81:69 im dritten Spiel - Alba siegt in München und führt wieder in der Finalserie

Die Spieler von Alba Berlin bejubeln den Sieg in München. Bild: imago-images/Jan Huebner
Audio: Inforadio | 12.06.21 | Florian Hecht | Bild: imago-images/Jan Huebner

Alba Berlin ist in der Finalserie um die Deutsche Basketball-Meisterschaft wieder in Führung gegangen. Der Titelverteidiger gewann das dritte Spiel der Serie in München mit 81:69. Alba hat damit am Sonntag bereits die Chance, seinen Meistertitel zu verteidigen.

Mit einer starken Leistung, insbesondere im Schlussviertel hat Alba Berlin sich die Führung in der Finalserie um die Deutsche Basketball-Meisterschaft zurück geholt. Im dritten Spiel der Serie - dem ersten in München - gewannen die Berliner am Samstag mit 81:69 (37:37).

Damit hat Alba nun zwei Mal die Möglichkeit, seinen Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Die erste Chance bietet sich am Sonntag, im zweiten Spiel in München (15 Uhr).

Albas veränderte Starting Five beginnt stark

Albas Trainer Aito Garcia Reneses reagierte auf die schwache Anfangsphase im zweiten Spiel der Serie mit einer auf mehreren Positionen veränderten Starting Five. Erstmals in den Finalspielen um die Deutsche Meisterschaft startete Luke Sikma für Alba. Auch Maodo Lo, Marcus Eriksson und Center Christ Koumadje waren neu auf dem Parkett. Nur Simone Fontecchio durfte erneut starten.

Der Schachzug ging auf. Alba begann die Partie in München perfekt mit einem 9:0-Lauf. Die Berliner schafften es in dieser frühen Phasen, den Münchener mit ihrem Tempo im Angriff Probleme zu bereiten.

Dem Titelverteidiger gelang es allerdings nicht, diesen Anfangsschwung lange zu halten. Im Gegenteil: Mitte des ersten Viertels blieb Alba zwischenzeitlich vier Minuten ohne Korberfolg - weil Bayern besser verteidigte und die Berliner einige Würfe aus guten Positionen vergaben. Die Münchener kamen heran und sorgten für ein fast ausgeglichenes Ergebnis zum Ende des ersten Viertels (19:18 für Alba).

Trotz schwacher Dreierquote im Spiel

Es entwickelte sich eine Partie, in der sich die beiden Mannschaften abwechselten mit Läufen - also Phasen, in denen sie selbst viele Punkte machten und der Gegner keine. Den nächsten erspielten sich die Bayern, allen voran in Person des ehemaligen Berliners Nihad Djedovic, der Mitte des zweiten Viertels stark aufspielte. Zwischenzeitlich lagen die Berliner so schon mit 29:37 hinten, aber auch sie erwischten einen Lauf und glichen das Spiel zur Halbzeitpause aus. Mit 37:37 ging es in die Pause.

Bemerkenswert war dieses Zwischenergebnisse vor allem deshalb, weil die Mannschaft von Alba Berlin für ihre Verhältnisse bis dahin mit einer außergewöhnlich schwachen Qurfquote unterwegs war. Vor allem von der Drei-Punkte-Linie war die Quote mit gerade einmal 24 Prozent sehr niedrig. Dafür kam Alba zu vielen Offensiv-Rebounds - ein wichtiger Rettungsanker bei den zahlreichen Fehlwürfen von Außen.

Alba hat mehr Kraftreserven

Das Bild änderte sich auch nach der Pause nicht. Wieder wechselten sich die dominanten Phasen beider Mannschaften ab. Die Bayern legten vor, ein 11:0-Lauf brachte den Münchenern die zwischenzeitliche 50:41-Führung. Alba kam zurück, glich aus und ging kurz vor Viertelende spektakulär in Führung: Bei einem Fastbreak in den Schlusssekunden behielt Maodo Lo den Blick für Tim Schneider an der 3-Punkte-Linie. Das Alba-Eigengewächs blieb komplett frei cool und verwandelte den Wurf zur 59:56-Führung.

Der Logik dieses Spiels folgend hätten nun eigentlich die Bayern wieder einen Lauf starten müssen. Aber Alba nahm den Schwung und erarbeitete sich (ganz ohne Lauf) Stück für Stück eine 9-Punkte-Führung. Bei den Münchenern verletzte sich dann auch noch Dennis Seeley, ihr bis dahin bester Scorer (23 Punkte). Er musste das Spielfeld vorzeitig verlassen.

Er war nicht der einzige Bayern-Spieler, der während des Spiels angeschlagen auf dem Hallenboden saß. Auch der Münchener Starspieler Vladimir Lucic hatte sich zu Beginn der Partie verletzt, er konnte aufs Parkett zurück kehren, spielte aber weniger dominant als gewohnt. Es schien so, als hätten die Berliner, mit der von Trainer Aito Reneses gewählten Rotation, die größeren Kraftreserven.

Zwei Mal die Chance auf den Titelgewinn

In der Schlussphase der Partie kamen die Berliner dann auch offensiv richtig in Schwung, sie trafen nun die Würfe. Bayern dagegen wirkte müde und entnervt. Vom großen Rivalen kam im Schlussabschnitt kein Comeback mehr. Stattdessen enteilte Alba und spielte die dritte Partie der Finalserie locker nach Hause.

Am Ende steht ein deutlicher 81:69-Sieg in München, der Alba zwei Chancen zum Titelgewinn ermöglicht. Die erste am Sonntag, erneut in München. Sollten die Bayern dieses Spiel gewinnen und die Serie ausgleichen, käme es am Dienstag (15.06., 19 Uhr) in Berlin zum Entscheidungsspiel.

Sendung: rbb UM6, 12.06.2021, 18 Uhr

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