77:75-Sieg gegen Ulm - Alba Berlin steht im Finale

Alba-Spieler Maodo Lo hebt zum Wurf ab und wird vom Ulmer Dylan Osetkowski gestört (Quelle: imago images/Nordphoto)
Audio: Inforadio | 05.06.2021 | Jakob Rüger | Bild: imago images/Nordphoto

Alba Berlin steht erneut im Finale um die deutsche Meisterschaft. Die Berliner konnten die Halbfinalserie gegen ratiopharm Ulm im vierten Spiel für sich entscheiden. Doch der Sieg war hart umkämpft.

Die Basketballer von Alba Berlin haben die Halbfinalserie gegen ratiopharm Ulm gewonnen. Die Berliner setzten sich am Samstag im vierten Spiel mit 77:75 durch. Beide Mannschaften kämpften mit Müdigkeitserscheinungen nach einer anstrengenden Serie. Beste Berliner Werfer waren Niels Giffey und Simone Fontecchio mit 17 Punkten.

Zäher Einstieg

Tim Schneider läutete mit einem erfolgreichen Dreier das vierte Halbfinalspiel gegen Ulm ein. Schon in den ersten Minuten machte sich bei beiden Mannschaften bemerkbar, dass sie nach einer Woche mit Spielen im Zwei-Tages-Takt den Gegner kennen. Weder die Berliner noch die Ulmer konnten die Kontrolle über das Spiel übernehmen und hatten Probleme zu punkten. Die Berliner profitierten im ersten Viertel davon, dass Ulm die Foulgrenze überschritt und konnten sich mit Freiwürfen auf 20:15 absetzen.

Die Ulmer holten sich im zweiten Viertel die Führung zurück, doch das Spiel blieb weiter eng und punktarm. Zur Pause trennten sich die Mannschaften 36:36. "Es war ein sehr zerfahrenes Spiel", sagte Johannes Thiemann zur Halbzeitleistung. Man merke Müdigkeit. Der 27-Jährige musste wegen seiner Verletzung weiter pausieren. Er deutete aber an, dass er in der nächsten Woche wieder einsatzfähig sei.

Ulm vergibt letzte Chance

Alba Berlin kam stärker aus der Pause zurück. Während die Berliner etwas treffsicherer wurden, fanden die Ulmer vor allem Fouls als Antwort, wodurch sich Alba auf 46:38 absetzen konnte. Ulm-Trainer Jaka Lakovic nahm die Auszeit und Shooting Guard Andreas Obst lies den Ulmer Rückstand mit einem erfolgreichen Zweier und Dreier wieder auf drei Punkte schmelzen. Das Spiel blieb eng. Vor dem Schlussspurt führten die Berliner 53:49.

Nachdem die Ulmer wieder rankamen und mit einem 8:0-Lauf die Führung übernahmen, brachte Alba-Trainer Aito Garcia Reneses Jungspieler Malte Delow und den 2,21-m-Mann Christ Koumadje. Der Wechsel zahlte sich aus. Vor allem Christ Koumadje störte das System der Ulmer und half den Berlinern sich erneut abzusetzen. Doch die Ulmer um Per Günther ließen nicht nach. Wenige Sekunden vor Schluss bekamen die Ulmer nochmal die Chance, das Spiel für sich zu entscheiden. Alba-Spieler Jayson Granger ließ bei einem Spielstand von 77:75 die Uhr runterlaufen und verwarf dann seinen Zweier. Doch auch der Ulmer Patrick Heckmann, der im letzten Angriff auf einen Dreier setzte, war nicht erfolgreich.

Im Finale warten die Bayern

Für die Berliner geht es im Finale gegen die Basketballer des FC Bayern München. Sie gewannen ihre Halbfinalserie gegen Ludwigsburg ebenfalls im vierten Spiel. Das erste Finalspiel findet am Mittwoch (9. Juni, 20:30 Uhr) in der Berliner Mercedes-Benz Arena statt. Für das Spiel sind vom Berliner Senat 1.450 Zuschauer zugelassen. Schon am Donnerstag (10. Juni, 20:30 Uhr) geht es ins zweite Spiel. Um die Reisewege während der Pandemie für die Mannschaften zu verkürzen, finden beide Spiele in Berlin statt. Erst für das dritte Spiel reisen die Berliner nach München.

Sendung: rbb24, 05.06.2021, 21:45 Uhr

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