Ansammlung nach Conference League-Qualifikation - Polizei ermittelt wegen Fan-Party gegen Union Berlin

Mannschaft feiert vor dem Stadion mit Union-Fans / IMAGO / Matthias Koch
Bild: IMAGO / Matthias Koch

Tausende Union Berlin-Fans hatten am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga zusammen gefeiert, ohne Abstand. Für einzelne von ihnen und den Verein könnte das nun Konsequenzen haben. Die Polizei ermittelt wegen Verstößen gegen die Hygiene-Regeln.

Die Fan-Party nach dem Einzug in die Conference League des Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin zieht polizeiliche Ermittlungen gegen den Verein und dessen Fans nach sich. Das bestätigte die Berliner Polizei am Mittwoch gegenüber dem rbb.

Videomaterial wird ausgewertet

Nach dem 2:1-Sieg am letzten Spieltag gegen RB Leipzig hatten am 22. Mai Tausende Fans das Team von Trainer Urs Fischer auf dem Platz vor dem Stadion An der Alten Försterei gefeiert. Die Abstandsregeln, die während der Corona-Pandemie gelten, wurden von den euphorisierten Anhängern dabei nicht eingehalten. "In die Entscheidungsfindung, den Fans den Zutritt auf das Vereinsgelände zu ermöglichen, war die Polizei Berlin nicht eingebunden", schrieb die Polizei in dazu.

"Die durch die Entscheidung des 1. FC Union veränderte Situation machte es erforderlich, weitere Unterstützungskräfte hinzuzuziehen", erklärte die Polizei weiter. Allerdings sei es bereits vor dem Eintreffen weiterer Beamter zu einem "Abstrom der Fans" gekommen, "sodass sich dadurch die Infektionsrisiken bereits reduzierten". Allerdings seien davon unbenommen "Verstöße gegen die Hygieneschutzmaßnahmen dokumentiert und entsprechende Verfahren eingeleitet" worden: "Ob der 1. FC Union Berlin und dessen Fans mit Konsequenzen zu rechnen haben, ist abhängig von der Auswertung des Videomaterials."

Sendung: rbb Inforadio, 02.06.2021, 12:45 Uhr

Die Kommentarfunktion wurde am 03.06.2021 um 19:15 Uhr geschlossen

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36 Kommentare

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  1. 36.

    Dort, wo andere Sportarten deutlich populärer sind als Fußball, gibt es das von Ihnen beschriebene Phänomen im Rahmen anderer Sportarten. Warum Sie also die Sportart Fußball an sich genauso ablehnen wie offensichtlich Sachargumente, erschließt sich mir nicht.

  2. 35.

    Das hat mit Halbwissen nichts zu tun! Wenn das Wort Wissen in diesem Zusammenhang überhaupt relevant ist. Ich brauche und fahre nicht in die Türkei um festzustellen, dass der Fußball für mein Dafürhalten primitiv ist. Das Verhalten fängt doch genau da an. Keine Masken schreiende „Fans“. Das ist viel weniger als Halbwissen!,

  3. 34.

    Unioner, ihr habt'se ja niisscchh määähr alle, nur noch GEWINNEN und das dann oooooooch noch feiern, UNMÖGGLICH !!!!! wieviele sind nach dem Vorkommnis erkrankt ???, keine Beweise ??? also Aktivitäten ohne Ergebnisse, na gut, eben Ossis, also abhaken, nach vorne weiter super spielen und sich auf den nächsten Empfang im Roten Rathaus freuen, Hr. Müller ist ja da schon weg, also: keine Gefahr, U.N.V.E.U.

  4. 33.

    Die Fußballspiele nur der ersten beiden Ligen hatten in der letzten Vor-Corona-Saison 18/19 insgesamt ca. 20.000.000 Besucher. Und na klar gibt es Auschreitungen rund um Fußballspiele, das bestreitet doch niemand. Aber Sie dramatisieren diese unschönen, aber doch verhältnismäßigen Randerscheinungen über die Maßen, Elisabeth.

  5. 32.

    Dann waren Sie noch nie beim Eishockey oder beim Basketball in z.B. der Türkei, Griechenland etc.
    Halbwissen hilft nicht.

  6. 31.

    Vielleicht ist es mit einem Punktabzug seitens der DFL getan. Das würde Wirkung zeigen und abschrecken.

  7. 30.

    Die Polizei ermittelt doch nicht wegen Klopperei, Landfriedensbruch, Sachbeschädigung oder sonstwas in der Art, sondern weil die Fans zu großem Teil ohne Masken im Freien zu nahe beieinanderstanden, um den großartigen Erfolg ihrer Mannschaft zu feiern. Und als die angeforderten Unterstützungskräfte eintrafen, befand sich die Menschenmenge längst im friedlichen Abstrom, Elisabeth.

  8. 29.

    Ich spreche allgemein vom Fußball! Also bitte! Nein! Noch nie was von Krawallen gehört. Man kann sich auch vieles schön reden. Fakt ist doch, dass es rund um den Fußball Ausschreitungen gibt, die es sonst bei keiner anderen Sportart so gibt. Ich habe das beim Handball, Basketball noch nie vernommen. Etc.

  9. 28.

    ja:) Darum ermittelt die Polizei auch gegen die lieben Herrschaften! :)

  10. 27.

    Elisabeth leidet offenbar unter einer vollkommen verzerrten Wahrnehmung des Fussballsports. Sie schreibt ja sogar davon, froh darüber zu sein, dass ihre Kinder mit Fussball nichts zu tun haben wollen - ja wahrscheinlich sogar regelrecht Angst vor diesem "Prollsport" haben. Da kann man wohl nix machen, Markus. ;-)

  11. 26.

    Hui, da bin ich aber mal überrascht hier bisher fast nur szgn. positive Kommentare zu lesen. Und es ist ja auch so, dass zwar gegen Auflagen verstoßen wurde, dies aber kein, wie unser Müller-Meister mit allzu hochtrabenden Worten betonte, Scheitern des Modellprojekts oder gar "gesetzwidriges" Verhalten des Vereins darstellte.

    Die nun dingfest gemachten Fans, die aufgrund der wohl recht aufwendigen Videoauswertung eine Strafe zu erwarten haben, werden diese sicher ohne großes Murren abdrücken. Und der Verein, der diese Fans, die sich in großer Zahl am Zaun in etwa 50m vom Parkplatz entfernt drängten, aufs Gelände gelassen hat, muss wohl auch mit einer Strafe rechnen. Diese sollte sich aber in einem vernünftigen Rahmen bewegen. Wir müssen nach vorne schauen und die Nach-Corona-Zeit in den Blick nehmen.

  12. 25.

    Was für Egoisten. Hauptsache wir können feiern. Regeln einhalten müssen nur die Anderen. Was kümmert uns die Pandemie. Das versteht man im Wald von Köpenick also unter Kult.

  13. 24.

    Sie haben sicher Belege dafür, dass nirgendwo mehr geschrieben wird. Wäre interessant, wenn Sie diese mal nennen würden. Gröllende Fans hab ich auch noch nicht erlebt. Ich gehe öfter mal zu Union und Hertha. Habe aber noch nie Schlägereien erlebt. Ist so!

  14. 23.

    Unioner sind eben eisern. Früher war es nur KRUPP-Stahl. Unioner singen gemeinsam zur Weihnachtszeit. Einfach eisern toll. Müller hätte mehr denken müssen.

  15. 22.

    Nein Elisabeth, nicht der Fußball ist primitiv, das ist zu verallgemeinern. Primitiv sind diejenigen, die sich für Fans halten, und durch ihr Verhalten den ganzen Sport in Verruf bringen. Gerade die Fans von Union zeichnen sich durch einen Zusammenhalt mit ihrem Verein aus, den es nicht überall in der Bundesliga gibt. Union ist ein Verein für die ganze Familie.

  16. 20.

    Absolut lächerlich und zeugt eigentlich nur vom Anti-Fußballmanagement des Senats.
    Peinlich und gibt's so in keiner anderen Stadt der Welt.
    Übrigens für die ganzen Angst Nasen, draußen ist die Ansteckungsgefahr nahe 0, wurde hier schon oft und x-mal thematisiert !

  17. 19.

    Genau. Beim Fußball geht's nur um Kloppe und Randale, schon im frühen Juniorenbereich, und bei den Frauen sowieso. Klingt absolut fundiert. Ob es das von Ihnen beschriebene Phänomen auch in Bezug auf andere Sportarten gibt? Vielleicht da, wo Fußball eher unpopulär ist...? Bestimmt nicht! Liegt ganz spezifisch an der Sportart Fußball. Allein schon das Regelwerk. Abseits. Sport soll verbinden und niemanden ins Abseits stellen. Fußball grenzt also aus. Quasi gesundheitsfördernde Diskriminierung. Ach nee, die Schlägereien, wie konnte ich die vergessen. Also doch nicht gesundheitsfördernd. Und sowas darf sich Sport nennen. Manno!

  18. 18.

    Einfach mal Union gratulieren und nicht solch einen Aufstand machen.

  19. 17.

    ..tja, das ist neunmal so! Nirgendwo wird mehr geschrieben und Gewalt ausgeübt, wie beim und um den Fußball. Biertrinkende, gröllende Fans in U— Bahnen, Schägerein etc.etc. Ja! Halma ist da eine von vielen Alternativen. Es gibt aber Auch andere zivilisierte Sportarten. Ist so!

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