermieden, weil die Leute sich nicht heimlich zum Feiern in den Innenräumen getroffen haben.

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